Die Slaven
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Meyer, Klaus (Hrsg.): Berlin und Osteuropa. Ergebnisse einer Vortragsreihe. Mit Beitr. von Franz Basler ..., Wissenschaft und Stadt, Band 19, Berlin: Colloquium Verlag, 1991. ISBN: 3767807890
Hardcoverband mit Titel- und Rückentitelprägung in sehr gutem, ungenutztem Zustand. - Keine andere deutsche Stadt, ausgenommen vielleicht Wien, hat eine so lange und vielgestaltige Beziehung zu den Slaven wie Berlin. Ist der ersten Erwähnung der Stadt vor 750 Jahren zu gedenken, so gebietet es sich zugleich, auch die slavische Vergangenheit der Stadt wieder in Erinnerung zu bringen. Es war und ist vielleicht sogar noch ein alter Streit darum, von wem das Land zwischen Elbe und Oder in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung besiedelt war. Polnische Gelehrte, in erster Linie Ciekanowski und Kostrzewski, die allerdings keine Sprachwissenschaftler waren, hielten Slaven für die Ureinwohner des Landes und rechneten es zur slavischen Urheimat. Dem ist von Sprachwissenschaftlern, ganz besonders von Max Vasmer, aufs heftigste und mit guten Argumenten widersprochen worden.' In den ersten vier nachchristlichen Jahrhunderten und noch davor muß das Land germanisch besiedelt gewesen sein, weil die von antiken Autoren für dieses Gebiet erwähnten Namen am leichtesten germanisch, auf keinen Fall aber slavisch deutbar sind. Aber auch einige heute noch bekannte Namen, nämlich solche von Flüssen, schließen eine slavische Deutung aus. Hierzu gehören Namen wie Elbe, Havel, Oder, Dosse u. e. a. m.. Man pflegt sie germanisch zu deuten,' ob tatsächlich immer zu Recht, mag bezweifelt werden, eines ist aber sicher: slavisch sind sie nicht. Von einigem Interesse für die Erhellung des germanisch-slavischen Verhältnisses ist der Name Havel. Man pflegt ihn mit dem deutschen Wort Haff in Verbindung zu bringen.' Da zu dieser Sippe neben Hafen, aber auch heben, haben, Heft, ja sogar Haupt gehören und diese alle urverwandt mit lateinisch capere und albanisch kam sind, erheben sich gewisse semantische Bedenken gegen die Etymologie. Das soll uns aber nicht weiter stören. Sicher ist: Der Name ist nicht slavisch. Vielmehr wurde er von den Slaven übernommen und ihrem Lautsystem angepaßt. Ein vorgefundenes *Habula, das Ende des 8. Jahrhunderts als Habola belegt ist, wurde slavischen Substitutionsregeln entsprechend zu *Obula .. (Einleitung) , ISBN-13: 9783767807891
213 Seiten, mit Abbildungen, graph. Darst. und Karten, Gr.-8°, gebundene Ausgabe.
[SW: Geschichte. Europäische Geschichte. Berliner Geschichte. Osteuropäische Beziehungen.]
Hellmann, M., R. Olesch B. Stasiewski (Hrsg.) u. a.: Cyrillo-Methodiana. Zur Frühgeschichte des Christentums bei den Slaven 863-1963. Köln, Graz: Bählau, 1964.
Einband etwas berieben, Schnitt leicht fleckig. - Slavistische Forschungen 6. - INHALT // I. GESCHICHTLICHE UND KIRCHENGESCHICHTLICHE STUDIEN. Karl Bosl, Probleme der Missionierung des böhmischmährischen Herrschaftsraumes. Faltkarte I Viktor Burr, Anmerkungen zum Konflikt zwischen Methodius und den bayerischen Bischöfen Paul Devos / Paul Meyvaert, La date de la premiere redaction de la "Legende Italique". Ivan Dujcev, Note sulla Vita Constantini-Cyrilli Francis Dvornik, Byzantium, Rome, the Franks, and the Christianization of the Southern Slavs. Ambrosius Esser, Wo fand der hl. Konstantin-Kyrill die Gebeine des hl. Clemens von Rom? Tafel I - II. Franz Grivec, Erlebnisse und Forschungsergebnisse . Manfred Hellmann, Der Begriff "populus" in der Conversio Bagoariorum et Carantanorum Emanuel Heufelder, Ostkirche und benediktinisches Mönchtum. Kurt Holter, Insular oder italisch? Über die Grundlagen der karolingischen Buchmalerei in Salzburg. Tafel III - X Istvän Kniezsa, Zur Frage der auf Kyrill und Method bezüglichen Traditionen auf dem Gebiete des alten Ungarn. Josef Mass, Bischof Anno von Freising 854/55-875 . Agnes Cs. Sös, Ausgrabungen von Zalavar. Tafel XI - XXVI. Hermann Vetters, Der Dombau des heiligen Virgil in Salzburg. Faltkarte II; Tafel XXVII-XXXIV Franz Zagiba, Die Missionierung der Slaven aus "Welschland" (Patriarchat Aquileja) im 8. und 9. Jahrhundert. Adolf W. Ziegler, Der Konsens der Freisinger Domherrn im Streit um Methodius. II. PHILOLOGISCHE STUDIEN Henrik Birnbaum, Zur Sprache der Methodvita Klaus Gamber, Die Kiewer Blätter in sakramentargeschichtlicher Sicht. Emil Georgiev, Pis'mennost' rossov. Jos. Hamm, Zur Verskunst Konstantin-Kyrills. Valentin Kiparsky, Tschernochvostoffs Theorie über den Ursprung des glagolitischen Alphabets. Wilhelm Lettenbauer, Bemerkungen zur Entstehung der Glagolica. Stefan Sakac, Die kürzere slavische Fassung des Briefes "Gloria in excelsis Deo" Hadrians II. Johann Schröpfer, Eine armenische Quelle der slavischen Vita Methodii, Kap. IX. Adolf Stender-Petersen, Die kyrillo-methodianische Tradition bei den Polen. Boris O. Unbegaun, L'heritage cyrillo-methodien en Russie. Personen- und Autorenregister. Sach- und Ortsnamenregister. -
VIII; 505 S. u. Abb./Ktn., gebundene Ausgabe.
[SW: Cyrill, Method, Slavische Apostel, Christentum, Religion, Kirchengeschichte, Slaven]
Schubert, Hans von: Die sogenannten Slavenapostel Constantin und Methodius. Ein grundlegendes Kapitel aus den Beziehungen Deutschlands zum Südosten. Heidelberg: Carl Winter, 1916.
Einband etwas gebräunt. - Sitzungsberichte d. Heidelberger Akademie d. Wiss. Phil.-hist. Klasse Jg. 1916. 1. Abhandl. - Das Kapitel, das von den beiden sogenannten "Slavenaposteln" handelt, Constantin oder, wie man gewöhnlich sagt, Cyrill und Methodius, ist grundlegend für die Geschichte der bayerischösterreichischen Kulturmission donauabwärts, für ihre dauernden Errungenschaften und bleibenden Schranken, damit für die Geschichte Ungarns, Serbiens und Bulgariens, für die Frage, wie weit sich die südslavische Welt in die Kultur des abendländischen Europa hineinziehen ließ und läßt. Dies Kulturproblem entfaltete und entschied sich an der Frage der Religion und der Sprache, beides untrennbar verbunden. Welt-, Kultur- und Kirchenhistoriker sind an ihr ebenso interessiert wie Philologen, Deutsche wie Slaven, Römisch-katholische wie Griechisch-orthodoxe; Jesuiten und russische Gelehrte, Wiener Akademiker und böhmische Priester haben sich damit befaßt. Die Literatur ist Legion, aber sie ist ein betrübendes Zeugnis für die innern Hemmungen, die dem Historiker aus Partei, Konfession und Abstammung auch unbewußt erwachsen. Der letzten Behandlung des Gegenstandes durch den Berliner Slavisten Alexander Brückner, die 1913 unter dem anspruchsvollen Titel "Die Wahrheit über die Slaven-apostel" erschien, kann man Befangenheit im gewöhnlichen Sinn nicht vorwerfen. Dafür steht hier die Selbstsicherheit in umgekehrtem Verhältnis zur Sicherheit der Methode. (S.3). -
Vortrag. 32 S., Broschiert.
[SW: Cyrill, Methodius, Altertum, Kulturgeschichte, Religion, Philologie]
Bertholet, Alfred (Hrsg.): Religionsgeschichtliches Lesebuch, in Verbindung mit Fachgelehrten herausgegeben von Alfred Bertholet, 2. Erweiterte Auflage, Bd. 1: Die zoroastrische Religion <Das Avesta> [von Karl F. Geldner]; Bd. 2: Die Eingeborenen Amerikas [von Konrad Theodor Preuss]; Bd. 3: Die Slaven [von A. Brückner], Bd. 4: Die Religion der Griechen [von Martin P. Nilsson]; Bd. 5: Die Religion der Römer und der Synkretismus der Kaiserzeit [von Kurt Latte]; Bd. 6: Die Chinesen [von Erich Schmitt]; Bd. 7: Die Jainas [von Walther Schubring]; Bd. 8: Die Eingeborenen Australiens und der Südseeinseln [von Richard Thurnwald]; Bd. 9: Vedismus und Brahmanismus [von K. F. Geldner]; Bd. 10: Aegypten [von Hermann Kees]; Bd. 11: Der Ältere Buddhismus [von M. Winternitz]; Bd. 12: Die Germanen [von Franz Rolf Schröder]; Bd. 13: Die Kelten [von Wolfgang Krause]; Bd. 14: Der Hinduismus [von Otto Schrader]; Bd. 15: Der Mahayana-Buddhismus [von Moritz Winternitz]; Bd. 17: Die Religion des Alten Testaments [von Alfred Bertholet], 16 Bände, Tübingen, J.C.B.Mohr (Paul Siebeck) 1926-1932.
Papier leicht gedunkelt. Einbände an den Rändern etwas angeknickt. Sonst guter Zustand. -
Bertholet, Alfred (Hrsg.): Religionsgeschichtliches Lesebuch, in Verbindung mit Fachgelehrten herausgegeben von Alfred Bertholet, 2. Erweiterte Auflage, Bd. 1: Die zoroastrische Religion < Das Avesta> [von Karl F. Geldner]; Bd. 2: Die Eingeborenen Amerikas [von Konrad Theodor Preuss]; Bd. 3: Die Slaven [von A. Brückner], Bd. 4: Die Religion der Griechen [von Martin P. Nilsson]; Bd. 5: Die Religion der Römer und der Synkretismus der Kaiserzeit [von Kurt Latte]; Bd. 6: Die Chinesen [von Erich Schmitt]; Bd. 7: Die Jainas [von Walther Schubring]; Bd. 8: Die Eingeborenen Australiens und der Südseeinseln [von Richard Thurnwald]; Bd. 9: Vedismus und Brahmanismus [von K. F. Geldner]; Bd. 10: Aegypten [von Hermann Kees]; Bd. 11: Der Ältere Buddhismus [von M. Winternitz]; Bd. 12: Die Germanen [von Franz Rolf Schröder]; Bd. 13: Die Kelten [von Wolfgang Krause]; Bd. 14: Der Hinduismus [von Otto Schrader]; Bd. 15: Der Mahayana-Buddhismus [von Moritz Winternitz]; Bd. 17: Die Religion des Alten Testaments [von Alfred Bertholet], 16 Bände, Tübingen, J.C.B.Mohr (Paul Siebeck) 1926-1932, Religionswissenschaft, Religionsphilosophie Christentum Theologie
Gr. 8° (24 x 16 cm), Orig.-Kartoneinbände.




