Hermann Hesse Zwei Briefe
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Hesse, Hermann,
Hermann Hesse (1877-1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. Konvolut von 10 Autographen (3 Postkarten m. e. U., 1 ms. Brief m. e. U., 2 Karten mit kurzen Mitteilungen sowie 4 Druckschriften mit eigenh. U.) Blaubeuren und Montagnola sowie o. O., 13. XI. 1929 - 7. VI. 1961 und o.D. Mit einem handkolorierten Holzstich nach einem Aquarell. Der undatierte Brief an Else Spreine in Hannover: "... Es wird mich freuen, wenn Sie mir wieder schreiben, obwohl ich selber ein sehr schlechter Briefschreiber bin. Aber schreiben Sie mir lieber nicht über den Steppenwolf, mein Interesse für mein Bücher, soweit sie schon geschrieben sind, ist nicht sehr groß ..." - Die drei Karten an die Redaktion des "Bazar" in Berlin, an einen Herrn Winkler und eine Frau Messow. Die zwei Karten mit lakonischen Mitteilungen - "Dank" resp. "Mit guten Wünschen" - zeigen ein Portrait und eine Ansicht von Calw. - Die Druckschriften sind: a) Das Lied von Abels Tod, b) Dank für Glückwünsche und Briefe, c) Dank für Glückwünsche zum 85. Geburtstag, d) Mitteilungskarte, dass er keine Bücher mehr signieren wolle.
Hermann Hesse (1877-1962), Schriftsteller und Nobelpreisträger. Konvolut von 10 Autographen (3 Postkarten m. e. U., 1 ms. Brief m. e. U., 2 Karten mit kurzen Mitteilungen sowie 4 Druckschriften mit eigenh. U.) Blaubeuren und Montagnola sowie o. O., 13. XI. 1929 - 7. VI. 1961 und o.D. Mit einem handkolorierten Holzstich nach einem Aquarell. Der undatierte Brief an Else Spreine in Hannover: "... Es wird mich freuen, wenn Sie mir wieder schreiben, obwohl ich selber ein sehr schlechter Briefschreiber bin. Aber schreiben Sie mir lieber nicht über den Steppenwolf, mein Interesse für mein Bücher, soweit sie schon geschrieben sind, ist nicht sehr groß ..." - Die drei Karten an die Redaktion des "Bazar" in Berlin, an einen Herrn Winkler und eine Frau Messow. Die zwei Karten mit lakonischen Mitteilungen - "Dank" resp. "Mit guten Wünschen" - zeigen ein Portrait und eine Ansicht von Calw. - Die Druckschriften sind: a) Das Lied von Abels Tod, b) Dank für Glückwünsche und Briefe, c) Dank für Glückwünsche zum 85. Geburtstag, d) Mitteilungskarte, dass er keine Bücher mehr signieren wolle.
[SW: Autograph, Manuskript, Dokument, Autographen. Abbildungen finden Sie auf unserer Webseite www.autographenhandlung.de]
Strauss, Emil: Das Grab zu Heidelberg. Gartenäre. Zwei Erzählungen. Einband Anna Andersch, Hamburg. (= Furche-Bücherei Band 215) Furche Verlag H. Rennebach (Lizenz des Carl Hanser Verlags) Lizenzausgabe 1963 Hamburg
60S. 8°
Hardcover Illustrierter Hardcovereinband. Die untere Rückenkante etwas berieben, Kopfschnitt ganz dezent fleckig, ansonsten guter Zustand. Emil Strauß (* 31. Januar 1866 in Pforzheim; 10. August 1960 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Romancier, Erzähler und Dramatiker. Emil Strauß stammte aus einer Pforzheimer Schmuckfabrikanten-Familie. Zunächst studierte er Philosophie, Germanistik und Volkswirtschaftslehre in Freiburg im Breisgau, in Berlin und in Lausanne. Frühzeitig brach er sein Studium ab und beschloss, freier Schriftsteller zu werden. 1892 erschien seine erste Erzählung "Der Tier- und der Menschenfreund" in der Freien Bühne. Abgestoßen vom städtisch-bürgerlichen Leben, von Geld- und Berufsstreben wandte er sich der lebensreformerischen Bewegung zu. Zusammen mit dem Kaiserstühler Emil Gött unternahm er am Oberrhein einen landwirtschaftlichen Siedlungsversuch auf Gemeinschaftsgrundlage. Nach dessen Scheitern führten ihn längere Reisen in die Schweiz, nach Italien und schließlich, um aus der "deutschen Domestizierung" auszubrechen, 1892 nach Brasilien. Nach zweijährigem Aufenthalt in Südamerika kehrte er in seine südwestdeutsche Heimat zurück und ließ sich in ländlicher Umgebung bei Ludwigshafen in einfachsten Verhältnissen nieder. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschienen Strauß' Bücher "Der Engelwirt" (ca. 190.000 verkaufte Exemplare) sowie "Freund Hein" die breitere Aufmerksamkeit fanden; so schrieb Samuel Fischer 1903 an Hermann Hesse, dass er ihn "für unsere stärkste Hoffnung" halte. Zwei Jahre zuvor heiratete er Liesbeth Marschall. Zwischen 1904 und 1918 publizierte Strauß rege und wechselte wiederholt den Wohnsitz. Angesichts der Niederlage Deutschlands im 1. Weltkrieg sowie der "Vergessenheit zu Lebzeiten" wendete er sich im Spannungsfeld aus lebenreformerischem Individualismus und idealistischen Reichsideen zunehmend der politischen (radikalen) Rechten zu. Im 1923 entstandenen Drama "Vaterland", dass nach der Uraufführung 1924 verboten wurde, manifestiert sich die politische Neuausrichtung. Kritiker sprachen u.a. von einem "Denkmal des Fanatismus". Im Widerspruch dazu erhielt Strauß 1925 - im selben Jahr erwies sich sein ländliches Anwesen als wirtschaftlich unhaltbar - den "Dichterpreis des Verbandes der Kunstfreunde" und wurde 1926 zum Doktor honoris Causa ernannt, sowie in die Preußische Akademie der Künste berufen. Auch politisch anders gesinnte Künstler wie Oskar Loerke im S. Fischer Almanach oder Arnold Zweig 1929 in der Weltbühne würdigten noch bzw. verwiesen auf Strauß. 1929 trat Strauß in die NSDAP ein. Nach der Gleichschaltung der Preußischen Akademie der Künste 1933 und der Entfernung von 40 jüdischen und aus anderen Gründen missliebigen Akademie-Mitgliedern durfte er einen der frei gewordenen Plätze einnehmen. Gleichzeitig beantwortete er den Wunsch nach einem Beitrag zur Bücherverbrennung 1933 mit der Versicherung, der "Kampf" würde wie in den 30 Jahren [!] zuvor rein geistig geführt. 1936 wurde er durch Joseph Goebbels in den Reichskultursenat berufen und erhielt die Goethe-Medaille sowie den Steinbach-Preis. Sein 70. Geburtstag wurde in der NS-Presse gewürdigt. Obschon auch während der NS- und Kriegszeit weiterhin neue Werke ("Das Riesenspielzeug" 1935 und "Lebenstanz" 1940) erscheinen konnten, erreichten vor allem die bereits 1949 im Verlag Carl Hanser gedruckten Neuauflagen in der BRD hohe Auflagen. Ab 1955 lebte Strauß in einem Altenheim bei Freiburg, wo er auch starb. Einige Monate vor seinem Tod verbrannte er den größten Teil seines literarischen Nachlasses sowie alle ihm zugänglichen Briefe. Hermann Hesse schrieb 1960, vier Tage nach dem Tod von Strauß: Seine Neigung zum Rassenhass, vielmehr seine aus Brasilien mitgebrachte arische Verachtung andrer Rassen, habe ich teils spät bemerkt, teils nicht ganz ernst genommen. Bald darauf ging er zu Hitler. Es war nicht so, wie Sie es sehen, dass die Nazis sich ihn geholt hätten, er ging gute zehn Jahre vor 33 ganz aus eigenem Antrieb begeistert mit. (Brief an Werner Weber 14. August 1960) Nach Kriegsende wurde seine Schrift Vaterland (Langen/Müller, München 1936) in der Sowjetischen Besatzungszone auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.
[SW: Deutsche Literatur | Erzählungen | Furche-Bücherei]
FISCHER, Samuel u. Hedwig: Briefwechsel mit Autoren. Hrsg. von Dierk Rodewald u. Corinna Fiedler. Mit einer Einführung von Bernhard Zeller. - Ffm.: S. Fischer 1989.
ERSTE AUSGABE. - Für viele deutsche und ausländische Schriftsteller war Samuel Fischer (1859-1934) "schon bald nach der Gründung seines Unternehmens im Jahr 1886 einer der gesuchtesten Verleger in Deutschland. Seine hier gesammelten Korrespondenzen mit 42 Autoren erstrecken sich von 1888 bis zu seinem Tod 1934. Insgesamt 955 Briefe, zwangsläufig eine Auswahl aus einem trotz Zerstörung des Verlagshauses im Mai 1945 immer noch reichhaltigen Bestand, verwahrt von zahlreichen Archiven im In- und Ausland; sie alle sind hier vollständig und in ihrer originalen Textgestalt wiedergegeben. Die Anmerkungen, für die auch eine Fülle bisher unerschlossener Quellen genutzt werden konnte, erhellen individuelle Werk- und Publikationsgeschichten und knüpfen darüber hinaus ein dichtes Netz zwischen einzelnen Briefschreibern und den von ihnen berührten Themen und Problemen. Zwei Briefverzeichnisse erleichtern den Überblick, ein umfangreiches Personen- und Werkregister hilft, weiteren Zusammenhängen nachzugehen." (Verlag). - Briefe von und an Peter Altenberg, Leopold Andrian, Hermann Bahr, Herman Bang, Richard Dehmel, Alfred Döblin, Otto Flake, Theodor Fontane, Otto Erich Hartleben, Carl Hauptmann, Gerhart Hauptmann, Manfred Hausmann, Hermann Hesse, Hugo von Hofmannsthal, Annette Kolb, Oskar Loerke, Thomas Mann, Robert Musil, Rainer Maria Rilke, Rene Schickele, Arthur Schnitzler, George Bernard Shaw, Reinhard Johannes Sorge, Jakob Wassermann, Emile Zola, Carl Zuckmayer, Stefan Zweig u.a. - Dierk Rodewald (geb. 1940), Literaturwissenschaftler und Publizist. - Corinna Fiedler (gb. 1946), freie Lektorin. - Umschlaggestaltung: Buchholz/Hinsch/Walch.
XV,1201 Ss., 1 Bl. Gr.8°. Graues Ln. mit rotgeprägt. Rückentitel auf grauem Grund, Verlagssignet auf Rücken u. Vorderdeckel sowie Umschl. in Schuber (Schuber min. angestaubt).
[SW: Verlage 19. Jahrhundert 20. Jahrhundert Deutsche Literatur bis 1914 Weimarer Republik Anthologien]
Rinser, Luise: Die gläsernen Ringe . Eine Erzählung. S. Fischer Erste Aufl. dieser Ausg. 1986 Frankfurt am Main ISBN: 3100660307
187 S.S. 8°
Pappe Pappband. Exlibris auf Innendeckel, ansonsten rundum guter, nahezu sehr guter Zustand. Luise Rinser (* 30. April 1911 in Landsberg-Pitzling, Oberbayern; 17. März 2002 in Unterhaching bei München) war eine deutsche Schriftstellerin. Luise Rinser wurde am 30. April 1911 in Landsberg am Lech, im Stadtteil Pitzling, geboren.[1] Ihr Geburtshaus existiert noch, ist aber dem Verfall preisgegeben. Sie wurde in einem Lehrerinnenseminar in München zur Volksschullehrerin ausgebildet und legte das Examen als eine der Jahrgangsbesten ab. Nach dem Examen arbeitete sie ab 1935 als Aushilfslehrerin an verschiedenen oberbayerischen Schulen. Sie lernte den Reformpädagogen Franz Seitz kennen, der sie nicht nur in pädagogischen Fragen, sondern auch auf ihrem Weg in die Schriftstellerei stark beeinflusste. Davon zeugt ein umfangreicher, bisher unveröffentlichter Briefwechsel.[2] In dieser Zeit veröffentlichte sie ihre ersten kleinen Erzählungen in der Zeitschrift Herdfeuer, die eine dem Nationalsozialismus positiv gegenüberstehende junge Frau zeigen.[3] 1934 verfasste sie unter dem Titel Junge Generation ein Lobgedicht auf Adolf Hitler.[4][5] Dem folgten weitere Gedichte und Aufsätze in derselben Zeitschrift. Für die UFA arbeitete sie 1942 an einem Drehbuch über den weiblichen Arbeitsdienst. Sie gehörte seit 1936 der NS-Frauenschaft[6] und bis 1939 dem NS-Lehrerbund an.[6] Einem Eintritt in die NSDAP verweigerte sie sich jedoch. Des Weiteren bezeugen verschiedene Dokumente, unter anderem Briefe an Hermann Hesse, eine kritischere Haltung zum Nationalsozialismus. 1939 schied sie auf eigenen Wunsch aus dem Schuldienst aus und heiratete den Komponisten und Dirigenten Horst-Günther Schnell. 1941 erschien ihre Erzählung Die gläsernen Ringe, die die begeisterte Zustimmung Hermann Hesses fand.[7] Wegen des Krieges konnten zunächst keine weiteren Bücher erscheinen. Ein von der Autorin später behauptetes Publikationsverbot bestand dagegen nicht. Vielmehr konnte sie bis 1944 in der Kölnischen Zeitung ungehindert publizieren. 1943 schrieb sie für den NS-Propagandafilm-Regisseur Karl Ritter das Drehbuch für den geplanten Film Schule der Mädchen. Im Oktober1944 wurde sie wegen "Wehrkraftzersetzung" denunziert und verhaftet. Aus der Untersuchungshaft wurde sie am 21. Dezember 1944 entlassen. Ihre Erlebnisse im Frauengefängnis in Traunstein schildert sie in ihrem Gefängnistagebuch von 1946. Sie behauptete später, dass eine Verhandlung vor dem Volksgerichtshof, die sicher mit dem Todesurteil geendet hätte, durch das Kriegsende verhindert worden sei. Tatsächlich ist es aber nie zu einer Anklage gekommen. Eine Verhandlung vor dem Volksgerichtshof war ohnehin bei einem Allerweltsdelikt wie Wehrkraftzersetzung nicht üblich.[8] Rinsers Positionierung im Dritten Reich ist umstritten, da sie sich nach dem Krieg bemühte, ihre Rolle im Widerstand deutlich zu erhöhen und die Gefahren zu dramatisieren, unter denen sie angeblich gestanden hat.[8] Aus der 1942 geschiedenen Ehe mit Schnell ging ihr Sohn Klaus Christoph hervor. Ihr zweiter Sohn Stephan (* 1941) entstammt einer außerehelichen Beziehung. Schnell fiel 1943 im Russland-Feldzug. Danach heiratete Rinser den Schriftsteller Klaus Herrmann. Diese Ehe wurde 1952 annulliert. Von 1954 bis 1960 war Rinser mit dem Komponisten Carl Orff verheiratet. Enge Freundschaften verbanden sie mit dem koreanischen Komponisten Isang Yun, mit dem Benediktinerabt Johannes M. Hoeck sowie mit dem Theologen Karl Rahner. In ihren letzten Lebensjahren war für Luise Rinser die Freundschaft mit dem Philosophen und Dichter Jose Sanchez de Murillo von großer Bedeutung. Rinser lebte seit 1959 in Rom und seit 1965 in Rocca di Papa bei Rom, wo sie 1986 auch zur Ehrenbürgerin ernannt wurde; daneben behielt sie bis zu ihrem Lebensende ihre Wohnung in München, wo sie sich oft aufhielt. Nach dem Krieg arbeitete sie von 1945 bis 1953 als freie Mitarbeiterin bei der Neuen Zeitung, für die sie vor allem Bücher rezensierte und Artikel zu kulturellen Fragen schrieb. 1948 bezog sie eine Wohnung in München. 1946 erschien ihr Gefängnistagebuch, dann eine Arbeit über Johann Heinrich Pestalozzi Pestalozzi und wir (1947), danach in rascher Folge die Romane Erste Liebe (1948) - nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Erzählung! -, die Erzählung Jan Lobel aus Warschau (1948), die noch heute als ein Meisterwerk angesehen wird, das Kinderbuch Martins Reise (1949) und der Roman Mitte des Lebens, der sofort große Anerkennung fand und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. In den folgenden Jahren veröffentlicht sie den Roman Daniela (1953) und den Bericht über die stigmatisierte Therese von Konnersreuth Die Wahrheit über Konnersreuth. 1955 folgt eine Art Kriminalroman, Der Sündenbock, 1956 ein Band mit Erzählungen Ein Bündel weißer Narzissen (darin enthalten: Die Lilie; Anna; Elisabeth; Daniela; Die rote Katze; Die kleine Frau Marbel; Ein alter Mann stirbt; Eine dunkle Geschichte; Jan Lobel aus Warschau; David und Ein Bündel weißer Narzissen) und 1957 der zweite Nina-Roman Abenteuer der Tugend. Daneben schreibt sie unzählige Rezensionen, Feuilletons, Essays. 1957 studiert sie im Spätsommer an der Universita per stranieri in Perugia. Ein Stipendium für einen Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom verschafft ihr eine intensive Begegnung mit Italien und inspiriert sie zu der Erzählung Geh fort wenn du kannst (1959). 1960 wird Der Schwerpunkt veröffentlicht, der Essays über fünf Schriftstellerkollegen und -kolleginnen enthält. 1962 erscheinen der Roman Die vollkommene Freude, das Fotobuch Ich weiß deinen Namen und der Aufsatz Vom Sinn der Traurigkeit (Felix tristitia). Die Erzählung Septembertag (1964) spiegelt einen (fiktiven) Tag ihres Lebens in Rom wider, wo sie sich 1959 niedergelassen hat. Drei Jahre schreibt sie regelmäßige Kolumnen für die Frauen-Zeitschrift Für Sie, die später in drei Bänden als Buch veröffentlicht werden: 1966 Gespräche über Lebensfragen, 1967 Gespräch von Mensch zu Mensch und 1968 Fragen, Antworten. Aus ihrem Engagement für den Menschen heraus schreibt sie mehrere Arbeiten, die religiösen Fragen gewidmet sind: 1964 Über die Hoffnung, 1966 Hat Beten einen Sinn?. Die Erfahrung des Zweiten Vatikanischen Konzils inspiriert sie zur Auseinandersetzung mit kirchlichen Fragen: 1967 Laie nicht ferngesteuert und Zölibat und Frau, 1968 Von der Unmöglichkeit und der Möglichkeit heute Priester zu sein, doch ihr Hauptwerk in dieser Zeit ist der Roman Ich bin Tobias (1966). Daneben erscheinen zwei Fotobände mit Rinsers Interpretationen: Jugend unserer Zeit (1967) und Nach seinem Bild (mit Fotos von Oswald Kettenberger (1969). 1970 bringt Rinser ihr erstes Tagebuch heraus: Baustelle. Eine Art Tagebuch. 1967-1970, dem 1972 das zweite folgt: Grenzübergänge. Tagebuchnotizen. 1973 erscheint Hochzeit der Widersprüche, und 1974 der Bericht Dem Tode geweiht? Lepra ist heilbar! über eine Reise zu der Lepra-Station des DAHW auf der indonesischen Insel Lewoleba. Die "Energiekrise" 1973 inspiriert sie zu der Abhandlung Wie wenn wir ärmer würden oder Die Heimkehr des verlorenen Sohnes (1974). 1975 erscheinen ein weiterer Roman Der schwarze Esel, der fiktive Bericht Bruder Feuer über einen modernen Franz von Assisi, sowie der Aufsatz Leiden, Sterben, Auferstehen. Ihre Freundschaft mit dem koreanischen Komponisten Isang Yun und eine Reise nach Südkorea finden ihren Niederschlag in dem Bericht Wenn die Wale kämpfen - Portrait eines Landes: Süd-Korea (1976). Im Jahr darauf erscheint Der verwundete Drache. Dialog über Leben und Werk des Komponisten Isang Yun (1977). 1978 erscheint das dritte Tagebuch Kriegsspielzeug. Tagebuch 1972-1978. In den Tagen der islamischen Revolution bereist sie den Iran; ihre Erfahrungen und Erkenntnisse schreibt sie nieder zu dem Bericht Khomeini und der islamische Gottesstaat. Eine große Idee - Ein großer Irrtum? (1979). Wegen ihres Engagements für die Wiedervereinigung der beiden Korea wird sie vom Präsidenten Nordkoreas, Kim Il Sung, in dessen Land eingeladen, das s...
[SW: Deutsche Literatur | Erzählung | Luise Rinser]




