Dostojewski Aufzeichnungen Toten
Es wurden insgesamt 35 Einträge zu 'Dostojewski Aufzeichnungen Toten' gefunden (Stand: 24.10.2011).
Sehen Sie sich die aktuell angebotenen Bücher zu 'Dostojewski Aufzeichnungen Toten' an.
Dostojewski, Fjodor M. Aufzeichnungen aus einem toten Hause (Die Meisterwerke der russischen Literatur") Freizeit-Bibliothek
Gut Arikha, Avigdor
Fjodor M. Dostojewski: Aufzeichnungen aus einem toten Hause ("Die Meisterwerke der russischen Literatur"). Freizeit-Bibliothek o.J. Roter Kunstledereinband mit Goldprägung auf Deckel und Rücken, Lesebändchen, 402 Seiten mit Frontispiz von Pietro Sarto und Illustrationen von Avigdor Arikha, guter Zustand. - Aus dem Russischen übertragen von Ruth Elisabeth Riedt. Mit einer Einführung von Marion Gras-Racic.
[SW: Rußland]
Dostojewskij (Dostojewski), Fjodor Michailowitsch: F.M. Dostojewskij: Volksausgabe der Werke in 16 Bänden (=alles erschienene). Büchergilde Gutenberg Erste Aufl. 1929 Berlin
8424S. 8°
Leinen Auf der Kreisvertretertagung des Bildungsverbandes der deutschen Buchdrucker vom 28. bis 30. August 1924 im Volkshaus zu Leipzig wurde von den anwesenden Vertretern unter dem Vorsitz Bruno Dresslers am 29.08. einstimmig die Gründung der Büchergilde Gutenberg beschlossen. Dies war die Geburtsstunde der mit Abstand ambitioniertesten und progressivsten Buchgemeinschaft auf deutschem Boden. "Bücher voll guten Geistes" in handwerklich einwandfreier Qualität sollten es sein (und waren es), die zunächst von Leipzig und ab 1926 von Berlin aus ihren Weg in die Wohnstuben der Werktätigen, der sogenannten "Kleinen Leute" fand. Vom Tag ihrer Gründung bis zur vorläufigen Zerschlagung durch die Nazis durchlief die Büchergilde eine fulminante Entwicklung. So konnte sie ihre Mitgliederzahlen von Anfangs 1200 Gründungsmitgliedern auf 85.000 im Jahr 1933, dem Jahr der Zwangseingliederung in die DAF steigern und war damit die mit Abstand größte proletarische Buchgemeinschaft der Weimarer Republik. Zum Vergleich: der sozialdemokratische Bücherkreis brachte es auf eine maximale Mitgliederzahl von 45.000. Die Volksausgabe des Gesamtwerkes von Dostojewski in 16 Bänden war die erste Klassikerausgabe im Programm der Buchgemeinschaft. Die Ausgabe setzt sich wie folgt zusammen: Band 1: Erniedrigte und Beleidigte. Roman. Übertragung von Gregor Jarcho. (557 S.)/ Band 2: Aufzeichnungen aus einem toten Hause. Übertragung von Gregor Jarcho. (445 S.)/ Band 3+4: Schuld und Sühne. Roman. Übertragung von Werner Bergengruen.(420 + 412 S.)/ Band 5 + 6: Der Idiot. Roman. Übertragung von Klara Brauner. (462 + 420 S.)/ Band 7 + 8: Die Dämonen. Roman. Übertragung von Gregor Jarcho. (505 + 595 S.)/ Band 9 + 10: Ein Werdender. Roman. Übertragung von Korfiz Holm. (419 + 438 S.) / Band 11 + 12: Die Brüder Karamasow. Roman. Übertragung von Reinhold von Walter. ( 582 + 698 S.)/ Band 13: Arme Leute. Kleine Romane und Erzählungen 1846-1848. Übertragung von Gregor Jarcho. (662 S.)/ Band 14: Weisse Nächte. Kleine Romane und Erzählungen 1848-1859. Übertragung von Gregor Jarcho.(648 S.)/ Band 15: Das Dorf Stepantschikowo. Kleine Romane und Erzählungen 1859-1865. Übertragung von Gregor Jarcho. (710 S.)/ Band 16: Der Spieler. Kleine Romane und Erzählungen 1867-1877. Übertragung von Erich Boehme. (451 S.) 16 fadengeheftete, goldgeprägte Ganzleinenbände mit Farbkopfschnitt. Die Einbände leicht berieben, aufgehellt, teilweise gering fleckig und mit vereinzeltem Abrieb der Rückenvergoldung, Schnitte vereinzelt gering fleckig, Exlibris auf Innendeckeln, Papier altersgemäß nachgedunkelt, insgesamt rundum guter Zustand diese schönen Werkausgabe. Fjodor Dostojewski war das zweite Kind von Michail Andrejewitsch Dostojewski und Maria Fjodorowna Netschajewa. Er hatte zwei Brüder und drei Schwestern (eine vierte Schwester starb kurz nach der Geburt). Die Familie entstammte verarmtem Adel; der Vater war Arzt. Nach dem Tod seiner Mutter, 1837, ließ sich Dostojewski mit seinem Bruder Michail in St. Petersburg nieder, wo er von 1838 bis 1843 an der Militärisch ingenieurtechnischen Universität Bauingenieurwesen studierte. 1839 soll sein Vater auf dem heimischen Landgut durch Leibeigene ermordet worden sein. Dostojewski war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe mit der Witwe Maria Dmitrijewna Isajewa endete 1864 nach siebenjähriger Dauer mit dem Tod Marias und war kinderlos, jedoch hatte Maria aus erster Ehe einen Sohn (Pavel). Seine zweite Frau war Anna Grigorjewna Snitkina. Aus der am 15. Februar 1867 geschlossenen Ehe, die bis zu Dostojewskis Tod andauerte, gingen vier Kinder hervor, von denen jedoch nur zwei das Erwachsenenalter erreichten. Dostojewski begann 1844 mit den Arbeiten zu seinem 1846 veröffentlichten Erstlingswerk Arme Leute . Mit dessen Erscheinen wurde er schlagartig berühmt; die zeitgenössische Kritik feierte ihn als Genie. 1847 trat er dem revolutionären Zirkel der Petraschewzen bei. Als er in deren Reihen 1849 einen später als kriminelles Schreiben apostrophierten Text des Literaturkritikers Wissarion Belinski an Nikolai Gogol vortrug, denunzierte man ihn, und er wurde zum Tode verurteilt. Der Schriftsteller sollte am 22. Dezember 1849jul./ 3. Januar 1850greg. durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden. Erst auf dem Richtplatz begnadigte Zar Nikolaus I. ihn zu vier Jahren Verbannung und Zwangsarbeit in Sibirien, mit anschließender Militärdienstpflicht. In der Haft in Omsk wurde bei Dostojewski zum ersten Mal Epilepsie diagnostiziert. 1854 trat er seine Militärpflicht im Rahmen seiner Verbannung 1854-1859[3] in Semei (Semipalatinsk) an; Protektion und Wohlverhalten verschafften ihm 1856 die Beförderung in den Offiziersrang. Nach seiner Heirat 1857 und schweren epileptischen Anfällen beantragte er seine Entlassung aus der Armee, die jedoch erst 1859 bewilligt wurde, so dass Dostojewski nach St. Petersburg zurückkehren konnte. 1859, noch zur Zeit seiner sibirischen Verbannung, entstand sein Roman Onkelchens Traum unmittelbar vor den Aufzeichnungen aus einem Totenhaus (1860). Onkelchens Traum wurde im Märzheft des "Russischen Wortes" veröffentlicht. In diesem veröffentlichte er etwas später auch die Aufzeichnungen aus einem Totenhaus ein Dokument seiner Verbannungszeit in Sibirien, an dem er seit 1856 gearbeitet hatte, der Stadt Semipalatinsk, dem Ort der Verbannung gewidmet. Gemeinsam mit seinem Bruder gründete er die Zeitschrift Zeit (Wremja, russisch: , in der im darauf folgenden Jahr sein Roman Erniedrigte und Beleidigte erschien. Bereits 1863 jedoch fiel die Zeit wegen eines vermeintlich antipatriotischen Beitrags der Zensur zum Opfer und wurde verboten. 1862, 1863 und 1865 reiste Dostojewski durch Europa; unter anderem führte ihn sein Weg durch Dresden. 1863 spielte er zum ersten Mal Roulette. 1864 starben in kurzer Folge Dostojewskis Frau, sein Bruder und sein Freund Apollon Grigorjew; die Nachfolgezeitschrift der Zeit, die Epoche, musste er aus Geldmangel einstellen. 1865 verspielte er beim Roulette in der Spielbank in Wiesbaden seine Reisekasse. Im Mittelpunkt seines 1866 erschienenen Romans Der Spieler steht ein Roulettespieler. Im selben Jahr erschien der erste der großen Romane, durch die Dostojewskis Werk Teil der Weltliteratur wurde: Schuld und Sühne (oder auch in der Neuübersetzung: Verbrechen und Strafe - Die Geschichte des heruntergekommenen und armen Studenten Rodion Romanowitsch Raskolnikow, der aus Hochmut zum Mörder wird und sich in der Folge zu einem Menschen entwickelt, der die Welt entdeckt als das, was sie ist, überzeugt durch psychologisch realistische Figuren und präzises, anschauliches Erzählen. Zugleich ist der Roman auch Abbild von Dostojewskis eigener Wandlung vom Revolutionär zum Christen. Der in nur 26 Tagen verfasste Kurzroman Der Spieler ist eine Beschreibung der Spielsucht. Kurz nach seiner zweiten Eheschließung, 1867, floh er wegen seiner hohen Schulden nach dem Zusammenbruch der mit seinem Bruder gegründeten Zeitschrift ins Ausland, um sich dem Zugriff seiner Gläubiger zu entziehen. Er wohnte längere Zeit in Dresden. In der dortigen Russisch-Orthodoxen Kirche ließ er seine Tochter Ljubow taufen. Ab 1867 lebte er vier Jahre in Genf und Vevey. Während dieses Auslandsaufenthaltes mit seiner zwanzig Jahre jüngeren Frau spielte er in den Spielbanken von Bad Homburg vor der Höhe und Baden-Baden. Erst 1871 kehrte er wieder nach Russland zurück. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, Dostojewski habe große Beträge am Roulettetisch verloren, war er ein Spieler der kleinen Münze, der oft tagelang mit dem Geld eines gerade verpfändeten Kleides seiner Frau spielte. 1868 erschien sein zweites Großwerk, Der Idiot die Geschichte des Fürsten Myschkin, der (wie Dostojewski selbst) unter Epilepsie leidet und aufgrund seiner Güte, Ehrlichkeit und Tugendhaftigkeit in der St. Petersburger Gesellschaft scheitert. Noch während seiner von ihm als zweite Verbannung empfundenen Zeit im Ausland begann er die Arbeit an Die Dämonen einem politischen Roman über die vernichtende Macht des russischen Nihilismus. Zu seinem Ende hin verlief das Leben Dostojewskis in ruhigeren Bahnen. Er verfasste seine beiden letzten großen Werke, den Roman Der Jüngling - in der Neuübersetzung Ein grüner Junge - und schließlich den Roman Die Brüder Karamasow den er in den 1860er Jahren, also in der Zeit der Entstehung von Schuld und Sühne, begonnen hatte und der die Entwicklung der Gesellschaft bis in die 1880-er Jahre behandeln sollte. Obwohl Dostojewski diesen Roman nicht beendet hat, wird er oft als die Quintessenz seines Werkes betrachtet. Fjodor Michailowitsch Dostojewski starb am 28. Januarjul./ 9. Februar 1881greg. in Sankt Petersburg an einem Lungenemphysem; an seinem Begräbnis nahmen 60.000 Menschen teil. Sein Grab befindet sich auf dem Tichwiner Friedhof des Alexander-Newski-Klosters.
[SW: Büchergilde Gutenberg 1924-1933 | Russische Literatur | Dostojewski | Werkausgabe]
Dostojewski, Fjodor M. Aufzeichnungen aus einem toten Hause. Berlin, I. Ladyschnikow Verlag o. J. (um 1925)
8° Halblederband mit goldgeprägtem Rückenschild und marmorierten Einschlagpapier. Kanten und Ecken leicht berieben sonst ein gut erhaltenes Exemplar 443 S. Übertragen von Gregor Jarcho. 3 OHLdr.
[SW: Schuld und Sühne, Die Brüder Karamasoff, Der Idiot, Aufzeichnungen aus einem Totenhaus, Raskolnikow]
Dostojewski, F.M.: Aufzeichnungen aus einem toten Hause. [Übers. von Gregor Jarcho]. Berlin. Büchergilde Gutenberg [ca 1930]. [Bestell-Nr 52915]
[Literatur, Russische Literatur]
445 S. OLn. Rücken min.geblichen.




