Gesichter der Juden Auschwitz

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Es wurden insgesamt 8 Einträge zu 'Gesichter der Juden Auschwitz' gefunden (Stand: 07.02.2012).

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Friedländer, Saul: Die Jahre der Vernichtung 1939-1945 Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Sachbuch und Essayistik 2007 und mit dem Pulitzer Prize 2008, BECK, September 2006 ISBN: 3406549667
David Moffie wurde am 18. September 1942 an der Universität Amsterdam zum Doktor der Medizin promoviert. Auf einem anläßlich dieses Ereignisses aufgenommenen Photo stehen Professor C. U. Ariens Kappers, Moffies Doktorvater, und Professor H. T. Deelman zur Rechten des frischgebackenen Doktors, der Assistent D. Granaat zu seiner Linken. Ein weiteres Mitglied des Lehrkörpers, das von hinten zu sehen ist, möglicherweise der Dekan der medizinischen Fakultät, steht ihnen gegenüber auf der anderen Seite eines großen Schreibtisches. Im Hintergrund sind - etwas unscharf - die Gesichter einiger der Menschen zu erkennen, die sich in dem kleinen Saal drängen - zweifellos Familienmitglieder und Freunde. Die Angehörigen des Lehrkörpers sind in ihre akademischen Festgewänder gekleidet, während Moffie und Assistent Granaat einen Smoking und einen weißen Schlips tragen. Am linken Revers seiner Smokingjacke trägt Moffie einen handtellergroßen Stern mit dem Aufdruck "Jood": Moffie war der letzte jüdische Student an der Universität Amsterdam in der Zeit der deutschen Besatzung. Dem akademischen Ritual entsprechend fielen gewiß die üblichen Worte des Lobes und der Dankbarkeit. Von anderen Kommentaren wissen wir nichts. Kurz darauf wurde Moffie nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Ebenso wie zwanzig Prozent der niederländischen Juden hat er überlebt; der größte Teil der bei dieser Zeremonie anwesenden Juden ist umgekommen. Das Bild wirft einige Fragen auf. Wie war es beispielsweise möglich, daß die Zeremonie am 18. September 1942 stattfand, obgleich jüdische Studenten mit Wirkung vom 18. September aus den niederländischen Universitäten ausgeschlossen worden waren Die Herausgeber des Bandes Photography and the Holocaust fanden die Antwort: Der letzte Tag des akademischen Jahres 1941/42 war Freitag, der 18. September 1942; das Wintersemester 1942/43 begann am Montag, dem 21. September 1942. Die dreitägige Zwischenzeit ermöglichte Moffies Promotion, obwohl der Ausschluß jüdischerStudenten bereits obligatorisch geworden war.

NEUBUCH! 2006. 869 S. 23 cm 228 mm x 154 mm x 53 mm 2 Abb.

[SW: Pulitzer Prize, Preis der Leipziger Buchmesse; Sachbuch / Essayistik, Holocaust, Drittes Reich]

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Wander, Fred ; Erzählung ; Der siebente Brunnen ; Krieg;Juden; Der siebente Brunnen von Fred Wander;Erinnerungen;Haft;Zwangsarbeit Wander, Fred: Der siebente Brunnen, Berlin ; Weimar : Aufbau-Verlag 1987 ISBN: 3351003978

5. Aufl. 20 cm Umschlagkanten teils bestoßen 5. Aufl. - Vor kaum mehr als zehn Jahren haben Bücher von Georges-Arthur Goldschmidt, Ruth Klüger,Louis Begley und Imre Kertesz neue Formen des Sprechens über den Holocaust gefundenund damit die Frage des "Weiterlebens" mit der Erinnerung auf eindringliche Weise an denLeser übermittelt. "Der siebente Brunnen" ist zwanzig Jahre älter und gehört doch genau zu diesen Büchern."Wie soll man Geschichten erzählen, die fast alle mit Tod, mit Mord, mit Erschießen, Erschlagen, Verhungern, Erfrieren, mit Gaskammer und Galgen enden 7 Geschichten, die nicht erfunden sind, an denen der Autor nichts erfinden darf.Anti-Geschichten also, denn die sie in Szene setzten, hatten es auf das Ende der Geschichte und aller Geschichten angelegt.. Wie das erzählen, ohne davon erdrückt zu werden oder unzulässigerweise zu beschwichtigen 7 Wander hat das Problem des Erzählens, des Redens unter solchen Umständen überhaupt zum Motiv seines Buches gemacht. Vom erstenKapitel an denkt er über die Voraussetzungen menschlicher Sprache, des einander Zu-Spre-chens und Miteinanderredens nach ...Wenigstens einige aus diesem Heer der Anonymität entreißen, in der man sie umkommen lassen wollte. Wenigstens einige Namen aufrufen, einige Stimmen wiedererwecken, einige Gesichter aus der Erinnerung nachzeichnen ...Er schildert sie, unterschiedlich, wie sie sind,Starke und Schwache, sich Auflehende undPassive, Fromme und Ungläubige, Stolze und Demütige, Junge und Alte, Juden aus Europaund Franzosen, Russen, Ukrainer. : Alles zur Einheit gebracht durch die immer anwesendePerson des Erzählers, der den Leser an seinem einmaligen, persönlichen Versuch, sich derwichtigsten Erfahrung seines Lebens zu stellen,teilnehmen läßt.Davon eben geht die Wirkung des Buches aus."(Christa Wolf 1972)Fred Wander, geboren 191 7 in Wien, verließmit 14 die Schule: Er war Gelegenheitsarbeiter,imigrierte 1938 von Wien nach Frankreich, wo er 1939 interniert und von wo er schließlich nach Auschwitz und Buchenwald deportiert wurde. Nach dem Krieg ging er zurück nach Wien, arbeitete als Fotograf und Zeitungsreporter. 1958 übersiedelte er in die DDR, die er nach dem Tod von Maxie Wander wieder verließ; seit 1983 lebt er wieder in Wien.Erzählung.Beschreibung, Der Schlüssel zu diesem Werk ist ein Erzähler, der nie den staunenden Blick, mit dem jeder das Leben anfängt, verloren hat. Das Böse, so oft er sich damit konfrontiert sah, verursachte mehr Kopfschütteln als Haß. Freilich kommt die Auseinandersetzungmit dem Bösen seiner Menschenliebe in die Quere, aber jenes kann diese in ihren Grundfesten nicht erschüttern. Wie er an dieser Menschenliebe festhält - nämlich nicht mit Grundsätzen, ob philosophischer oder theologischer Provenienz, sondern mit der Neugier des Beobachters verschiedener Leute - das macht den eigentümlichen Reiz dieses Buches aus, seine Originalität, den Unterschied zu anderen Büchern über die Lager

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Wander, Fred ; Erzählung ; Der siebente Brunnen ; Krieg;Juden; Der siebente Brunnen von Fred Wander;Erinnerungen;Haft;Zwangsarbeit Wander, Fred: Der siebente Brunnen / Fred Wander, Berlin, Weimar : Aufbau-Verlag 1987 ISBN: 3351003978

143 S. 20 cm, gebräunt und fleckig 5. Aufl. - Vor kaum mehr als zehn Jahren haben Bücher von Georges-Arthur Goldschmidt, Ruth Klüger, Louis Begley und Imre Kertesz neue Formen des Sprechens über den Holocaust gefundenund damit die Frage des "Weiterlebens" mit der Erinnerung auf eindringliche Weise an denLeser übermittelt. "Der siebente Brunnen" ist zwanzig Jahre älter und gehört doch genau zu diesen Büchern. "Wie soll man Geschichten erzählen, die fast alle mit Tod, mit Mord, mit Erschießen, Erschlagen, Verhungern, Erfrieren, mit Gaskammer und Galgen enden 7 Geschichten, die nicht erfunden sind, an denen der Autor nichts erfinden darf.Anti-Geschichten also, denn die sie in Szene setzten, hatten es auf das Ende der Geschichte und aller Geschichten angelegt. Wie das erzählen, ohne davon erdrückt zu werden oder unzulässigerweise zu beschwichtigen 7 Wander hat das Problem des Erzählens, des Redens unter solchen Umständen überhaupt zum Motiv seines Buches gemacht. Vom erstenKapitel an denkt er über die Voraussetzungen menschlicher Sprache, des einander Zu-Sprechens und Miteinanderredens nach ... Wenigstens einige aus diesem Heer der Anonymität entreißen, in der man sie umkommen lassen wollte. Wenigstens einige Namen aufrufen, einige Stimmen wiedererwecken, einige Gesichter aus der Erinnerung nachzeichnen ... Er schildert sie, unterschiedlich, wie sie sind, Starke und Schwache, sich Auflehende undPassive, Fromme und Ungläubige, Stolze und Demütige, Junge und Alte, Juden aus Europaund Franzosen, Russen, Ukrainer. : Alles zur Einheit gebracht durch die immer anwesende Person des Erzählers, der den Leser an seinem einmaligen, persönlichen Versuch, sich derwichtigsten Erfahrung seines Lebens zu stellen,teilnehmen läßt. Davon eben geht die Wirkung des Buches aus. "(Christa Wolf 1972) Fred Wander, geboren 191 7 in Wien, verließmit 14 die Schule: Er war Gelegenheitsarbeiter,imigrierte 1938 von Wien nach Frankreich, wo er 1939 interniert und von wo er schließlich nach Auschwitz und Buchenwald deportiert wurde. Nach dem Krieg ging er zurück nach Wien, arbeitete als Fotograf und Zeitungsreporter. 1958 übersiedelte er in die DDR, die er nach dem Tod von Maxie Wander wieder verließ; seit 1983 lebt er wieder in Wien. Erzählung. Beschreibung, Der Schlüssel zu diesem Werk ist ein Erzähler, der nie den staunenden Blick, mit dem jeder das Leben anfängt, verloren hat. Das Böse, so oft er sich damit konfrontiert sah, verursachte mehr Kopfschütteln als Haß. Freilich kommt die Auseinandersetzungmit dem Bösen seiner Menschenliebe in die Quere, aber jenes kann diese in ihren Grundfesten nicht erschüttern. Wie er an dieser Menschenliebe festhält - nämlich nicht mit Grundsätzen, ob philosophischer oder theologischer Provenienz, sondern mit der Neugier des Beobachters verschiedener Leute - das macht den eigentümlichen Reiz dieses Buches aus, seine Originalität, den Unterschied zu anderen Büchern über die Lager.

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Klarsfeld, Beate; Klarsfeld, Serge: Endstation Auschwitz Die Deportation deutscher und österreichischer jüdischer Kinder aus Frankreich. Ein Erinnerungsbuch, BÖHLAU, August 2008 ISBN: 3412201561
Während der deutschen Besatzung Frankreichs wurden zu bewahren. von dort rund 76.000 Juden in die Vernichtungslager de-portiert, darunter über 11.000 Kinder, die nach dem Transport sofort ermordet wurden. Etwa 800 dieser Kin-der stammten aus Deutschland und Österreich. Von dort waren sie mit ihren Eltern vor den Nationalsozialisten nach Frankreich geflohen. Mit großem Engagement haben Beate und Serge Klarsfeld alle verfügbaren Informationen über diese Kinder zusammengetragen, um an ihr Schicksal zu erinnern und sie vor dem Ver-gessen zu bewahren. Es finden sich Briefe der Kinder an ihre Eltern und Freunde, teilweise in Handschrift, und andere Dokumente wie Kopien von Reisepässen, Deportationslisten oder Zeitungsartikel. Viele Lebensläufe lassen sich so gut dokumentieren. Neben Lebensdaten, Herkunftsort der Kinder und Nummer ihres Transports blicken uns auf etwa 200 Fotos ihre Gesichter an. Mit diesem Buch soll an das Leben der ermordeten Kinder erinnert werden. Es hebt sie aus deranonymen Masse der Opfer heraus und macht sie wieder als Individuen sichtbar.Ein Vorwort von Serge Klarsfeld leitet das Buch ein. Es folgen die rekonstruierbaren Lebensläufe von 163 Kindern mit Fotos und anderen Dokumenten sowie eine vollständige Liste der ermittelten Kinder.

NEUBUCH! 2008. 187 S. m. zahlr. Abb. 24 cm 243 mm x 164 mm x 18 mm 200 s/w-Abb.

[SW: Österreich, Geschichte; Biografien, Kind, Holocaust; Biografien, Frankreich, Geschichte; Biografien, Flucht; Berichte/Erinnerungen, Deutschland, Geschichte; Biografien, Deutsche Besatzung; Biografien, Deportation; Biografien, Auschwitz (Konzentrationslager); Biografien]

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