Fidus
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(RENTSCH, ARNO): FIDUSWERK / KONVOLUT; ; sig.; 1. Ed.
--- Dabei: 8 Postkarten (Orig.Fotos) von Fiduswerken: 3 / Vom Himmel; 5 / Birkenmärchen; 11 / Sonnenblumen-Elfen; 16 / Beethoven; 48 / Die Beichte; 101,102,103 / Tempeltanz der Seele I,II,III; 1 Spruchkarte von Adalbert Reinwald, gezeichnet v. Fidus (Postkarte); Michael-Antlitz (Postkarte, unfrisch) von Fidus, wohl vom Sekretär des St.Georgs-Bund Woltersdorf für Bezahlung eines Mitglieder-Beitrages; Fidus im Werkraume (Originalfoto-Postkarte) von Architekt R. Epp (Fidus am Schreibtisch vor Bücherstapeln u. Bildern); Fidushaus, Woltersdorf bei Erkner, Berlin (Postkarte), vor- und rückseitig von Fidus handschriftlich be- und unterschrieben (datiert 9.8.1917). Hübsches Konvolut des geschätzten Jugendstilkünstlers, der sich lebens- und kunstreformerisch betätigte, bis schliesslich hin zu völkischen Idealen !!! VERSAND AUF WUNSCH AB DEUTSCHLAND !!!
Eine Einführung in das Leben und Wirken des Meisters Fidus durch A. Rentsch, mit vielen Bildproben und grundlegenden Selbstäusserungen des Künstlers; 184 S. mit zahlr. zT. farb. Abb., Vlg der Schönheit, Dresden 1925, gr-8°, Orig.Halbleinen, stellenw. schwach gebräunt ** EA
Fidus,
Fidus (d. i. Hugo Höppener, 1868-1948), Zeichner und Illustrator. E. Brief mit U. und eine hinzugehörige e. Bildpostkarte mit U. ("Fidus"). O. O., 30. August 1929. Zusammen (2+1=) 3 SS. auf 2 Bll. Qu.-(gr.-)8°. - An den Maler und Lehrer Adolf Brusch (1881-1958): "Vorgestern erhielt ich meine 12 kleinen Zeichnungen wohlbehalten zurück; und heute sende ich Ihnen die ausgewählte mit den gewünschten Änderungen zurück. Wenn Sie durchaus einen Überlege-Rahmen (passepartout) darüber legen wollen so lassen Sie nur den Buchbinder nicht mehr als rings 3 mm wegdecken. Diese Handwerker haben mir schon manchmal ganze ausgestaltete Bildsäume nicht nur weggedeckt, sondern auch weggeschnitten, weil es ihnen nur auf das Mittelstück' ankam, welches nach dem Sprichwort das Beste' ist, oder weil sie zu bequem waren genau zu messen u. einzupassen [...]". - Auf der Bildpostkarte erläutert Fidus ein weiteres Detail zur erwähnten Randfrage: "z. B. hier [gemeint ist die umseitige Reproduktion seines "Aquarell-Entwurfs" "Lenzweben" a. d. J. 1915] würde ein weisser Rand allen Schnee töten und die Randfiguren frieren' lassen! Die Fleischfarbe [der Umrandung] habe ich allerdings nicht gewollt, sondern hellbraunes Farbmuster angegeben. Aber ein Drucker ist eben auch so ein Buchbinder'!" - Der Brief mit gestemp. Adresse; ohne die erwähnte Beilage.
Fidus (d. i. Hugo Höppener, 1868-1948), Zeichner und Illustrator. E. Brief mit U. und eine hinzugehörige e. Bildpostkarte mit U. ("Fidus"). O. O., 30. August 1929. Zusammen (2+1=) 3 SS. auf 2 Bll. Qu.-(gr.-)8°. - An den Maler und Lehrer Adolf Brusch (1881-1958): "Vorgestern erhielt ich meine 12 kleinen Zeichnungen wohlbehalten zurück; und heute sende ich Ihnen die ausgewählte mit den gewünschten Änderungen zurück. Wenn Sie durchaus einen Überlege-Rahmen (passepartout) darüber legen wollen so lassen Sie nur den Buchbinder nicht mehr als rings 3 mm wegdecken. Diese Handwerker haben mir schon manchmal ganze ausgestaltete Bildsäume nicht nur weggedeckt, sondern auch weggeschnitten, weil es ihnen nur auf das Mittelstück' ankam, welches nach dem Sprichwort das Beste' ist, oder weil sie zu bequem waren genau zu messen u. einzupassen [...]". - Auf der Bildpostkarte erläutert Fidus ein weiteres Detail zur erwähnten Randfrage: "z. B. hier [gemeint ist die umseitige Reproduktion seines "Aquarell-Entwurfs" "Lenzweben" a. d. J. 1915] würde ein weisser Rand allen Schnee töten und die Randfiguren frieren' lassen! Die Fleischfarbe [der Umrandung] habe ich allerdings nicht gewollt, sondern hellbraunes Farbmuster angegeben. Aber ein Drucker ist eben auch so ein Buchbinder'!" - Der Brief mit gestemp. Adresse; ohne die erwähnte Beilage.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
FIDUS - RENTSCH, Arno. Fiduswerk. Eine Einführung in das Leben und Wirken des Meisters Fidus. Mit vielen Bildproben und grundlegenden Selbstäusserungen des Künstlers.
Frecot/Geist/Kerbs S. 376. - Frontispiz (Porträt-Fotogr. von Fidus) fehlt. - Monographie des Freundes und musikalischen Begleiters (Violinist im Berliner Philharmonischen Orchester) von Hugo Höppener. - Ecken u. Kapitale gering berieben , Innengelenke gebrochen u. mit Papierstreifen repariert. - Beigabe: 5 s/w Tafeln mit Abb. v. Fidus-Bildern.
Dresden, Verlag der Schönheit 1925. 25,7 : 18,2 cm. 184 S. mit sehr zahlr., teils farb. Abb., Vignetten u. Farbtafeln. OHLeinen mit Deckelillustr. von Fidus in Schwarz u. Grün. - (Kunstgabe I der Schönheit).
[SW: Kunst und Künstler]
Fidus (eig. Hugo Höppener) - (diverse Verfasser). Zukunftsehe. Eine Sammlung von Bekenntnissen mit Bildern von Fidus. Ohne Ort und Verlag, Lenzing (März) 1925.
Mit Textbeiträgen von Bruno Wille, Fidus, Gertrud Prellwitz u.a. Buchausgabe mit den im gleichen Jahr in einer Sondernummer der Zeitschrift "Die Schönheit" erschienenen Beiträgen. Zu den sexualreformerischen Ideen Fidus, der sich den lebensreformerischen Ideen des Vegetarismus, der Lichtgläubigkeit, der Freikörperkultur und anarcho-sozialistischen Vorstellungen von Bodenreform und Pazifismus verschrieben hatte. Er war mit seiner spezifischen, stark von esoterisch-mystischen Ideen durchdrungenen Jugendstil-Kunst von großem Einfluß auf die Jugendbewegung. Später wandte er sich dem völkisch-nationalen Umfeld zu und war seit 1932 NSDAP-Mitglied, obwohl er sich schon 1925 in seiner Schrift "Den Rasse-Raßlern" gegen die Utopie einer Reinrassigkeit gewandt hatte. Seine Kunst wurde von den neuen Machthabern auch fast durchweg abgelehnt und das SS-Blatt "Das Schwarze Korps" nannte ihn einen Verkitscher nordischer Kunst. Eine für den Reichsparteitag 1936 geplante Kunstausstellung platzte, weil Hitler, der bereits vorab dort Monumentalportraits von ihm sah, wohl so angewidert war, daß er befahl alle Werke zurückzuschicken. 1937 wurde der Verkauf seiner Kunstdrucke und Mappen verboten, darunter auch ein Hitler-Portrait, das auf Postkarten verbreitet wurde und das der Führer persönlich verbieten ließ.
Gr.8°. 68 S. mit zahlreichen, teils ganzseitigen und teils mit Tonplatte bzw. zweifarbig gedruckter Illustrationen im Text sowie eine Farbtafel mit Abbildungen nach Gemälden und Zeichnungen von Fidus. Illustriertes Ohln. Kleines Braunfleckchen auf hinterem Einbanddeckel. Sehr gutes Exemplar.




