Haggard Sie
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Haggard, Henry Rider: Sie. Ein Abenteuerroman. Aus dem Englischen von Helmut Degner. Umschlagzeichnung von Tomi Ungerer. Diogenes Verlag 5.Aufl. 1984 Zürich ISBN: 3257202369
376S. 8°
Taschenbuch Einbandkanten leicht berieben, Schnitte und Hinterdeckel gering fleckig, Rücken leseknickig, Exlibris auf Innendeckel, ansonsten guter Zustand. Sie ist ein Roman des britischen Schriftstellers Sir Henry Rider Haggard. Das Buch wurde erstmals 1887 unter dem Titel She - A History of Adventure veröffentlicht. Die erste deutsche Übersetzung erschien 1970. Das Buch wurde seit 1908 vielfach verfilmt , besonders erfolgreich 1935 mit Helen Gahagan in der Titelrolle und erneut 1965 mit Peter Cushing und Ursula Andress mit dem deutschen Titel Herrscherin der Wüste. Der Ich-Erzähler des Romans, Ludwig Horace Holly, ist Privatgelehrter in Cambridge. Um den letzten Willen seines einzigen Freundes Vincey zu erfüllen, nimmt er dessen minderjährigen Sohn Leo zu sich. Gleichzeitig erhält Holly die Weisung, einen bestimmten Koffer an Leos 25. Geburtstag zu öffnen und nach Afrika zu reisen, falls Leo das nach Öffnung des Koffers und Besichtigung des Inhaltes will. Holly stellt den Diener Job ein, der ihn bei Leos Erziehung unterstützen soll. Als Holly, Leo und Job nun an dem dafür vorgesehenen Tag den Koffer öffnen, finden sie darin unter anderem eine Tonscherbe, auf der die Legende des ägyptischen Priesters Kallikrates, von dem die Familie Vincey abstammt, erzählt wird. Kallikrates floh im Jahr 339 v. Chr. mit der Prinzessin Amenartes, die ihn liebte, aus Ägypten. An der Küste Südostafrikas versank ihr Schiff unweit einer Flussmündung. Kallikrates und Amenartes wurden von Eingeborenen gerettet, die sie zu ihrer weißen Königin brachten. Die Königin verliebte sich in Kallikrates, der seinerseits jedoch Amenartes liebte. Die Königin erstach Kallikrates in einem Anfall von Eifersucht, als er sie abwies. Seit nunmehr 25 Generationen versuchen die männlichen Nachfahren Kallikrates, sich an der Königin zu rächen. Um herauszufinden, wie viel Wahrheit die Legende enthält und nebenher auf Großwildjagd zu gehen, reisen Leo, Holly und Job nach Afrika. Ihr Schiff strandet an der gleichen Stelle, an der auch Kallikrates Schiff unterging. Leo, Holly, Job und der Steuermann Mahomad überleben den Schiffbruch. Mit dem Rettungsboot fahren sie auf dem Fluss landeinwärts. Als das Boot in einem Sumpf steckenbleibt, werden sie halbverhungert von Angehörigen des Volkes der Amahagger gerettet, einem Volk, das, wie Kallikrates schreibt, den Fremden Töpfe auf die Köpfe setzt. Die Geretteten sollen gemäß Anweisung ihrer allessehenden Königin geschont werden, jedoch wird Mahomad in einem Gemetzel getötet, das entsteht, als die Amahagger ihm einen rotglühenden Topf auf den Kopf setzen wollen, um ihn anschließend zu verspeisen. Leo, Holly und Job werden wie befohlen vor die Königin gebracht, die in ihrem Palast im Krater und in den Wänden eines erloschenen Vulkans lebt. Die Königin Ayesha (gesprochen Aisha) ist eine Frau von ungewöhnlicher Schönheit. Sie hüllt ihren Körper und ihr Gesicht in weite Gewänder und lebt hinter einem Vorhang verborgen, weil ihr Männer, die sie unverschleiert sehen, unrettbar verfallen. Als sich Ayesha und Leo zum ersten Mal begegnen, verlieben sie sich ineinander. Ayesha ist die Königin, die mehr als 2000 Jahre vorher Kallikrates erstach. Sie überlebte in unveränderter Schönheit, weil sie einst in Flammen verkörperter Lebenskraft badete. Sie hält Leo für den wiedergeborenen Kallikrates, weil er seinem Ahnherrn bis auf's Haar gleicht. Ayesha und Leo wollen heiraten und nach England reisen. Vorher sollen auch Leo und Holly in der Flamme baden und dadurch ihr Leben verlängern. Die Flamme befindet sich in einer Höhle außerhalb des Palastes und ist nur nach Überquerung eines gefährlichen Abgrundes zu erreichen. Die Planke, die über die Schlucht führt, wird bei der Überquerung durch den ängstlichen Job in den Abgrund geworfen. Vor Leo und Holly badet auch Ayesha in der Flamme. Sie will ihnen zeigen, dass das Bad für sie ungefährlich ist. Nach dem Bad altert sie jedoch in Minutenschnelle vor den Augen ihrer Begleiter um Hunderte von Jahren und stirbt. Job erleidet daraufhin einen Schock und stirbt ebenfalls. Holly und Leo kehren nach England zurück, ohne in der Flamme gebadet zu haben. Henry Rider Haggard schrieb eine Fortsetzung des Romans. Das Buch Ayesha - The Return of She erschien erstmals 1905. Die erste deutsche Übersetzung erschien 1984 unter dem Titel Ayesha - Sie kehrt zurück. Leo und Holly reisen darin nach Tibet, um die wiedergeborene Ayesha zu suchen, die Leo im Traum begegnete. Aus dem Jahr 1921 stammt das Prequel She and Allan (dt. Sie und Allan, 1985). In diesem Buch bringt Haggard Ayesha mit Allan Quatermain, seiner anderen populären Figur, zusammen. Sir Henry Rider Haggard (* 22. Juni 1856 in Bradenham Hall, Norfolk, Großbritannien; 14. Mai 1925 in London) war ein britischer Schriftsteller und Vertreter des englischen Abenteuerromans des 19. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Werk ist King Solomon's Mines (dt. König Salomos Schatzkammer oder König Salomons Diamanten). In der englisch-sprachigen Welt ist er als H. Rider Haggard bekannt. Geboren als achtes von zehn Kindern des Gutsbesitzers und Anwalts (Barrister) William Haggard und von Ella Doventon, einer Amateur-Schriftstellerin, war Henry Rider Haggard ein schwieriges Kind und wurde von seinem Vater für dumm gehalten. Als einziger der Söhne seiner Eltern erhielt er keine höhere Schulbildung. Bis zum Alter von 17 Jahren wurde er in der Ipswich Grammar School und zum Teil auch privat unterrichtet. Nachdem er die Aufnahmeprüfungen für die Armee nicht bestand, kam er auf Empfehlung seines Vaters 1875 als Sekretär zum Gouverneur von Natal in Südafrika, Sir Henry Bulwer. In der Folge in verschiedenen Beamtenfunktionen in Südafrika tätig, wurde er Zeuge der Auseinandersetzungen der Briten mit den Buren und der einheimischen Bevölkerung. Er machte sich mit den Problemen des Landes vertraut und interessierte sich eingehend für die Sprache, Kultur und Legenden der Zulu, was sich in seinen in Afrika spielenden Romanen um den Großwildjäger Allan Quatermain sowie in Nada, die Lilie niederschlägt. Haggard wurde auch von anderen Abenteurern, die er später in Afrika traf, vornehmlich dem amerikanischen Pfadfinder Frederick Russell Burnham, und der beträchtliche Mineralfülle des südlichen Afrikas sowie den Ruinen von den alten verlorenen Zivilisationen beeinflusst, die in Afrika, wie zum Beispiel in Simbabwe, entdeckt wurden. 1880 heiratete er in Norfolk die Gutsbesitzer-Erbin Mariana Louisa Margitson, mit der er zunächst nach Transvaal auf seine Straußenfarm zog. Als das Land an die Buren fiel, kehrte er nach England zurück und setzte sein Studium der Rechte fort. 1884 wurde er als Anwalt zugelassen (admitted to the bar). Statt zu praktizieren zog er sich jedoch auf ein Gut in Norfolk zurück und begann zu schreiben. Nach einigen erfolglosen Romanen (und einer früheren Studie über zeitgenössische afrikanische Geschichte) schaffte er seinen Durchbruch 1885 mit King Solomon's Mines, dem ersten Roman mit seinem Protagonisten Allan Quatermain, ein Buch mit bis heute anhaltendem Erfolg. Angeblich entstand das Buch aufgrund einer Wette mit seinem Bruder, er könne mit Leichtigkeit ein ähnlich spannendes Buch wie Robert Louis Stevensons 1883 erschienene Schatzinsel schreiben. Der Tod seines Sohnes 1891 war ein schwerer Schlag für Haggard. 1895 kandidierte er erfolglos für das Parlament. 1912 bis 1917 machte er ausgedehnte Reisen als Mitglied der Dominions Royal Commission. Als Experte für landwirtschaftliche und soziale Fragen schrieb er Bücher wie The Poor and the Land (1905) und Rural England. 1912 wurde er geadelt und 1915 Knight Commander of the British Empire. Drei seiner Geschwister waren ebenfalls schriftstellerisch tätig (seine Schwester Eleonora unter dem Pseudonym Baroness Albert D'Anethan). Zu seinen Bewunderern zählt auch Carl Gustav Jung, für den die Figur der Königin Ayesha, einer jahrtausendalten Zauberin und Herrscherin über einen afrikanischen Stamm, in She ein Modell für sein Anima-Konzept war. Einen psychoanalytischen Blick auf das Werk Haggards wirft auch Arno Schmidt in seinem letzten, Fragment gebliebenen Roman Julia, oder die Gemälde.
[SW: Englische Literatur | Abenteuerroman | Rider Haggard]
Haggard, Henry Rider: Sie. Ein Abenteuerroman. Aus dem Englischen von Helmut Degner. Umschlagzeichnung von Tomi Ungerer. Diogenes Verlag 4.Aufl. 1982 Zürich ISBN: 3257202369
376S. 8°
Taschenbuch Einbandkanten berieben, Einband zudem leicht (lese-)knickig, Schnitte etwas nachgedunkelt, Buch etwas leseschief, ansonsten noch gute Erhaltung. Sie ist ein Roman des britischen Schriftstellers Sir Henry Rider Haggard. Das Buch wurde erstmals 1887 unter dem Titel She - A History of Adventure veröffentlicht. Die erste deutsche Übersetzung erschien 1970. Das Buch wurde seit 1908 vielfach verfilmt , besonders erfolgreich 1935 mit Helen Gahagan in der Titelrolle und erneut 1965 mit Peter Cushing und Ursula Andress mit dem deutschen Titel Herrscherin der Wüste. Der Ich-Erzähler des Romans, Ludwig Horace Holly, ist Privatgelehrter in Cambridge. Um den letzten Willen seines einzigen Freundes Vincey zu erfüllen, nimmt er dessen minderjährigen Sohn Leo zu sich. Gleichzeitig erhält Holly die Weisung, einen bestimmten Koffer an Leos 25. Geburtstag zu öffnen und nach Afrika zu reisen, falls Leo das nach Öffnung des Koffers und Besichtigung des Inhaltes will. Holly stellt den Diener Job ein, der ihn bei Leos Erziehung unterstützen soll. Als Holly, Leo und Job nun an dem dafür vorgesehenen Tag den Koffer öffnen, finden sie darin unter anderem eine Tonscherbe, auf der die Legende des ägyptischen Priesters Kallikrates, von dem die Familie Vincey abstammt, erzählt wird. Kallikrates floh im Jahr 339 v. Chr. mit der Prinzessin Amenartes, die ihn liebte, aus Ägypten. An der Küste Südostafrikas versank ihr Schiff unweit einer Flussmündung. Kallikrates und Amenartes wurden von Eingeborenen gerettet, die sie zu ihrer weißen Königin brachten. Die Königin verliebte sich in Kallikrates, der seinerseits jedoch Amenartes liebte. Die Königin erstach Kallikrates in einem Anfall von Eifersucht, als er sie abwies. Seit nunmehr 25 Generationen versuchen die männlichen Nachfahren Kallikrates, sich an der Königin zu rächen. Um herauszufinden, wie viel Wahrheit die Legende enthält und nebenher auf Großwildjagd zu gehen, reisen Leo, Holly und Job nach Afrika. Ihr Schiff strandet an der gleichen Stelle, an der auch Kallikrates Schiff unterging. Leo, Holly, Job und der Steuermann Mahomad überleben den Schiffbruch. Mit dem Rettungsboot fahren sie auf dem Fluss landeinwärts. Als das Boot in einem Sumpf steckenbleibt, werden sie halbverhungert von Angehörigen des Volkes der Amahagger gerettet, einem Volk, das, wie Kallikrates schreibt, den Fremden Töpfe auf die Köpfe setzt. Die Geretteten sollen gemäß Anweisung ihrer allessehenden Königin geschont werden, jedoch wird Mahomad in einem Gemetzel getötet, das entsteht, als die Amahagger ihm einen rotglühenden Topf auf den Kopf setzen wollen, um ihn anschließend zu verspeisen. Leo, Holly und Job werden wie befohlen vor die Königin gebracht, die in ihrem Palast im Krater und in den Wänden eines erloschenen Vulkans lebt. Die Königin Ayesha (gesprochen Aisha) ist eine Frau von ungewöhnlicher Schönheit. Sie hüllt ihren Körper und ihr Gesicht in weite Gewänder und lebt hinter einem Vorhang verborgen, weil ihr Männer, die sie unverschleiert sehen, unrettbar verfallen. Als sich Ayesha und Leo zum ersten Mal begegnen, verlieben sie sich ineinander. Ayesha ist die Königin, die mehr als 2000 Jahre vorher Kallikrates erstach. Sie überlebte in unveränderter Schönheit, weil sie einst in Flammen verkörperter Lebenskraft badete. Sie hält Leo für den wiedergeborenen Kallikrates, weil er seinem Ahnherrn bis auf's Haar gleicht. Ayesha und Leo wollen heiraten und nach England reisen. Vorher sollen auch Leo und Holly in der Flamme baden und dadurch ihr Leben verlängern. Die Flamme befindet sich in einer Höhle außerhalb des Palastes und ist nur nach Überquerung eines gefährlichen Abgrundes zu erreichen. Die Planke, die über die Schlucht führt, wird bei der Überquerung durch den ängstlichen Job in den Abgrund geworfen. Vor Leo und Holly badet auch Ayesha in der Flamme. Sie will ihnen zeigen, dass das Bad für sie ungefährlich ist. Nach dem Bad altert sie jedoch in Minutenschnelle vor den Augen ihrer Begleiter um Hunderte von Jahren und stirbt. Job erleidet daraufhin einen Schock und stirbt ebenfalls. Holly und Leo kehren nach England zurück, ohne in der Flamme gebadet zu haben. Henry Rider Haggard schrieb eine Fortsetzung des Romans. Das Buch Ayesha - The Return of She erschien erstmals 1905. Die erste deutsche Übersetzung erschien 1984 unter dem Titel Ayesha - Sie kehrt zurück. Leo und Holly reisen darin nach Tibet, um die wiedergeborene Ayesha zu suchen, die Leo im Traum begegnete. Aus dem Jahr 1921 stammt das Prequel She and Allan (dt. Sie und Allan, 1985). In diesem Buch bringt Haggard Ayesha mit Allan Quatermain, seiner anderen populären Figur, zusammen. Sir Henry Rider Haggard (* 22. Juni 1856 in Bradenham Hall, Norfolk, Großbritannien; 14. Mai 1925 in London) war ein britischer Schriftsteller und Vertreter des englischen Abenteuerromans des 19. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Werk ist King Solomon's Mines (dt. König Salomos Schatzkammer oder König Salomons Diamanten). In der englisch-sprachigen Welt ist er als H. Rider Haggard bekannt. Geboren als achtes von zehn Kindern des Gutsbesitzers und Anwalts (Barrister) William Haggard und von Ella Doventon, einer Amateur-Schriftstellerin, war Henry Rider Haggard ein schwieriges Kind und wurde von seinem Vater für dumm gehalten. Als einziger der Söhne seiner Eltern erhielt er keine höhere Schulbildung. Bis zum Alter von 17 Jahren wurde er in der Ipswich Grammar School und zum Teil auch privat unterrichtet. Nachdem er die Aufnahmeprüfungen für die Armee nicht bestand, kam er auf Empfehlung seines Vaters 1875 als Sekretär zum Gouverneur von Natal in Südafrika, Sir Henry Bulwer. In der Folge in verschiedenen Beamtenfunktionen in Südafrika tätig, wurde er Zeuge der Auseinandersetzungen der Briten mit den Buren und der einheimischen Bevölkerung. Er machte sich mit den Problemen des Landes vertraut und interessierte sich eingehend für die Sprache, Kultur und Legenden der Zulu, was sich in seinen in Afrika spielenden Romanen um den Großwildjäger Allan Quatermain sowie in Nada, die Lilie niederschlägt. Haggard wurde auch von anderen Abenteurern, die er später in Afrika traf, vornehmlich dem amerikanischen Pfadfinder Frederick Russell Burnham, und der beträchtliche Mineralfülle des südlichen Afrikas sowie den Ruinen von den alten verlorenen Zivilisationen beeinflusst, die in Afrika, wie zum Beispiel in Simbabwe, entdeckt wurden. 1880 heiratete er in Norfolk die Gutsbesitzer-Erbin Mariana Louisa Margitson, mit der er zunächst nach Transvaal auf seine Straußenfarm zog. Als das Land an die Buren fiel, kehrte er nach England zurück und setzte sein Studium der Rechte fort. 1884 wurde er als Anwalt zugelassen (admitted to the bar). Statt zu praktizieren zog er sich jedoch auf ein Gut in Norfolk zurück und begann zu schreiben. Nach einigen erfolglosen Romanen (und einer früheren Studie über zeitgenössische afrikanische Geschichte) schaffte er seinen Durchbruch 1885 mit King Solomon's Mines, dem ersten Roman mit seinem Protagonisten Allan Quatermain, ein Buch mit bis heute anhaltendem Erfolg. Angeblich entstand das Buch aufgrund einer Wette mit seinem Bruder, er könne mit Leichtigkeit ein ähnlich spannendes Buch wie Robert Louis Stevensons 1883 erschienene Schatzinsel schreiben. Der Tod seines Sohnes 1891 war ein schwerer Schlag für Haggard. 1895 kandidierte er erfolglos für das Parlament. 1912 bis 1917 machte er ausgedehnte Reisen als Mitglied der Dominions Royal Commission. Als Experte für landwirtschaftliche und soziale Fragen schrieb er Bücher wie The Poor and the Land (1905) und Rural England. 1912 wurde er geadelt und 1915 Knight Commander of the British Empire. Drei seiner Geschwister waren ebenfalls schriftstellerisch tätig (seine Schwester Eleonora unter dem Pseudonym Baroness Albert D'Anethan). Zu seinen Bewunderern zählt auch Carl Gustav Jung, für den die Figur der Königin Ayesha, einer jahrtausendalten Zauberin und Herrscherin über einen afrikanischen Stamm, in She ein Modell für sein Anima-Konzept war. Einen psychoanalytischen Blick auf das Werk Haggards wirft auch Arno Schmidt in seinem letzten, Fragment gebliebenen Roman Julia, oder die Gemälde.
[SW: Englische Literatur | Abenteuerroman | Rider Haggard]
Haggard, Henry Rider: Volk des Nebels. "The people of the mist". Auf Schatzsuche im geheimnisvollen Land des Nebels. Übersetzt und bearbeitet von Eva-Maria Ledig. (=Arena-Bibliothek der Abenteuer). Deutsche Erstausgabe, Arena Verlag Erste Aufl. 1979 Würzburg ISBN: 3401038729
309S. 8°
Pappe Illustrierter Pappband mit illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag leicht angerändert und am unteren Rand mit zwei kleinen Einrissen, Kopfschnitt staubgedunkelt, Schnitte dezent berieben und mit kleinen Fleckchen, ansonsten guter Zustand. Das Volk des Nebels birgt einen gewaltigen Schatz von feuerroten Edelsteinen. Diesen wollen Leonard und Tom Outram finden, um einen alten Schwur einzulösen. Die Eingeborene Soa führt sie tat- sächlich in das Reich des Königs Olfan, das kein Weißer bisher betreten hat. Jedes Jahr verlangt die Volksmasse von ihrem König grausame Menschenopfer. Die weißen Eindringlinge täuschen vor, Götter aus einer anderen Welt zu sein. So sind sie einige Zeit vor dem Untier sicher, dem sie geopfert werden sollen. Wie lange noch? Werden sie die Schätze erbeuten können? Werden sie den Ausgang aus dem Land des Nebels wiederfinden? Sir Henry Rider Haggard hat einen Roman voller Spannung und Aben-teuer geschrieben. Die Schauplätze dieser aufregenden Handlung liegen in England, Afrika und im geheimnisvollen Land des Nebels. (Klappentext) Sir Henry Rider Haggard (* 22. Juni 1856 in Bradenham Hall, Norfolk, Großbritannien; 14. Mai 1925 in London) war ein britischer Schriftsteller und Vertreter des englischen Abenteuerromans des 19. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Werk ist King Solomon's Mines (dt. König Salomos Schatzkammer oder König Salomons Diamanten). In der englisch-sprachigen Welt ist er als H. Rider Haggard bekannt. Geboren als achtes von zehn Kindern des Gutsbesitzers und Anwalts (Barrister) William Haggard und von Ella Doventon, einer Amateur-Schriftstellerin, war Henry Rider Haggard ein schwieriges Kind und wurde von seinem Vater für dumm gehalten. Als einziger der Söhne seiner Eltern erhielt er keine höhere Schulbildung. Bis zum Alter von 17 Jahren wurde er in der Ipswich Grammar School und zum Teil auch privat unterrichtet. Nachdem er die Aufnahmeprüfungen für die Armee nicht bestand, kam er auf Empfehlung seines Vaters 1875 als Sekretär zum Gouverneur von Natal in Südafrika, Sir Henry Bulwer. In der Folge in verschiedenen Beamtenfunktionen in Südafrika tätig, wurde er Zeuge der Auseinandersetzungen der Briten mit den Buren und der einheimischen Bevölkerung. Er machte sich mit den Problemen des Landes vertraut und interessierte sich eingehend für die Sprache, Kultur und Legenden der Zulu, was sich in seinen in Afrika spielenden Romanen um den Großwildjäger Allan Quatermain sowie in Nada, die Lilie niederschlägt. Haggard wurde auch von anderen Abenteurern, die er später in Afrika traf, vornehmlich dem amerikanischen Pfadfinder Frederick Russell Burnham, und der beträchtliche Mineralfülle des südlichen Afrikas sowie den Ruinen von den alten verlorenen Zivilisationen beeinflusst, die in Afrika, wie zum Beispiel in Simbabwe, entdeckt wurden. 1880 heiratete er in Norfolk die Gutsbesitzer-Erbin Mariana Louisa Margitson, mit der er zunächst nach Transvaal auf seine Straußenfarm zog. Als das Land an die Buren fiel, kehrte er nach England zurück und setzte sein Studium der Rechte fort. 1884 wurde er als Anwalt zugelassen (admitted to the bar). Statt zu praktizieren zog er sich jedoch auf ein Gut in Norfolk zurück und begann zu schreiben. Nach einigen erfolglosen Romanen (und einer früheren Studie über zeitgenössische afrikanische Geschichte) schaffte er seinen Durchbruch 1885 mit King Solomon's Mines, dem ersten Roman mit seinem Protagonisten Allan Quatermain, ein Buch mit bis heute anhaltendem Erfolg. Angeblich entstand das Buch aufgrund einer Wette mit seinem Bruder, er könne mit Leichtigkeit ein ähnlich spannendes Buch wie Robert Louis Stevensons 1883 erschienene Schatzinsel schreiben. Der Tod seines Sohnes 1891 war ein schwerer Schlag für Haggard. 1895 kandidierte er erfolglos für das Parlament. 1912 bis 1917 machte er ausgedehnte Reisen als Mitglied der Dominions Royal Commission. Als Experte für landwirtschaftliche und soziale Fragen schrieb er Bücher wie The Poor and the Land (1905) und Rural England. 1912 wurde er geadelt und 1915 Knight Commander of the British Empire. Drei seiner Geschwister waren ebenfalls schriftstellerisch tätig (seine Schwester Eleonora unter dem Pseudonym Baroness Albert D'Anethan). Zu seinen Bewunderern zählt auch Carl Gustav Jung, für den die Figur der Königin Ayesha, einer jahrtausendalten Zauberin und Herrscherin über einen afrikanischen Stamm, in She ein Modell für sein Anima-Konzept war. Einen psychoanalytischen Blick auf das Werk Haggards wirft auch Arno Schmidt in seinem letzten, Fragment gebliebenen Roman Julia, oder die Gemälde.
[SW: Englische Literatur | Roman | Deutsche Erstausgabe]
Haggard, Henry Rider: Sie: Fantastischer Abenteuerroman. Die Suche von Leo und Horace nach der unsterblichen afrikanischen Königin und Göttin Ayescha. Hildesheim, Benu Verlag 2004. ; weicher Einband / soft cover ISBN: 3934826040
Wie neu
164 Seiten, Paperback-Ausgabe; 1. Auflage
[SW: Haggard, Sie, Abenteuerroman, Benu]




