Haringer Jakob
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Einer der größten deutschen Lyriker unserer Jahre (DIE ZEIT) Haringer, (Jakob): Die Dichtungen. (Erster Band = Alles Erschienene). Potsdam, Gustav Kiepenheuer, (1925).
Seltene erste Ausgabe mit der meist fehlenden Beilage von Alfred Döblin (= ebenfalls erste Ausgabe): Döblin, Alfred, Einen Gruß für Jakob Haringer als Vorrede zu seinen Dichtungen. Potsdam, Gustav Kiepenheuer, (1925). 8 nn. S. - Durch Alfred Döblins Fürsprache und seinen Einsatz für die Veröffentlichung des vorliegenden Bandes beim Verleger Gustav Kiepenheuer verhalf er Jakob Haringer zum literarischen Durchbruch. Haringer erhielt für die "Dichtungen" noch im selben Jahr den Gerhart-Hauptmann-Preis und ein Jahr später die begehrteste deutsche Literatur-Auszeichnung, den Kleist-Preis. - Max Hermann-Neisse: "Haringer darf sich mit Recht als Nachfahr der armen, verachteten, dennoch von allen guten Geistern des Außenseitertums, der Bürgerfronde gebenedeiten Schöpferexistenz fühlen, ein Rechtloser, Unbehauster, alle Töne Meisternder, Revolutionär ... ein dichter und Mensch". - Otto Zarek: "In diesem Band "Dichtungen", den der Kiepenheuer-Verlag als erstes Zeugnis für das Schaffen des Jakob Haringer herausbrachte (three cheers für den mutigen Kiepenheuer), lohnt es sich, zu wühlen, um Oasen der Sprache aufzuwittern? - Arnold Schönberg vertonte mehrere Gedichte Haringers. Es sind die einzigen Lieder, für die Schönberg seine Zwölftontechnik verwandte und es war gleichzeitig Schönbergs letztes, in Berlin komponiertes Werk. - Der Band enthält u. a. das berühmte Gedicht "Deutschland". - Jürgen Serke (1977): "Lange vor dem Spanier Federico Garcia Lorca schrieb Jakob Haringer Sätze, die den gleichen Zauber haben. - Nicht eine Zeile von ihm ist heute in den Buchhandlungen zu finden". - ZEIT-Online: 1933 emigrierte Haringer vor Hitler, den er glühend haßte, nach Salzburg, 1938 weiter in die Schweiz. In großer Armut, nur von wenigen Schweizer Freunden unterstützt, lebte er seine letzten Jahre in Könitz bei Bern - auch nach 1945 nicht wiederentdeckt. Am 3. April 1948 stirbt einer der größten deutschen Lyriker unserer Jahre - vollkommen vergessen und unbeachtet in Zürich. - Bibliographie und Literatur: WG 2, S. 619, Nr. 6. - Raabe 104/27. - Huguet (Döblin) 166. - G. Albrecht, K. Böttcher (u. a. Hrsg.), Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller II, 319. - G. K. Brand, Werden und Wandlung S. 420. - Kunisch-Wiesner, Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur S. 191 f. - H. Viesel (Hrsg.), Literaten an der Wand. Die Münchener Räterepublik und die Schriftsteller S. 683-699. - J. Serke, Die verbrannten Dichter S. 144-159 (mit Abbildung des vorliegenden Bandes). - Drews-Kantorowics, verboten und verbrannt S. 59 f. - A. Häsler, Das Boot ist voll ... Die Schweiz und die Flüchtlinge 1933-1945, S. 268-271. - Ausstellungs-Katalog "Arnold Schönberg" (1974) S. 43. Vgl. Michael Bauer, Fromme Flüche und gottlose Gebete, in SZ 14.01.1989. - Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne Fotos zu (JPG).
241, 2 S. Anzeigen. Mit 1 Bildtafel: Abbildung einer Büste Jakob Haringers von Franz Xaver Zerle. Avantgardistisch gestalteter, blauer Original-Leinenband mit roter Deckelprägung sowie geprägtem Rückentitel und Kopfrotschnitt.
HARINGER, Jakob. - HEINZELMANN, Paul / HARINGER, Jakob: Jakob Haringer in Memoriam. Jakob HARINGER: Der Orgelspieler. Gedichte. Egnach: Steinklopfer.(1963).
2.Auflage. Kl.8°. 34 S., (9) Bl. Original Karton mit Rücken- und Deckeltitel, guter Zustand. Original Karton mit Rücken- und Deckeltitel,; 2
[SW: Belletristik, 1945, nach; Lyrik/Poesie]
Haringer, Jakob,
Jakob Haringer (1898-1948), Schriftsteller. E. Postkarte mit U. [Freilassing, 16. April 1927]. 1 S. Qu.-8°. Mit voradressierter Anschrift. - An einen Georg Feith in Prag: "Mein lieber Mensch, haben Sie recht schönen Dank für Ihr gütiges Schreiben. Ich bin mit recht herzlichen Grüßen & Wünschen Ihr Ihnen zugetaner | Haringer". - In Bleistift; stellenweise gering fleckig, im ganzen jedoch wohlerhalten.
Jakob Haringer (1898-1948), Schriftsteller. E. Postkarte mit U. [Freilassing, 16. April 1927]. 1 S. Qu.-8°. Mit voradressierter Anschrift. - An einen Georg Feith in Prag: "Mein lieber Mensch, haben Sie recht schönen Dank für Ihr gütiges Schreiben. Ich bin mit recht herzlichen Grüßen & Wünschen Ihr Ihnen zugetaner | Haringer". - In Bleistift; stellenweise gering fleckig, im ganzen jedoch wohlerhalten.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
HARINGER, JAKOB: LIEDER EINES LUMPEN; ; Schutzumschlag / dust cover; 1. Ed.
!!! VERSAND AUF WUNSCH AB DEUTSCHLAND !!!
Aus dem Gebetbuch des armen Jakob Haringer; 125 S. mit 1 Porträt, Classen, Zürich 1962, 8°, Orig.Leinen mit Original-Umschlag ** EA




