Das Neue Graue Ungeheuer

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[Rebmann, Andreas Georg Friedrich von]. Neues graues Ungeheuer. Von einem Freunde der Menschheit (ab Heft 8: Das neue graue Ungeheuer. Herausgegeben von einem Freunde der Menschheit). Hefte 7-10 (von 18) in einem Band. Upsala, Gustav Erichson (d. i. Altona, Ritter), 1796-97. ; fester Einband / hard cover
Der "radikal-demokratische Publizist" A. G. F. v. Rebmann (1768-1824), "der sich zu einem leidenschaftlichen Verfechter der Menschenrechte entwickelte" war als "Jakobiner verfolgt, verließ Sachsen und übersiedelte gemeinsam mit dem Verleger Gottfried Vollmer nach Erfurt, wo er die revolutionäre Zeitschrift 'Das neue graue Ungeheuer' herauszugeben begann, die 'Zensur- und Preßzwang, Militär-Despotismus, Elend mit Luxus verkleistert, Mätressenherrschaft und Pfaffenkabale' anprangerte. Der drohenden Verhaftung entzog er sich im Dez. 1795 durch Flucht ins dän. Altona, wo er bei den dortigen Demokraten Heinrich Würzer und Friedrich Wilhelm von Schütz Zuflucht fand. Die von Vollmer u. Rebmann 1794 in Zusammenarbeit mit Schütz begründete jakobin. 'Verlagsgesellschaft von Altona' publizierte 1795-1800 zahlreiche revolutionsfreundl. Schriften [...]" (Killy IX, 321). - Einband berieben u. bestoßen. Durchg. etw. gebräunt u. stockfleckig. - Diesch 1245 ("Das neue graue Ungeheuer") bzw. 1279 ("Kameleon"); nicht bei Goedeke.

8°. 148; 136; 136; 168 S. - Angeb. - [Schütz, Friedrich Wilhelm von]. Kameleon oder das Thier mit allen Farben. Eine Zeitschrift für Fürstentugend und Volksglück. Hefte 1 u. 2 (von 6). (= Neues graues Ungeheuer..., Hefte 13 u. 14). Köln, Peter Hammer (= Hamburg, Vollmer) 1798-99. 1 Bl., 153 (1) S.; 2 Bll.; 159 (1) S. - Angeb. - [Ders.]. Neuer Niedersächsischer Merkur als Beylage zum Neuen Grauen Ungeheuer. Erstes Heft (= alles Erschienene). Upsala, Gustav Erichson (d. i. Altona, Vollmer) 1797. 168 S., Roter Ppbd. d. Zt. m. etw. Rückenverg. u. goldgepr. Rückenschild.

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Rebmann, Andreas Georg Friedrich von : Ideen über Revolutionen in Deutschland. -- - Politische Publizistik - Reihe : Philosophie-Geschichte-Kulturgeschichte - Mit einem Essay: Rebmanniana. Die Publizistik eines deutschen Jakobiners - Herausgegeben von Werner Greiling ---. Philipp Reclam jun., Leipzig, 1988
Einbd zeigt leichte Gebrauchsspuren, innen gut & sauber

233 Seiten, Original-Kartoneinband, Größe kl. 8°, ISBN 3379003778, - Rebmann (1768-1824) war einer der produktivsten politischen Publizisten am Ausgang des 18. Jahrhunderts. Die Revolution in Frankreich gab den letzten Ausschlag, daß er nach Studien in Erlangen & Jena keinen juristischen Broterwerb anstrebte, sondern sich vollständig der politischen Schriftstellerei widmete. Im zersplitterten Deutschland an allen seinen Wirkungsorten denunziert & verfolgt - seinen politischen Gegnern galt er als "Sansculotten-Trommelschläger, Lügner, Landesverräter, landesflüchtiger Jakobiner, Religionsspötter, Pasquillant, zum falschen Eid Verführer" -, entzog er sich 1795 durch eine abenteuerliche Flucht von Erfurt aus seinen Häschern & entkam ins dänisch verwaltete Altona. Von hier aus übersiedelte er nach Paris, später trat er als Hoher Richter in die juristischen Dienste des direktoralen Frankreich. Rebmann trug mit seinen Journalen (Das neue graue Ungeheuer, Die Geißel, Die Schildwache, Die neue Schildwache) wesentlich zur Propagierung bürgerlich-demokratischer Ideale in Deutschland bei. Ein engagierter Chronist, der seine Landsleute mit scharfen Appellen zur revolutionären Tat antrieb : "Man sei nur in deutschland mutig, man beginne das Werk ! Die Arbeit wird leichter sein, als man denkt ! Das Schwerste ist schon getan" -Hellbraun-Schwarz-Philosophie 1. Auflage,

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Rebmann, Andreas Georg Friedrich (Übers. und Hrsg.). Die fünf Männer. Lebensgeschichte der fünf jetzt in Frankreich regierenden Direktoren, Geschichte ihrer Regierung und Entwicklung ihres Systems. 184 S. Schlichter Kleisterpapier-Pappbd d. Z. (Rücken beschabt) Paris, im 5ten Jahr der Republik (d. i. Altona, Vollmer, 1797).
Erste Ausgabe, äußerst selten. Wichtiges Werk zur politischen Lage in Europa, während seines Pariser Exils entstanden. Es handelt sich hier einmal um die Übersetzung des (nicht genannten) Werkes von J. Despaze, "Les cinq hommes" (vgl. Cioranescu 2391) mit den Biographien der fünf Direktoriumsmitglieder Letourneur, Reubell, Lepaux, Barras und Carnot und um zahlreiche ergänzende wie korrigierende Anmerkungen von Rebmann. Im Anhang (S. 149 ff.) folgen Rebmanns "Allgemeine Ansichten", in denen die französischen Verhältnisse mit großem Scharfblick analysiert werden. Rebmann (1768-1824) gilt neben Forster als einer der bedeutendsten deutschen Jakobiner. Seine Entwicklung vom aufgeklärten Publizisten über den reformerisch gesinnten Satiriker bis zum Volkstribun zeigt exemplarisch die Situation der deutschen Intelligenz im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts. Nach seiner Promotion war er ab 1789 als Prokurator in Erlangen tätig. Als Verfechter der Prinzipien der Französischen Revolution wie der Menschenrechte entlassen, wandte er sich der Publizistik zu und war nach 1792 wiederholt zur Flucht gezwungen, Redakteur und Herausgeber verschiedener politischer Zeitschriften (u. a. "Das neue graue Ungeheuer") in Dresden, Erfurt, Altona und Paris. Nach der Annexion des Rheinlandes durch Frankreich wurde Rebmann 1797 Richter am Kriminalgericht zu Mainz, wo er 1803 den Prozeß gegen die berüchtigten Räuber Johannes Bückler (Schinderhannes) und Damian Hessel führte. Im Jahre 1810 wurde er Präsident des kaiserlichen Gerichtshofs zu Trier. Nach dem Sturz Napoleons wurde er in den Justizdienst Pfalzbayerns übernommen und war zuletzt Oberpräsident des Appellationsgerichtshofs in Zweibrücken. Neben Walter Grab und Kawa haben sich bisher nur Wadle und Sauder (Schriften der Siebenpfeiffer-Stiftung, Band 4) ausführlicher mit Rebmann und seinem Werk beschäftigt. - Seit 1950 können wir nur vier weitere Exemplare im Handel nachweisen: 1978 bei Kaldewey (HT 10), Stenderhoff Kat. 131 (1981), 1988 bei Hartung & Karl und schließlich das Exemplar in unserem Katalog 30, das dann über Herbert Blank (Katalog 35) im Jahr 1991 zu Brandes in die 95. Auktion gelangte. Bis auf den Kopfschnitt unbeschnitten und breitrandig. - Kayser IV 442 (abweichend). Kawa 30. Nicht bei Borst.

[SW: 18. Jahrhundert, Deutsche Literatur, Aufklärung, Geschichte, Französische Revolution, Biographien]

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DAS GRAUE UNGEHEUER. (Herausgegeben) von (Wilhelm Ludwig) Wekhrlin. No. 13 - 18 = Band 5 - 6 in 1 Bd. (Nürnberg, Carl Felßecker), 1785- 1786.
Wekhrlins Monatsschrift "Das Graue Ungeheuer" zählt zu den bedeutendsten kritischen Zeitschriften der Aufklärung. Sie umfaßte am Ende 12 Bände zu je drei "Stücken", insgesamt also 36 "Stücke", von denen hier 6 vorliegen. In ihnen setzten sich W. L. Wekhrlin und seine Mitstreiter für "Aufklärung und Philanthropie, Glaubensfreiheit und Toleranz, für Gerechtigkeit und sozialen Ausgleich" (Wilke) ein.- In vorliegenden Stücken werden u.a. behandelt: Luftschiffahrt, das "Sektenfieber unserer Zeit", die "Pädagomanie unseres Jahrhunderts", "Denkfreiheit, politische Toleranz etc.", Intoleranz, die "Inquisition in Wien", Cagliostro, Saint-Germain, den "Halsbandhandel", die Illuminaten und Illuminaten-Jagd in Bayern, "den neue Jesuitism", die "Vestalische Loge", das "Ius cononicum", "Leibesstrafen der Polizei", die "Leichenpolizei", das "Spitalwesen", Bernstein etc.- Jördens V,244 ff. u. Goed. IV/1,840,12: beide mit vollständigem Inhaltsverzeichnis; Diesch 1102; Kirchner I,5666; Wilke II,155 ff.

357, (7) S.; 339, (9) m. 1 gefalteten Doppelseite, 1 gefalteten Tabelle sowie 4 zwischengebundenen Hefttiteln. Ppbd d. Zeit m. handgeschriebenem Rückenschild (teilw. beschabt, gering braunfleckig).

[SW: Deutsche Literatur, 18. Jhdt (Autoren); Einzelbände; German Literature; Zeitschriften]

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