Hildesheimer Wolfgang Mozart

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Hildesheimer, Wolfgang [Vorr.], Robert Münster [Bearb.] und Wolfgang Amadeus Mozart: Wolfgang Amadeus Mozart - Idomeneo 1781 - 1981 , Essays, Forschungsberichte, Katalog mit der Rede zur Eröffnung der Ausstellung von W. Hildesheimer. Ausstellung, 27. Mai - 31. Juli 1981, Bayer. Staatsbibliothek. München ; Zürich : Piper, 1981. ISBN: 3492026486
Zustand: Ausgabe 1981 , leichte Gebrauchsspuren, Einband/Schutzumschlag gering berieben, gutes Exemplar. Wolfgang Amadeus Mozart - Idomeneo 1781 - 1981 , Essays, Forschungsberichte, Katalog ; Ausstellung, 27. Mai - 31. Juli 1981, Bayer. Staatsbibliothek. Mit der Rede zur Eröffnung der Ausstellung von Wolfgang Hildesheimer. [Ausstellung u. Katalog Robert Münster. Mitarb.: Margot Attenkofer], Ausstellungs-Kataloge 24 , ISBN 3492026486 - , ISBN-13: 9783492026482

XII, 328 S. : graph. Darst., Ill. (z.T. farb.), Karten, Noten ; mit zahlr., teils farbigen Abbildungen auf teils Tafeln, Pp. 25 cm, gebundene Ausgabe,

[SW: Wolfgang Hildesheimer , Wolfgang Amadeus Mozart , Idomeneo 1781 - 1981 , Essays, Forschungsberichte, Katalog , Ausstellung, 27. Mai - 31. Juli 1981, Bayerische Staatsbibliothek, Musik, Tanz, Theater, Film, Rundfunk, Komponist]

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Musik, Mozart, Biographien, Wolfgang Hildesheimer. Hildesheimer, Wolfgang. Mozart. Ffm: Insel (1990).
Erstauflage. Mit einer Zeittafel und Personenregister.

Oln., Ou., 415 S., 8°. (Gutes Exemplar).,

[SW: Erstauflagen, Musik, Literatur, Biographien, Mozart, Wolfgang Hildesheimer.]

Details

Hildesheimer, Wolfgang: Mozart. Insel Verlag 3. Auflage 1991 Frankfurt ISBN: 3458161120
415 S.S.

Leinen Mit 20 Bildtafeln in der Buchmitte. Der Schutzumschlag hat einige kleinere Gebrauchsspuren. Das Buch ist in sehr gutem Zustand mit allenfalls minimalen Gebrauchsspuren. Wolfgang Hildeshelmer, "dieser Mozartianer unter den deutschen Schriftstellern der Zeit" ("Merkur"), hat seine Arbeit über Mozart als sein Lebensbuch bezeichnet. Es ist ein außerordentliches Buch, dieses neue Werk von Hildesheimer über die Jahrtausendgestalt Mozart. Es ist neuartig, weil es mit bisher niemals angewandten Kategorien seinen Gegen- stand darstellt. Und es ist eine Summe einer über zwanzigjährigen Beschäftigung mit Mozart. Als man am 6. Dezember 1791 den schmächtigen, verbrauchten Körper Mozarts ins dürftige Grab senkte, den Körper eines Menschen, der in den letzten Jahren Verkennen-, Vergessen-Werden, Übergangen-Werden, Isolation und Verein- samung erdulden mußte - da ahnte niemand, daß hier die sterblichen Überreste eines unfaßbar großen Geistes zu Grabe getragen wurden. Mozarts Ruhm war zu dieser Zeit geschwunden. Dann kamen posthum Verklärung und Pathos, seine letzte Symphonie nannte man "Jupitersymphonie", ein für Mozart sicherlich unbegreiflicher Name. Daß er mit letzter Kraft seine letzte Messe zu intonieren suchte, ist wohl mythenerzeugendes Wunschdenken schuldbewußter Nachwelt. Sicher sind auch die Verherrlichungen und Verklärungen der Mozart-Biographik aus solchem Schuldbewußtsein entstanden. Mozart wurde immer mehr zum Objekt des Wunschdenkens seiner Biographen. Wolfgang Hildesheimer läßt sich von Fehl- und Mißdeutungen durchaus inspirieren; sie sind die Ansatzpunkte für die Korrektur des Mozart-Bildes, das durch Generationen lasurenweise entstanden ist, und in dem Mozart als "domestizierter Held" erscheint. Hildesheimer spießt das Pathos der Biogra- phik auf und setzt es in Beziehung zu Mozarts großer Musik, die eine Musik ohne Pathos war, eine Musik der "doppelt-zukunftfähigen" Voraussicht, wie Ernst Bloch dies einmal genannt hat, wenn er bei Mozart von der "doppelsinnigen Archetypen-Tiefe" spricht. Hildesheimer hat sich ernsthaft neu dem Versuch gestellt, wie das Genie Mozart zu ergründen sei. Mozart wird uns immer ein Rätsel bleiben. Im Hildesheimer-Buch werden die Dimensionen dieses Rätsels zum ersten Male, frei von Affekt und Vorurteil, ausführlich und glaubhaft präsentiert. Einzig in seiner Musik hat sich Mozart offenbart, doch auch sie ist nur schwerlich ein Schlüssel zu den Stadien seines Lebens und seiner Erlebnisse. Hildesheimers Buch ist nicht das Buch eines Musikologen, es ist keine Biographie in welchem Sinne auch immer, es ist das Buch eines Schriftstellers und Künstlers, der dem kreativen Prozeß der Kunst um einiges näher steht, der, geschult durch Psychoanalyse, versucht, den Prozessen des Schöpferischen auf den Grund zu kommen, der aber nicht dem Fehler verfällt, sich der eigenen Seele als Maßstab für die seines Helden zu bedienen. Mozart wird in diesem Buch neu beleuchtet. Man sieht Mozart nicht als lichten Apolliniker, der hin und wieder dionysisch aus der Rolle fällt, sondern man sieht ihn in seiner ganzen Gestalt. In einer Gestalt, die neben erklär- baren Zügen auch eine unheimliche Fremdheit enthält. Mozart war einer, der sich nicht verriet, nicht im Leiden und nicht im Tode, und der doch seinem Elend und der Nichtanerkennung durch die Umwelt den höchsten Reichtum und die größte Intensität seiner Musik abgewann.

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Hildesheimer, Wolfgang: Mozart, Suhrkamp 52.-80.Tsd. 1977 Frankfurt am Main
415S. 8°

Leinen Mit 20 Bildtafeln in der Buchmitte. Zustand des Buches wie neu, bis auf Widmung im Vorsatz und einem ganz kleinen Fleck auf einer Seite. Der SU is am Rand bestoßen und die Klarsicht-Folie löst sich teilweise ab. Wolfgang Hildeshelmer, "dieser Mozartianer unter den deutschen Schriftstellern der Zeit" ("Merkur"), hat seine Arbeit über Mozart als sein Lebensbuch bezeichnet. Es ist ein außerordentliches Buch, dieses neue Werk von Hildesheimer über die Jahrtausendgestalt Mozart. Es ist neuartig, weil es mit bisher niemals angewandten Kategorien seinen Gegen- stand darstellt. Und es ist eine Summe einer über zwanzigjährigen Beschäftigung mit Mozart. Als man am 6. Dezember 1791 den schmächtigen, verbrauchten Körper Mozarts ins dürftige Grab senkte, den Körper eines Menschen, der in den letzten Jahren Verkennen-, Vergessen-Werden, Übergangen-Werden, Isolation und Verein- samung erdulden mußte - da ahnte niemand, daß hier die sterblichen Überreste eines unfaßbar großen Geistes zu Grabe getragen wurden. Mozarts Ruhm war zu dieser Zeit geschwunden. Dann kamen posthum Verklärung und Pathos, seine letzte Symphonie nannte man "Jupitersymphonie", ein für Mozart sicherlich unbegreiflicher Name. Daß er mit letzter Kraft seine letzte Messe zu intonieren suchte, ist wohl mythenerzeugendes Wunschdenken schuldbewußter Nachwelt. Sicher sind auch die Verherrlichungen und Verklärungen der Mozart-Biographik aus solchem Schuldbewußtsein entstanden. Mozart wurde immer mehr zum Objekt des Wunschdenkens seiner Biographen. Wolfgang Hildesheimer läßt sich von Fehl- und Mißdeutungen durchaus inspirieren; sie sind die Ansatzpunkte für die Korrektur des Mozart-Bildes, das durch Generationen lasurenweise entstanden ist, und in dem Mozart als "domestizierter Held" erscheint. Hildesheimer spießt das Pathos der Biogra- phik auf und setzt es in Beziehung zu Mozarts großer Musik, die eine Musik ohne Pathos war, eine Musik der "doppelt-zukunftfähigen" Voraussicht, wie Ernst Bloch dies einmal genannt hat, wenn er bei Mozart von der "doppelsinnigen Archetypen-Tiefe" spricht. Hildesheimer hat sich ernsthaft neu dem Versuch gestellt, wie das Genie Mozart zu ergründen sei. Mozart wird uns immer ein Rätsel bleiben. Im Hildesheimer-Buch werden die Dimensionen dieses Rätsels zum ersten Male, frei von Affekt und Vorurteil, ausführlich und glaubhaft präsentiert. Einzig in seiner Musik hat sich Mozart offenbart, doch auch sie ist nur schwerlich ein Schlüssel zu den Stadien seines Lebens und seiner Erlebnisse. Hildesheimers Buch ist nicht das Buch eines Musikologen, es ist keine Biographie in welchem Sinne auch immer, es ist das Buch eines Schriftstellers und Künstlers, der dem kreativen Prozeß der Kunst um einiges näher steht, der, geschult durch Psychoanalyse, versucht, den Prozessen des Schöpferischen auf den Grund zu kommen, der aber nicht dem Fehler verfällt, sich der eigenen Seele als Maßstab für die seines Helden zu bedienen. Mozart wird in diesem Buch neu beleuchtet. Man sieht Mozart nicht als lichten Apolliniker, der hin und wieder dionysisch aus der Rolle fällt, sondern man sieht ihn in seiner ganzen Gestalt. In einer Gestalt, die neben erklär- baren Zügen auch eine unheimliche Fremdheit enthält. Mozart war einer, der sich nicht verriet, nicht im Leiden und nicht im Tode, und der doch seinem Elend und der Nichtanerkennung durch die Umwelt den höchsten Reichtum und die größte Intensität seiner Musik abgewann.

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