Engel Stadt Nichts
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Berendt, John: Die Stadt der Fallenden Engel, Heyne München 2008 ISBN: 3453811720
"Ein wunderschönes Buch mit viel exotischem Charme." (The New York Times ) "Nie war Venedig verführerischer als in Berendts begnadeten Händen." (Kirkus Review ) "Das mehrschichtige Porträt einer mythischen Stadt." (Frankfurter Allgemeine )Keine wesentlichen Gebrauchsspuren. Wenn nichts besonderes vermerkt ist, sind alle Bücher/ CD s /DVDs/Videos in einem dem Alter entsprechenden gutem Zustand. Kleinere Mängel wie Stempel, Namenseinträge, Anstreichungen etc. sind nicht immer genannt, jedoch im Preis berücksichtigt. Sehr gut - , ISBN-13: 9783453811720
Taschenbuchausgabe Taschenbuch Kein Schutzumschlag
[SW: Roman]
Mann, Heinrich: Profeossor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen, Aufbau Verlag Keine Angabe 1961 Berlin und Weimar
227S. 8°
Taschenbuch Buch der 1000 Bücher Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Professor Unrat OA 1905 Form Roman Epoche Moderne Mit dem Roman Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen - so der vollständige Titel - vollzog Heinrich Mann die Wende zum politischen Schriftsteller. Inhalt: Erzählt wird die Geschichte eines verknöcherten wilhelminischen Gymnasiastenschrecks und Kleinstadttyrannen namens Raat, dem seine Schüler den bösen Spottnamen Professor Unrat gegeben haben. Raat verwechselt die Schule mit dem Leben und sieht in den Bewohnern der Stadt nichts als ehemalige Schulversager und Dummköpfe. Bei der Verfolgung von drei Schülern, die ihm wegen ihrer Aufsässigkeit besonders verhasst sind, gerät Raat in die Hafenspelunke "Der blaue Engel", wo er sie zu erwischen hofft, um sie dann wegen ihres schulwidrig-unmoralischen Verhaltens sozial vernichten zu können. Doch das Unerwartete geschieht: Raat erliegt der erotischen Attraktion der dort auftretenden Chanteuse Rosa Fröhlich, deren Gunst der Schüler Lohmann gewonnen hatte. In zunächst geheimer, dann offener Konkurrenz mit seinen Schülern sucht Raat Tag für Tag den Tingeltangel auf und gewinnt Zugang zur Garderobe der Künstlerin. Der sinnen- und genussfeindliche Pedant erliegt der "fremden Macht" der Sängerin und überschreitet die Grenzen wohlanständiger Bürgerlichkeit. Seine Stellung wird immer unhaltbarer, das skandalöse Verhältnis in einem Prozess auch öffentlich bekannt. Als nicht mehr "staatserhaltendes Element" wird er aus dem Schuldienst entlassen. Unter den übelwollend-begehrlichen Blicken ihrer Mitbürger verleben Raat und Rosa eine schöne Zeit; sie heiraten und führen für kurze Zeit ein bohemehaftes Leben in Saus und Braus, in das sie sogar zahlreiche Honoratioren der Stadt hineinziehen. Aus dem Geächteten wird ein Bordellinhaber und Zuhälter, Spielbankhalter und Schuldenmacher, der seine Mitbürger bewusst nicht nur ins sittliche, sondern auch ökonomische Verderben stürzt. Der Schultyrann mutiert zum Anarchisten, welcher alle ins Lasterhafte verschobenen Triebe und Sehnsüchte hervortreibt, die die kleinstädtischen Honoratioren - wie Raat selbst - in sich unterdrücken mussten, um an die Bedingungen der bürgerlich-autoritären Gesellschaft angepasst leben zu können. Schließlich verfängt er sich in rasender Eifersucht auf seinen Konkurrenten Lohmann, den er in blinder Wut attackiert und dem er eine Brieftasche stiehlt. Raat und Rosa werden verhaftet und als "Fuhre Unrat" im Polizeiwagen abtransportiert. Lesarten: Professor Unrat ist im Zusammenhang mit anderen Schulgeschichten in der Literatur um 1900 - u. a. Frühlings Erwachen (1891) von Frank Wedekind (1864-1918) und Unterm Rad (1906) von Hermann R Hesse - häufig als Schulsatire und als Kritik am Zwangssystem des Gymnasiums im Wilhelminismus gelesen worden. Eine solche isolierte Lektüre greift allerdings zu kurz, weil sie die im Roman thematisierte und gestaltete Dialektik von Tyrannei und Anarchismus in der Figur Raats nicht erfasst. Weiterführender ist eine Lesart, welche die Problematik in den Vordergrund rückt, wie aus dem grotesk deformierten Repräsentanten der Macht durch die in der Frau verkörperte Erotik und Sexualität ein Mensch mit zärtlichen Zügen wird, ein lebendiges Wesen. Wirkung: 1930 verfilmte Josef von Sternberg den Roman unter dem Titel Der blaue Engel mit Marlene Dietrich und Emil Jannings in den Hauptrollen. Der Film wurde ein Welterfolg und machte den Autor auch im Ausland bekannt. R. W. Foliertes Taschenbuch. Das holzhaltige Papier insgesamt deutlich nachgedunkelt, kleiner Einriss am unteren Rand der Seite 5, einige wenige Seiten mit (produktionsbedingtem) Knick, ansonsten rundum gute Erhaltung.
[SW: Deutsche Literatur]
Verkauft wird ein Konvolut von ca. 60 Büchern zu Marienverehrung und katholischer Mystik. Bücher in deutscher (28), französischer (11), italienischer (13), spanischer (6) und englischer (4) Sprache.
Verkauft wird ein Konvolut von ca. 60 Büchern zu Marienverehrung und katholischer Mystik. Bücher in deutscher (28), französischer (11), italienischer (13), spanischer (6) und englischer (4) Sprache. Einige Titel auch zu Dämonen und Teufelsaustreibungen. Der Bestand entstammt dem Nachlass eines fanatischen Sammlers. Er kaufte die Titel großteils in Antiquariaten. Die Bücher sind überwiegend gebraucht und deshalb mit den üblichen Spuren versehen: Z.B. berieben, lichtrandig, Besitzervermerk, mit Buchhandelsaufklebern, fleckig o.ä.. Rund 1/3 des Konvoluts ist sehr schön erhalten, die Bücher wirken ungelesen. Gravierende Mängel wie z.B. Anstreichungen sind unten angegeben. Alle Bücher sind recht staubig! Die meisten Bücher des Konvoluts sind gebunden, einige auch kartoniert. Faszinierend sind die Bildbände zu Sevilla: Die Fotografen Ramon Leon (gebürtig aus Sevilla) und Tsuneo Akachi haben grandiose Bilder des Ereignisses gemacht, welche in 2 Büchern abgedruckt sind. Es stehen einem die Haare zu Berge ob der andalusischen Pracht und Spiritualität! Das beste Buch des Konvoluts scheint mir der Bildband "Religiosita popolare in Italia" des Pepi Merisio zu sein, abgedruckt sind spektakuläre Fotos einer uns Deutschen recht unbekannten Art der katholischen Frömmigkeit. Lourdes (6x dt., 1x frz., 1x span.): - Chiron, Yves: Enquete sur les miracles de Lourdes (Perrin 2000, 215 St.); - Imbert-Gourbeye: La Stigmatisation [l'extase divine et le miracle de Lourdes] (Million 1996, Reprint eines Buches von 1894, 535 St., Block leicht wellig); - Ausina/Prodomi: Lourdes (1992, 61 St., in spanisch Sprache); - Deroo: Lourdes, Stadt der Wunder oder Jahrmarkt der Illusionen? (Pattloch 1958, 195 St.); - Radspieler, W.: Lourdes, Gebet- und Erinnerungsbüchlein für die Pilger (St.Otto um 1985, 170 St.); - Bertrin: Lourdes, historisch-kritische Darstellung der Erscheinungen und Heilungen (Le Roux, Strassburg um 1910, 349 St.); - Henze: Lourdes (Leuven 1950, 200 St., unaufgeschnnitten); - Dahm, Paul: Lourdes (Kühlen um 1953, 110 St., Bildband); - Läpple, Alfred: Lourdes (Pattloch 1988, 112 St., Bildband). La Salette (1x frz., 1x dt.): - Carlier, Louis: Histoire de l'apparition de la Mere de Dieu sur la montaigne de La Salette (Desclee 1928, nouvelle Ed., 606 St.); - Höcht: La Salette, der grosse Ruf Mariens an Europa und das bedrohte Abendland (Credo 1959, 137 St.). Fatima (6x dt., 1x ital.): Allegri: Reportage da Fatima (Ancora 2000, 222 St.); - Fiebag, J.: Die geheime Botschaft von Fatima (GIE 1990, 217 St.); - Barthas: Fatima (Herder 1954, 268 St., Einbandvorderdeckel fehlt); - Hesemann, Michael: Das Fatima Geheimnis, Marienerscheinungen, der Papst und die Zukunft der Menschheit (Weltbild 2003, 314 St.); - Gonzaga de Fonseca: Maria spricht zur Welt, Fatimas Geheimnis und weltgeschichtliche Sendung (Tyrolia 1963, 472 St.); - Fatima, und es wird Frieden sein, wenn man meine Bitte erfüllt (Pattloch 1982, 143 St.); - Dahm, Paul: Fatima, Portugal und sein Marienheilgtum (Kühlen 1955, 111 St., Bildband, Umschlag lädiert). Medjugorje (1x dt., 1x frz., 1x ital.): - Hummer/Jungwirth: Medjugorje (Styria 1989, 80 St., mit Interview Ratzinger [heute Papst]: "Marienerscheinungen, Zeichen unserer Zeit"); - Kraljevic, S.: Les apparitions de Mudugorje, recit temoignages (Fayard 1984, 125 St.); - Centini: Apparizioni della Madonna, Lourdes, Fatima, Medjugoje (Vecchi Ed. um 1999, eingeschweisst). Loreto (1x dt.): - Weisensee u.a.: Das Wunder von Loreto (Teresia 1993, 270 St.). Santiago de Compostela (2x span.): Charpentier, El misterio de Compostela (Plaza 1976, 247 St.); - Martinez: El secreto de Compostela, claves ocultas del camino cosmico de Santiago (Ano Cero 2002, 96 St.). Sevilla (3x span., 1x dt., 2x frz.): - Leon/Akachi: Sevilla, die heilge Woche (Herder 1983, 138 St., dazu dass. auf frz.); - Leon/Barbeito: Sevilla, Templo de Luz (Surcos de Luz um 1990, 174 St.); - Peyre, Joseph: La passion selon Seville (Arthaud 1953, ca. 150 St.); - Colon: Guias practicas, Semana Santa de Sevilla (El Pais Aguilar 1992, 199 St.); - Burgos: Folklore de las Cofradias de Sevilla (Universidad de Sevilla 1988, 149 St.). Cordoba (1x span.): - Serna Carrion u.a.: El Rocio de siempre (Cordoba 1987, 94 St.).Italien, 11 italienische Bücher zum Thema: - Merisio, Pepi: Oro incenso mirra, religiosita popolare in Italia (Il Sabato 1982, ca. 220 St.); - La Madonna de Civitavecchia, Ha pianto tra le mie mani, Il racconto del Vescovo Mons. G. Grillo (Piemme 1997, 171 St.); - Forte/Merisio: Camminando nel presepe (d'Auria 1989, 133 St., Bildband zu Krippe in Neapel); - Tosatti, M.: Le nuove apparizioni, doce e come appare oggi la Madonna (Mondadori 2002, 186 St.); - Deroo, A.: Il miracolo della gamba amputata (Piemme 2001, 185 St.); - Messori, V.: Il Miracolo, Spagna 1640, indagine sul piu sconvolgente prodigio Mariano (Rizzoli 1998, 248 St., 2x); - Centini: Alla ricerca della Veronica (San Paolo um 2001, ca. 200 St., noch eingeschweisst, hier geht es um eine Reliquie, nämlich das Schweißtuch der Heilgen Veronica); - Menghi, G.: Il flagello die demoni (Neri Pozza 1997, 411 St., hier geht es um Teufelsaustreibung); - Guitton: La medaglia miracolosa al di la della superstizione, la Vergine a rue de Bac (San Paolo um 2000, noch eingeschweisst); - Tosatti: Inchiesta sul demonio (Piemme 2003, 218 St.); - Montichiari, Maria Rosa mystica (umm 1980, 40 St.). Frankreich, 5 frz. Bücher zum Thema: - Bouflet/Boutry: Un signe dans le ciel, les apparitions de la Vierge (Grasset 1997, 475 St.); - Yvanoff, Xavier: La chair des anges, les phenomenes corporels du mysticisme (Seuil 2002, 403 St.); - Chiron: Enquete sur les apparitions de la Vierge (Perrin-Mame 1995, 429 St.); - Becker: L'Eglise hantee de Delan, revelations sur l'enquete (jmg 2000, 143 St.). Deutschland, 12 deutsche Bücher zum Thema: - Schwering/Loose: Gelobt seist du Maria, volkstümliche Darstellungen des Wallfahrtsbildes von Kevelaer (Herder 1987, 131 St.); - Hierzenberger/Nedomansky: Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria, vollst. Dokumentation durch 2 Jahrtausende (Pattloch 1993, 557 S.); - Klosa, Das Wunder von Konnersreuth in naturwissenschaftlicher Sicht (Pattloch 1974, 231 St.); - Hanauer, Josef: Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit in der katholischen Kirche, der "Fall Konnersreuth" (Fischer 1999, 141 St.); - Herbstrith, Therese von Lisieux (Neue Stadt 1997, 215 St.); - Fenzl, Fritz: Wahre Wunder, Aufzeichungen aus dem geheimen Archiv des Pater Frumentius über das Wirken von Engeln und Dämonen (Nymphenburger 2000, 204 St.); - Holbe/Gruber: Magie, Madonnen und Mirakel, unglaubliche Geschicten aus Italien (Knaur TB 1987, 236 St.); - Giovetti: Engel, die unsichtbaren Helfer der Menschen (Heyne TB 1991, 219 St.); - Rathgeber, A.: Maria wir rufen zu dir, ein Buch von Unserer Lieben Frau und ihren Gnadenstätten (Pröbster 1960, 448 St.); - Cornwell: Mächte des Lichts und der Finsternis, okkulte Phänomene im Christentum, Mysterien oder Manipulation? (Heyne TB 1996, 348 St.); - Künstlerische Auto-Reisewege der wichtigsten Wallfahrtsorte Italiens (ENTE um 1960, Landkarte). Vatikan (2x engl., 1x frz.): - Ambrosini, Luisa: The secret archives of the Vatican (Little Brown 1969, 365 St.); - Hogue, John: The last pope, the prophecies of St. Malachy for the new millennium (Element 1998, 400 St.); - Calendrier: La derniere Paques, les cles de la prophetie de Saint Malachie (Sang de la Terre 1997, 238 St.). Amerika (2x engl.): - Bramly: Macumba, the teachings of Maria-Jose, mother of the gods (Avon 1979, 220 St.); - Holt, Terror in the name of god, the story of the sons of freedom Doukhobors (McClelland 1964, 309 St., kanadisches Buch über religiös verwirrte Sektierer, die gerne nackt beten - hat nichts mit Katholizismus zu tun, sei dennoch beigegeben. Absurde FKK-Bilder!!!).
Mann, Heinrich: Professor Unrat. Mit Illustrationen von Günther Stiller. Büchergilde Gutenberg (Lizenz des Claassen Verlags, Düsseldorf) Lizenzausgabe 1974 Frankfurt am Main, Wien und Zürich ISBN: 3763218130
246S. 8°
Leinen Fadengehefteter, geprägter Ganzleineneinband mit illustrierten Vorsätzen und illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag leicht berieben, angerändert und nachgedunkelt, Kopfschnitt staubgedunkelt, ansonsten guter, nahezu sehr guter Zustand. Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen ist eines der wichtigsten Werke Heinrich Manns. Professor Unrat entstand in einigen Monaten des Jahres 1904 und erschien ein Jahr später. In Manns Heimatstadt Lübeck, deren Einwohner für den Roman herhalten mussten, wurde das Buch möglichst totgeschwiegen und, wenn das nichts half, negativ kritisiert. Es herrschte faktisch ein Verbot des Buches. Durch die zahlreichen Übersetzungen und durch die Verfilmung als Der blaue Engel mit Marlene Dietrich erlangte das Buch Weltruhm. Manche sahen im Professor Unrat eine Karikatur des deutschen Bildungsbürgers der Wilhelminischen Epoche. Es zeigte, welche Höhe die Doppelmoral des Bürgertums erreichen kann, wenn es sich von Sekundärtugenden bestimmen lässt, und ist ein Dokument für die Mentalität in Deutschland vor den Weltkriegen. Der 57-jährige Gymnasiallehrer Raat lebt allein und zurückgezogen. Er ist verwitwet und hat sich von seinem Sohn losgesagt, weil dieser viermal durchs Examen gefallen ist und sich mit verschiedenen unverheirateten Frauenzimmern in der Öffentlichkeit sehen lässt. Als Professor ist er allerdings eine Legende. Aus beinahe jeder Familie des Ortes war der eine oder andere Sprössling einst Schüler des strengen Professors. Der Spitzname "Unrat", mit dem er hinter seinem Rücken gerufen wird, hat mittlerweile Tradition im Ort. Jeder ruft ihn so und bringt ihm damit eine gewisse ironische Wertschätzung entgegen, die Raat allerdings nicht erkennt. Für ihn ist die Verunglimpfung seines Namens ein Angriff auf seine Person und ein Zeichen von Respektlosigkeit. Der Schulalltag ist für ihn ein täglicher Kampf, seine Schüler sind seine Feinde, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. So stellt er ihnen Aufgaben, die sie nicht lösen können, um sie daraufhin zu bestrafen. Im 17-jährigen Sohn des Konsuls Lohmann hat Unrat in der Schule einen besonderen Gegenspieler: er ist intelligent, durch Strafen nicht zu treffen und weiß genau, wie er den Professor in Rage bringen kann. Als Raat ihn wegen der Verwendung des Spitznamens "Unrat" in ein finsteres Garderobenzimmer, das "Kabuff", verweist, bemerkt er im Aufsatzheft des Schülers ein Gedicht mit dem Titel "Huldigung an die hehre Künstlerin Fräulein Rosa Fröhlich". Um Lohmann endlich zu Fall zu bringen, macht sich Raat auf die Suche nach diesem "Fräulein Rosa Fröhlich". Er findet heraus, dass sie als "Barfußtänzerin" in dem Vergnügungslokal "Der blaue Engel" auftritt. Sich selbst einredend, dass es ihm nur um das Wohl seiner Schüler ginge, betritt er die Wirtschaft. Dort widerfährt ihm jedoch ein Missgeschick nach dem anderen, bis seine Schüler auf ihn aufmerksam werden. Als er durch eine Tür flieht, steht er plötzlich vor Rosa Fröhlich. Obwohl er sie anherrscht, sie solle aufhören, seine Schüler zu verführen, und die Stadt verlassen, nimmt sie ihn vor ihren Kollegen in Schutz und bietet ihm Wein an. Die von seinen Schülern umworbene "Künstlerin" verfehlt auch beim Professor nicht ihre Wirkung. Am nächsten Morgen herrscht in der Schule ein gespannter Waffenstillstand: Raat befürchtet, dass seine Schüler ihn in der Klasse lächerlich gemacht haben - die Schüler befürchten, zum Direktor zitiert zu werden. Nach Schulschluss will Raat unbedingt vor seinen Schülern bei Rosa Fröhlich sein. Er kann es nicht ertragen, dass die Schüler ihr Wein und Blumen schicken. Rosa umgarnt den Professor, erklärt, sie habe die Blumen von den Schülern weggeworfen, und lässt sich von ihm beim Umkleiden helfen. Raat gerät immer mehr in ihren Bann. Er erfüllt ihr alle Wünsche, teure Speisen im Restaurant, neue Kleider, ein möbliertes Appartement, er sortiert ihr sogar die Wäsche. Sie "steht jetzt unter seinem Schutz". So sorgt er nicht nur dafür, dass seine Schüler ihr nicht zu nahe kommen, er hält auch andere Verehrer von ihr fern und wirft etwa einen Schiffskapitän hinaus, der sie in der Künstlergarderobe besuchen will. Immer weniger kümmert es Raat, was die Leute über ihn denken. Weder seine Wirtschafterin, die sich über Rosas Besuche beschwert, noch eine Rüge seines Schuldirektors vermag ihn zu beeindrucken. Er geht sogar so weit, öffentlich Rosas Ehre zu verteidigen, als sie beschuldigt wird, zusammen mit seinen Schülern ein Hünengrab verwüstet zu haben. Erst als Rosa zugeben muss, bei der wüsten Feier am Hünengrab teilgenommen zu haben, zieht er sich am Boden zerstört zurück. Er wird aus dem Schuldienst entlassen. Als der Pastor gegen Rosa argumentiert, verteidigt Raat sie und fasst den Vorsatz, sie zu heiraten, wovon er auch nicht ablässt, als er erfährt, dass Rosa eine Tochter hat. Doch nach zwei Jahren Ehe mit Rosa ist Raat finanziell ruiniert. Eine Freundin Rosas gibt ihm den Rat, Unterricht zu geben. Der "Unterricht" sieht bald so aus, dass die Herren der Stadt sich in seinem Haus bei Spiel und Wein treffen und Rosa ihnen sehr geschickt und diskret zu Diensten ist. Am Ende tritt Lohmann erneut in Raats Leben. Rosa trifft den ehemaligen Schüler in der Stadt und lädt ihn in ihre Wohnung ein. Dort bietet Lohmann an, all ihre Schulden zu bezahlen, und legt die aufgeklappte Brieftasche auf den Tisch. Als Rosa auch noch sein altes Gedicht aus dem Schulaufsatz singt, stürzt der eifersüchtige Raat aus dem Nebenzimmer und versucht, ihr die Kehle zuzudrücken. Dann greift er nach Lohmanns Brieftasche und stürzt hinaus. Kurz darauf wird das Ehepaar Raat verhaftet. Die ehrbaren Bürger, die noch vor kurzem gern in sein Haus kamen, haben für den Professor jetzt nur noch Hohn und Spott übrig.
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