Die Kirschen der Freiheit

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Goethe, Johann Wolfgang von: Goethes Werke. Textkritisch durchgesehen und mit Anmerkungen versehen von Erich Trunz (=Hamburger Ausgabe in 14 Bänden). Dabei: 1. Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe. In zwei Bänden. Hrsg. von Ernst von Bracken, ausgestattet von E. R. Weiß mit insg. 64 Abb. Berlin, Deutsche Buch-Gemeinschaft, (1938). 503 S; 566 S. OHLn. mit Lesebändchen. 8° (Berieben, gering bestossen. Papier leicht gebräunt. Ordentliches Exemplar). 2. Die schönsten Essays von Goethe. Mit einem Nachwort von Josef Hofmiller (Bücher der Bildung, Band 5). München, Albert Langen, (ca. 1924). 230 S. Ln. mit Deckel- und Rückenschild. 8° (Lichtrandig, Rücken stark ausgeblichen, untere Ecken bestossen. Innen sauber. Akzeptables Exemplar. 3. Der heitere Goethe. Auswahl und Vorwort von August Straub (Münchner Lesebogen Nr. 112). München, Münchner Buchverlag, (1943). 23 S. Geheft. OBrosch. Kl.-8° (Etwas berieben, Seiten eselsohrig, unteres Viertel der S. 5/6 ausgeschnitten. Akzeptables Exemplar (nicht auf Foto zu sehen!). Hamburg, Christian Wegner, 1957-1960. ; sig.
Provenienzexemplar aus der Bibliothek Alfred und Gisela Andersch mit kleinem Autographen Alfred Anderschs! Andersch schrieb wohl ungern in Bücher hinein, Anstreichungen sind stets haarfein ausgeführt, ansonsten versah er jene zur Erinnerung mit Zettelchen. In dieser Ausgabe findet sich ein Zettelchen in "Faust. Zweiter Teil" im 3. Band, im 6. Band steckt in den "Wahlverwandschaften" ein gefalteter DIN-A 5 Zettel, ein Ausriss unbekannter Herkunft mit der ersten Seite eines Textes mit dem Titel "Grenzen der Freiheit in der Liebeswahl", in dem die "Wahlverwandschaften" eine wichtige Rolle spielen, im 9. Band in "Dichtung und Wahrheit" das Visitenkärtchen des Pfarrers der evangelischen Gemeinde Locarno und Umgebung, im 10. Band 2 Flecken auf den Seiten der "Campagne in Frankreich", die er wohl in dieser Ausgabe 1976 im Baseler Kantonsspital gelesen hat. Aus dieser Lektüre soll laut Stephan Reinhardt der "Impuls" für sein Gedicht "1749-1832" ausgegangen sein (Stephan Reinhardt, Alfred Andersch. Zürich, Diogenes, 1990, S. 573f), im 11. Band ist die "Italienische Reise" mit 14 Bleistiftanstreichungen versehen (da Andersch gegenüber Arno Schmidt in einem Brief vom 29.12.1956 - Arno Schmidt. Der Briefwechsel mit Alfred Andersch. Hrsg. von Bernd Rauschenbach, 3. Aufl., Zürich, Haffmans, 1989, S. 109 - erwähnt, "Goethes Tagebuch der italienischen Reise ist viel besser als seine spätere Ausarbeitung auf drei Bände.", so muss er den Text, da der Band dieser Ausgabe aus dem Jahr 1959 datiert, wohl mindestens zwei Mal gelesen haben!), in Band 12 sind aus den "Maximen und Reflexionen" 5 mit Bleistift angestrichen und eine auf beiliegendem Zettel von Andersch handschriftlich notiert: "Aufrichtig zu sein, kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. Goethe, Maximen+Reflexionen", eine weitere Anstreichung findet sich im Text "Ruysdael als Dichter".In den "Schönsten Essays von Goethe" sind im Aufsatz über das Straßburger Münster (Von deutscher Baukunst) 2 aufeinander folgende Absätze gemeinsam mit roten Ecken markiert. Andersch äußerte im Vorwort zum 1978 bei Fischer erschienen Taschenbuch "Alfred Andersch. Mein Lesebuch" auf S. 9f: "Lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, Goethes Aufsatz Von deutscher Baukunst in mein Lesebuch aufzunehmen." Im Münchner Bilderbogen ist auf S. 4 das Gedicht "Wie die Mädchen sind" angestrichen. Der "Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe" ist frei von Anstreichungen. Andersch hat in "Kirschen der Freiheit" beschrieben, wie ihn der Antiquar Dr. Herzfeld auf seine Leseerfahrungen hin prüft und dabei auch den "Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe" abfragt, vergeblich, wie Andersch bestätigt.

14 Bde. 8°. Goldgeprägtes OLn. mit Graukopfschnitt und Deckelvignette. Gering berieben und teilweise etwas bestossen auf gutem weissen Papier. Bd. 6 gering fleckig und mit kleiner Delle auf oberem Rücken, Bd. 10 obere Ecken gestaucht und Buchblock etwas gebogen. Kopfschnitt auf 2 Bdn. mit sehr kleinem Wasserfleck. Gutes Exemplar.; 1.-5. Aufl.

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Andersch, Alfred: Andersch. Sansibar oder der letzte Grund. Vater eines Mörders. Fahrerflucht. Der Tod des James Dean. Analysen und Reflexionen Unterrichtsbezogene Erläuterungen, Kommentare und Wertungen Reihe: Analysen und Reflexionen 71, Beyer, Joachim, Dezember 2001 ISBN: 3888051312 NEUBUCH!
INHALT Vorbemerkung. 1.Aus dem Interview. 2.Der Autor: Leben und Werk. 2.1 Der Mensch und Künstler. 2.2 Lebensdaten - Zeit - Werk. 3.Momentaufnahmen aus dem literarischen Werk Schreiben für die Wahrheit. 3.1 Die Kirschen der Freiheit. 3.2 Zu den Hörspielen. 3.3 Winterspelt. 3.4 Der Vater eines Mörders. 4.Sansibar oder der letzte Grund. 4.1 Das Geschehen - in weitgehender Einheit von Ort, Zeit, Handlung. 4.2 Die Charaktere - ihr Verhältnis zur eigenen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft 4.3 Fluchtpunkt Freiheit. 4.4 Sprache und Engagement. 5.Gedanken - Ansichten - Meinungen. 6.Nachbemerkung zur Neuauflage. 7.Literatur (- Auswahl -). Vorbemerkung Zum Zeitpunkt, da dieser Band in der Reihe ANALYSEN & REFLEXIONEN 1991 zum Druck vorbereitet wurde und da ich diese einleitenden Zeilen schrieb, herrschte KRIEG am Golf. Diese Vorbemerkung sollte anders ausfallen. Doch es fiel schwer, zur "Tagesordnung" überzugehen, d. h. mit jenen Gedanken zu arbeiten, die den sachlichen Vortext zu den nachfolgenden Erläuterungen bestimmen Sollten. Ich war bestürzt über das Geschehen und empfand Trauer. Ein "altes" Gedicht zum Krieg war plötzlich vor mir, ein Gedicht, das eigentlich "Geschichte" sein sollte: "Aufgestanden ist er, welcher lange schlief, Aufgestanden unten aus Gewölben tief. In der Dämmerung steht er, groß und unerkannt, Und den Mond zerdrückt er in der schwarzen Hand. (...) Über sturmzerfetzter Wolken Widerschein, in des toten Dunkels kalte Wüstenein, Dass er mit dem Brande weit die Nacht verdorr, Pech und Feuer träufelt unten auf Gomorrh." (Georg Heym) Den Lesern wünsche ich für die Gegenwart und Zukunft, dass sie Mut und Hoffnung aus der Lektüre des Romans von Alfred Andersch und weiterer Werke von ihm gewinnen. Reiner Poppe

3. A. - 96 S. - Altersempfehlung / Lesealter: ab 12 Jahre - Sprache: Deutsch - Mit Abb. u. Ktn.-Ausschnitten, 1 Tab. - 171x106x7 mm Einband:Kartoniert / Broschiert / Paperback

[SW: Andersch, Alfred | Deutsch/ Kommunikation]

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Andersch, Alfred: Das Alfred-Andersch-Lesebuch. Mit Lebensdaten und einer Bibliographie. Herausgegeben von Gerd Haffmanns. (=Diogenes-Taschenbuch ;detebe 20695) Erste Auflage dieser Ausgabe. Zürich, Diogenes, [1979]. ISBN: 325720695X
Andersch, Alfred (Pseud. Thomas Gradinger, Anton Windisch), *4.2.1914 München, 21.2.1980 Berzona (Tessin). A. absolvierte nach Gymnasiumsbesuch eine Buchhändlerlehre. Mit 18 Jahren wurde er Organisationsleiter des Kommunistischen Jugendverbandes von Südbayern. 1933 war er drei Monate im KZ Dachau inhaftiert, in den folgenden Jahren als kaufmännischer Angestellter tätig. 1944 desertierte er an der Italienfront. 1945/46 war er Redaktionsassistent der "Neuen Zeitung", München. 1946 gab er zusammen mit H.W. Richter die ein Jahr später von der amerikanischen Besatzungsmacht wieder verbotene Zeitschrift "Der Ruf" heraus. 1948-58 arbeitete er in verschiedenen leitenden Positionen in Rundfunkredaktionen; 1955-57 gab er die Zeitschrift "Texte und Zeichen" heraus. Mitbegründer der "Gruppe 47". - Bestimmt vom Glauben an die Willensfreiheit des einzelnen, charakterisiert A. in seinem Werk vor allem Außenseiter, Individualisten und nach gesellschaftlichem Kodex Gescheiterte, an sich und der Realität Leidende, die aus äußeren wie inneren Bindungen zu entfliehen versuchen. Bereits in seinem ersten Erzähltext, dem autobiographischen Bericht Die Kirschen der Freiheit, in dem er die eigene Desertion reflektiert, wählte A. das Thema der Flucht, das das Zentralmotiv seiner Werke geblieben ist. Wie in autobiographischen Erzählungen (Alte Peripherie u.a.) verarbeitet A. auch in dem Sansibar-Roman politisch-moralische Erfahrungen. Im Mittelpunkt stehen zwei entzauberte Helden der KP, die sich aus der ideellen Bindung an eine Partei, die den Apparatschiks in die Hände gefallen ist, in die private Existenz zurückziehen wollen. Als während der Nazizeit in einem kleinen Ostseedorf der Fischer Knudsen und der vom ZK entsandte Funktionär Gregor auf ein jüdisches Mädchen und einen Pfarrer der Bekennenden Kirche stoßen, der wegen einer "entarteten" Plastik in seiner Kirche in Bedrängnis geraten ist, erwacht in ihnen noch einmal der alte Traum von der großen Brüderlichkeit. Sie retten das Mädchen und die Plastik nach Schweden, jetzt "im eigenen Auftrag". Der realistische Roman zeichnet sich durch weitgehenden Verzicht auf stilistische Posen und auf oft mehr gewollte als zwingende moderne Erzähltechniken aus, denen A. später zuneigte. In dem psychologisierenden Gesellschaftsroman Die Rote flüchtet eine deutsche Chefsekretärin und frustrierte Ehefrau abrupt nach Venedig, wo sie auf eine Gesellschaft von Männern trifft, die vorwiegend aus politischen Motiven heimatlos geworden sind. - Nach einer gescheiterten Ehe und beruflichen Erfolgen als Journalist im Londoner Exil kommt der Jude Efraim während der Kuba-Krise und Spiegel-Affäre in seine Geburtsstadt Berlin, wo er dann, wie später in Rom, sich als Schriftsteller versucht; aus der Reflexion über sein Leben und seine Zeit entsteht ein tagebuchartiger Bericht. 1974 veröffentlichte A. seinen wohl literarisch wichtigsten Roman Winterspelt. Hauptschauplatz ist die Front im Westen kurz vor der Ardennen-Offensive. Leitthemen sind der Faschismus und der Marxismus. - 1976 protestierte A. mit dem Gedicht Artikel 3 (3) gegen den sogenannten Radikalenerlaß. 1975 hatte er auf Einladung die Sowjetunion besucht und wurde nach Veröffentlichung seines Aufsatzes Offener Brief an einen sowjetischen Schriftsteller, das Überholte betreffend scharf angegriffen, da A. hier erklärte, die vom Kapitalismus erzeugten Probleme könnten nur durch den Sozialismus gelöst werden. A. arbeitete auch als Übersetzer und schrieb zahlreiche Essays, Funkfeatures, Hörspiele sowie mehrere poetisch-mythisch verklärte Reisebücher, die in bestimmtem Sinne ebenfalls Fluchtbewegungen beschreiben. 1968 Nelly-Sachs-Preis und Prix Charles Veillon, 1975 Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. A. war seit 1972 Schweizer Staatsbürger. Autorenlexikon/Systhema Guter Zustand.

425 Seiten. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert. ISBN: 325720695X.

[SW: Literaturtheorie, Mann, Thomas, Essayistik, Nachkriegsliteratur, Literaturgeschichte, Deutsche Literatur, Reisebericht Reiseberichte, Reisebücher, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Essays, Ironie, Reise]

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ANDERSCH, Alfred. Konvolut von 16 Andersch-Titeln. Zürich, Diogenes,
Der Vater eines Mörders - Die Kirschen der Freiheit - Die Rote - Sansibar oder der letzte Grund - Geister und Leute - Die Blindheit des Kunstwerks (Literarische Essays und Aufsätze) - Ein neuer Scheiterhaufen für alte Ketzer (Kritiken und Rezensionen) - Aus einem römischen Winter - Mein Verschwinden in Providence (Neun Erzählungen) - Efraim - Öffentlicher Brief an einen sowjetischen Schriftsteller, das Überholte betreffend (Reportagen und Aufsätze) - Einige Zeichnungen - Flucht in Etrurien (Erzählungen) - Erinnerte Gestalten (Frühe Erzählungen) - Über Alfred Andersch: Essays - Aufsätze - Briefe - Gespräche von und mit ... Herausgegeben von Gerd Haffmans - Das Alfred Andersch Lesebuch. - Gute Exemplare.

OKarton.

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