Der Mann der die Zahlen Liebte

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DER SPIEGEL 12/2009: Wenn Kinder zu Killern werden,

Titel * Winnenden - 113 Kugeln kalte Wut: Was muss geschehen, damit ein junger Mann Amok läuft? Was können Eltern tun, gibt es Schutz? Tim Kretschmer, 17, liebte Waffen und Computerspiele - und stürzte sich in eine Orgie der Gewalt, eine Serie von Exekutionen. Er tötete 15 Menschen und am Ende sich selbst. (S. 30) * JUGENDLICHE - Stoned vor dem Schirm: Deutschlands größte Jugendstudie kommt zu alarmierenden Ergebnissen: Neuntklässler verbringen jeden Tag im Schnitt etwa 140 Minuten mit Computerspielen - mehr als 14 000 gelten als spielsüchtig. Hauptattraktion: das Online-Spektakel World of Warcraft . Von Jürgen ... (S. 48) Deutschland * ERMITTLUNGEN - Fehler in der Wand? (S. 13) * NATO-GIPFEL - Nebenrolle für die Kanzlerin (S. 13) * SICHERHEIT - Gefahr für den Handel (S. 14) * DER MÜNCHHAUSEN-TEST: Wolfgang Clement, 68, ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, in einem Vorabdruck seines Buchs Klartext: Damit Deutschland wieder in Fahrt kommt in der Bild -Zeitung vom 10. ... (S. 14) * STEUERHINTERZIEHUNG - Jetzt zählen nur noch Taten : Finanzminister Peer Steinbrück, 62 (SPD), über den Kampf gegen Steueroasen in Europa und ... (S. 15) * JUSTIZ - Zweite Instanz (S. 15) * Weltwirtschaftsrat - Wirtschaftsrat wird nicht aufgewertet (S. 16) * KRIEGSVERBRECHEN - Bahn soll für SS-Opfer zahlen (S. 16) * Bundespräsidentenwahl - Suche nach Überläufern (S. 16) * ISLAMISMUS - Reise nach Pakistan (S. 16) * KONJUNKTUR - Jeder Tag ein neuer Abgrund: Während sich der weltweite Abschwung verschärft, streiten die Industrieländer über den richtigen Weg aus der Krise: US-Präsident Obama fordert von den Europäern weitere Konjunkturprogramme, Kanzlerin Merkel ist strikt dagegen. Die globale Krisendiplomatie droht zu scheitern. (S. 18) * UNION - Scherzender Tyrann: Niemand in der deutschen Politik wechselt so atemlos seine Positionen wie Horst Seehofer. Selbst die CSU kann den Winkelzügen ihres Vorsitzenden nicht mehr folgen. (S. 22) * DROGEN - Ideologie des Entzugs: Nächste Woche debattiert der Bundestag über die Zulassung von Heroin auf Rezept. Alle Fraktionen sind sich einig, nur die Union stellt sich quer. (S. 28) * FAMILIE - Bröckelndes Denkmal: Der Gesetzgeber hat das Unterhaltsrecht neu geschrieben, jetzt kommt es auf die Gerichte an. Die Richter müssen über juristische Finessen, menschliche Schicksale und eine große Frage befinden: Was ist die Ehe heute noch wert, inwieweit soll der Staat sie schützen? (S. 56) * SPIEGEL-GESPRÄCH - Jetzt haben wir Gleichstand : Meo-Micaela Hahne, oberste Familienrichterin der Republik, über die Reform des Unterhaltsrechts, das Ringen um Fairness zwischen Frau und Mann und den neuen Reiz der ... (S. 66) * KIRCHE - Schmutzige Hände: Der Papst hat Fehler im Umgang mit dem Holocaust-Leugner Williamson eingeräumt. Doch schon als Kardinal ließ er sich von Rechtsextremisten ausnutzen. (S. 69) Wirtschaft * HYPO REAL ESTATE - Notfallplan für gescheiterte Enteignung (S. 70) * GEWERKSCHAFTEN - Berater für den DGB (S. 70) * SIEMENS - Manager horten Aktien (S. 70) * DEKA-BANK - Weitere Wertverluste (S. 71) * EINZELHANDEL - Klage gegen Arcandor (S. 71) * Telekom - Diskret und geräuschlos : Im Skandal um ausgespähte Aufsichtsräte und Journalisten gerät Ex-Oberaufseher Klaus Zumwinkel massiv unter Druck: Der Vorstand will die Aktionäre auffordern, ihm die Entlastung zu verweigern. Und laut einem Vermerk soll er 2005 gezielt in eine Spitzelaktion eingegriffen haben. (S. 72) * ZEITGESCHICHTE - Spur nach Auschwitz?: Schaeffler beschäftigte in der Nazi-Zeit Zwangsarbeiter, und vieles spricht dafür, dass das Unternehmen Haare von KZ-Opfern verarbeitete. Offiziell beginnt die Geschichte der Firma erst 1946. (S. 76) * WIRTSCHAFTSPOLITIK - Wir bauen nur eine Brücke : Der hessische CDU-Ministerpräsident Roland Koch, 50, über seinen Plan zur Rettung des Autoherstellers Opel und den Streit in der Union über Staatshilfen für angeschlagene ... (S. 78) * FLUGZEUGBAU - Brandsatz aus Nahost: Der Airbus-Großraumflieger A380 leidet offenbar unter erheblichen Mängeln. Sein größter Abnehmer schlägt jetzt Alarm - und fordert vom Konzern Abhilfe. (S. 80) * MANAGER - Halteprämie für Aussteiger: Postbank-Chef Klein kann die Aufregung über die Millionenzahlungen für sich und seine Vorstände nicht verstehen - und will notfalls für einen Euro arbeiten. (S. 81) Ausland * USA - Republikaner im Unglück (S. 83) * IRAK - Rückkehr der alten Elite (S. 83) * ÖSTERREICH - Böhmisches Glas (S. 84) * KUBA - Der Privatier und sein Pool (S. 84) * ISRAEL - Lieberman ist ein Pragmatiker : Danny Ajalon, 53, ehemaliger israelischer Botschafter in Washington und neugewählter Abgeordneter der Partei Israel Beitenu , über die geplante Ernennung seines Parteichefs Avigdor Lieberman zum ... (S. 85) * Zypern - Liebgewonnene Feindbilder (S. 85) * EUROPA - Zurück auf Start: Einst begehrt, jetzt überflüssig: So schnell wie möglich sollen die vom Westen angelockten Arbeitsmigranten wieder nach Hause verschwinden. Die EU-Staaten scheuen weder Geld noch Anstrengungen, um sie loszuwerden. (S. 86) * Nordirland - Wettlauf der Dissidenten: Zwei Anschläge innerhalb von zwei Tagen brachten die Gewalt zurück auf die Insel. Sicherheitskreise konstatierten schon seit Monaten eine neue Bedrohungslage. (S. 89) * Mazedonien - Land in der Falle: Seit 18 Jahren blockiert Griechenland wegen eines bizarren Namensstreits die Nato- und EU-Ambitionen der Regierung in Skopje. Der Dauerzwist bedroht den inneren Frieden der Balkan-Republik. Ein neuer Präsident soll nun den Weg aus der Krise weisen. (S. 90) * Burma - Blanker Terror: Die Opposition ist machtlos, Regimegegner werden zu langer Haft verurteilt. Selten war die Junta so mächtig - auch wegen der zweifelhaften Wirkung internationaler Hilfe, klagen Exilanten. (S. 92) * RUSSLAND - Auf Knochen gebaut: Bürgerrechtler wehren sich vor Gericht gegen die Beschlagnahme von Dokumenten aus der Stalin-Zeit. Der Kreml hat sie aus ideologischen Gründen entsorgt. (S. 96) * Österreich - Abnorm, aber nicht krank: Der Inzestfall Amstetten vor Gericht: Nicht alles ist angeklagt, was Josef F. und seiner Frau vorzuwerfen wäre. Von Gisela ... (S. 98) * Ausland - Die Kunst der Krise: Global Village: In der Altstadt von Neapel schustert ein Familienbetrieb gegen China und den Weltmarkt an. (S. 102) Gesellschaft * Szene Gesellschaft - Was war da los, Herr Dufault?: Der US-amerikanische Soldat Frederick Dufault, 35, über seinen langen Lauf zum ... (S. 104) * Mark von Huisseling - Kurze Blamage (S. 104) * Internet - Gefährliche Hilfe (S. 104) * EINE MELDUNG UND IHRE GESCHICHTE - Hansis letzter Wille: Wie ein Rollstuhlfahrer einen wild gewordenen Bullen ... (S. 105) * KRIEGE - Die letzte Schlacht: Weil die Lage in Afghanistan immer weniger durchschaubar wird, möchte US-Präsident Obama mit moderaten Taliban verhandeln - Worte eines Kriegsherrn, der nicht mehr an den Sieg glaubt? Am Ende könnte das Scheitern der größten Staatenkoalition stehen, die es jemals gab. Von Ullrich ... (S. 106) * Gesellschaft - Der Lockvogel: Ortstermin: Auf der Tourismus-Börse in Berlin kämpft Island um seine Zukunft - und um die Gunst der Deutschen. (S. 118) Wissenschaft+Technik * HIRNFORSCHUNG - Gottes Platz im Kopf (S. 120) * ÄRZTE - Wellness statt Reha (S. 120) * La Isabela - Frauen an Bord? (S. 120) * INTERNET - Ein riesiges elektronisches Gehirn : Nova Spivack, 39, Chef des Internet-Portals Twine.com, über die Pläne des Physikers Stephen Wolfram für eine neue, intelligente Suchmaschine, die im Mai starten ... (S. 121) * MATERIALFORSCHUNG - Sonne heilt Kratzer (S. 121) * Studie - Bonität steht im Gesicht (S. 121) * Erderwärmung - Überlebenskampf am Nordpol: Wie stark bedroht die globale Erwärmung den Eisbären wirklich? Ist er noch zu retten, wenn das Meereis in der Arktis dramatisch schmilzt? Auf einer Konferenz in Norwegen beraten Biologen und Politiker über das Schicksal des größten Landraubtiers der Erde. (S. 122) * Kiss-Syndrom - Biedermanns schiefe Kinder: Dauerschreien, Schlaflosigkeit, asymmetri...

Details

Eger, Rudolf: Im dunkeln Erdteil. Die Abenteuer Henry Stanleys. Seinen Aufzeichnungen nacherzählt von Rudolf Eger. Einbandillustration von Willi Schnabel. Scientia Verlag Erste Aufl. 1945 Zürich
208S. 8°

Halbleinen Fadengehefteter, geprägter und illustrierter Halbleineneinband. Die Einbandkanten leicht berieben, Papier allg. nachgedunkelt, ansonsten guter Zustand. Sir Henry Morton Stanley (* 28. Januar 1841 als John Rowlands in Denbigh, Wales; 10. Mai 1904 in London), auch Bula Matari ("der die Steine bricht"), war ein britisch-amerikanischer Journalist, Afrikaforscher und Buchautor. Stanley wurde bekannt für seine Suche nach David Livingstone und die Erschließung des Kongo. Das Geburtsregister der walisischen Stadt Denbigh vermeldet für den 28. Januar 1841 die Geburt eines unehelichen Kindes: "John Rowlands, Bastard". Unter seiner unehelichen Geburt sollte der spätere Henry Morton Stanley sein Leben lang leiden. Seine Mutter, Betsy Parry, arbeitete als Hausmädchen und gebar in den kommenden Jahren noch vier weitere uneheliche Kinder. Wer sein Vater war, hat sie ihrem Sohn nie gesagt. Es gibt Spekulationen, es könne John Rowlands, ein stadtbekannter Trinker, gewesen sein oder ein verheirateter Anwalt namens James Vaughan Home. Die Mutter überließ ihr Kind zunächst der Obhut des Großvaters. Nach dessen Tod, John Rowlands war zu diesem Zeitpunkt fünf Jahre alt, gab ihn sein Onkel zunächst zur Pflege in eine Familie und später, als er das Pflegegeld nicht mehr zahlen wollte, in das Arbeitshaus "St. Asaph's Union Workhouse". Im Jahr 1847, als John Rowlands in das St. Asaph's Union Workhouse kam, stellte eine Untersuchung fest, dass die männlichen erwachsenen Bewohner des Hauses "allen möglichen Lastern anhingen". Der Leiter, ein Alkoholiker, nahm sich gegenüber den Bewohnerinnen alle Freiheiten heraus. Die Kinder teilten zu zweit die Betten, und wenn sie nicht von Erwachsenen missbraucht wurden, dann quälten die Älteren die Jüngeren, auch nachts. Bei John Rowlands führte dies zu einer lebenslangen Furcht vor körperlicher Nähe und Sexualität. Immerhin verdankte er seinem Aufenthalt in diesem Arbeitshaus eine gewisse Schulbildung. Er war ein guter Schüler, besonders an Geographie interessiert, und erhielt für seine guten Leistungen eine Bibel mit Widmung des Bischofs. Seine Mutter traf John in dieser Zeit nur ein einziges Mal, als er etwa neun war - und sie zwei weitere Kinder nach St. Asaph's brachte. Mit 15 verließ er das Arbeitshaus, freiwillig - anders als er es selbst darstellte. Er arbeitete in verschiedenen Stellungen als Tagelöhner und heuerte schließlich mit 17 auf der Windermere an, einem Schiff, das nach New Orleans segelte. Dort angekommen suchte er Arbeit und stellte sich einem Baumwollhändler vor, den er mit seiner Preisbibel beeindrucken konnte. Sein Name: Henry Hope Stanley. Rowlands Schilderungen dieser Zeit - und wohl nicht nur dieser - weichen von der Wirklichkeit ab. Er schreibt, er habe bei den Stanleys gewohnt, sei adoptiert worden und habe das Ehepaar Stanley auf Reisen begleitet. Doch leider sei erst die Frau und dann ganz plötzlich auch der Mann im Jahre 1861 gestorben. Nach dem Melderegister der Stadt New Orleans starb der ältere Stanley erst 1878, siebzehn Jahre später. Er und seine Frau hatten zwar zwei Kinder adoptiert, doch beide waren Mädchen. Sein junger Angestellter Rowlands hatte auch nie bei ihm gewohnt, und schließlich zerstritten sich Rowland und Henry Hope Stanley derart, dass sie den Kontakt zueinander abbrachen. 1861 trat der junge Mann, der sich nun Henry Stanley nannte (Morton fügte er später hinzu), der Konföderierten Armee bei, um im Amerikanischen Bürgerkrieg zu kämpfen. Im April 1862 wurde er bei der Schlacht von Shiloh in Arkansas gefangengenommen und in ein Kriegsgefangenenlager bei Chicago gebracht. Wer zu den Truppen der Union überlief, durfte das Lager verlassen. Da im Gefangenenlager Typhus umging, entschied sich Stanley für diesen Schritt. In der Armee der Nordstaaten erkrankte er und wurde daraufhin ausgemustert. Er heuerte zuerst auf verschiedenen Schiffen der Handelsmarine und im Jahre 1864 erneut bei der Kriegsmarine der Union an. Wegen seiner schönen Handschrift machte man ihn zum Schiffsschreiber auf der Minnesota. Kurz vor dem Kriegsende 1865 desertierte er und schlug sich nach St. Louis durch, wo er einen Vertrag als freier Korrespondent einer Lokalzeitung bekam. Er schrieb Berichte aus dem Wilden Westen: Denver, Salt Lake City, San Francisco. Im Tross von Generalmajor Hancock nahm er an den Indianerkriegen teil. Obwohl das Jahr seiner Berichterstattung von Friedensverhandlungen geprägt war, schrieb er über die dramatischen Schlachten, die sein Verleger erwartete. Damit erweckte er das Interesse von James Gordon Bennett Jr., dem Herausgeber des New York Herald, einer Boulevardzeitung. Bennet erkannte Stanleys journalistisches Talent und schickte ihn als Kriegsberichterstatter nach Abessinien, um von den dortigen Unruhen zu berichten. Stanley bestach auf der Durchreise in Ägypten den Cheftelegrafen und stellte so sicher, dass seine Berichte von der Front auch dann zuerst telegrafiert wurden, wenn andere Berichte vorher eingetroffen waren. Das Glück war mit ihm. Ausgerechnet am Tag nach der einzigen wichtigen Schlacht riss das Telegrafenkabel nach Malta, unmittelbar nachdem Stanleys Bericht (als einziger) übertragen worden war. Sein Verleger war begeistert. Der Herald machte ihn zum festangestellten Sonderkorrespondenten und schickte ihn in der Folgezeit unter anderem nach Spanien, um vom dortigen Bürgerkrieg zu berichten, bei dem Königin Isabella II. ihren Thron verlor. In Madrid, so will es Stanleys eigene Legende, erreichte ihn am 16. Oktober 1869 ein Telegramm seines Verlegers, das ihn sofort nach Paris beorderte. Dort erteilte ihm Bennett den Auftrag "Finden Sie Livingstone!" "Draw a thousand pounds now, and when you have gone through that, draw another thousand, and when that is spent, draw another thousand . . . and so on; but find Livingstone!" Vom schottischen Missionar und Afrikaforscher David Livingstone, einem Arzt, der im Auftrag der London Missionary Society unterwegs war, gab es seit seinem Aufbruch 1866 kein Lebenszeichen mehr. Obwohl Stanley die Geschichte später sehr dramatisch darstellte, brach er erst ein ganzes Jahr später auf. Zwischendurch berichtete er für seine Zeitung noch von der Eröffnung des Sueskanals, von Ausgrabungen in Jerusalem und schließlich aus Konstantinopel. Erst 1870 brach er von Bombay aus auf, Livingstone zu finden. Wie er es im Abessinienkrieg gelernt hatte, brach er mit einem riesigen Tross auf, 190 Männer, nur zwei weitere Briten, die übrigen afrikanische Träger. Er bewegte sich von Osten her Richtung Zentralafrika und begegnete am 10. November 1871 in Ujiji, in der Nähe des Tanganjikasees einem Europäer. "Doctor Livingstone, I presume?" - "Doktor Livingstone, nehme ich an", soll er gesagt haben. Da Stanleys europäische Begleiter die Reise nicht überlebten, die Afrikaner nie befragt wurden und Livingstone, bis zu seinem Tod ein Jahr später, nichts aufschrieb, liegt nur Stanleys Bericht vor. Die beiden Männer waren sehr verschieden: Hier der Missionar Livingstone, der Afrika und die Afrikaner liebte, ihre Sprachen lernte und keinen Profit aus seinen Reisen zog. Dort Stanley, der ehrlich zugab, den Kontinent von ganzem Herzen zu verabscheuen. Seine Bücher über Afrika heißen denn auch Durch den dunklen Weltteil oder Im dunkelsten Afrika, und dunkel war in Stanleys Augen nicht nur die Hautfarbe der Bewohner. Während Stanley in Afrika war, schrieb er seiner Verlobten Katie Gough-Roberts, einer jungen Frau aus seiner Heimatstadt Denbigh, viele Briefe, die er ihr von Häfen aus auch schickte. In einem gestand er seine wahre Herkunft, uneheliche Geburt und unglückliche Kindheit. Nach seiner Rückkehr musste er feststellen, dass sie in der Zwischenzeit einen anderen geheiratet hatte. Stanley, der Zeit seines Lebens Angst hatte, seine Herkunft könne bekannt werden, versuchte, diese Briefe wieder an sich zu bringen, doch vergebens. Die Royal Geographical Society empfing Stanley mit Hochmut, denn auch sie hatte eine Expedition ausgeschickt, Livingstone zu finden, doch zu spät. Die Echtheit der Briefe, die er von Livingstone mitgebracht hatte, wurde angezweifelt, und Königin Victoria empfing ihn zwar, urteilte danach aber, er sei ein "grässlicher kleiner Mann".

[SW: Deutsche Literatur | Nacherzählung | Biographische Schriften | Afrika | Henry Morton Stanley]

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Hoffman, Paul: Der Mann, der die Zahlen liebte. Die erstaunliche Geschichte des Paul Erdös und die Suche nach der Schönheit der Mathematik, Berlin : Ullstein 1999 ISBN: 3550069782

357 S. ; 21 cm Pappband mit Umschlag / gebundene Ausgabe - 1. Aufl.; (Mit Abbildungen auf Tafeln); In gutem Zustand. ((Auf Anfrage sende ich Ihnen gerne ein Foto. Versand auf Rechnung. Auf Wunsch auch Bezahlung per PayPal möglich))

[SW: Liebe zur Mathematik, Mathematiker, etristische Darstellung28p; XA-HU]

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