Jahnn Epilog
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Jahnn, Hans Henny: Werke und Tagebücher in sieben Bänden. Hamburg, Hoffmann und Campe 1974.
Band 1: Dramen I: Pastor Ephraim Magnus / Die Krönung Richards III. / Medea, Versfassung 1926. Band 2: Dramen II: Straßenecke / Neuer Lübecker Totentanz, Fassung 1931 / Armut, Reichtum, Mensch und Tier / Thomas Chatterton / Der staubige Regenbogen, Band 3: Perrudja, Zweites Buch, Band 4: Fluß ohne Ufer: Das Holzschiff, Band 5: Fluß ohne Ufer: Die Niederschrift des Gustav Anias Horn I / Band 6: Fluß ohne Ufer: Die Niederschrift des Gustav Anias Horn II, Band 7: Fluß ohne Ufer: Epilog, Band 8: Die Nacht aus Blei, Kurze Prosa und Essays.
7 Bde., 8°, Band 1 Einleitung von Hans Mayer, Romane I Perrudja, Perrudja II, 634 S.,Band 2, Romane II, Fluß ohne Ufer, Das Holzschiff, Die Niederschrift des Gustav Anias Horn I, 781 S.,Band 3,Romane III, Fluß ohne Ufer, Die Niederschrift des Gustav Anias Horn II, Epilog, 870 S.,Band 4 Dramen I, Pastor Ephraim Magnus, Hans Heinrich u.a.528 S., Band 5 Dramen II Neue Lübecker Totentanz,Straßenecke, 390 S.,Band 6 Prosa Dramenfragmente,547 S.,Band 7 Schriften,Tagebücher,783 S., Flex. Ln.-Einb., (ordentl. Exple.). Auflage:0
[SW: Werkausgaben]
Jahnn, Hans Henny: Epilog. Hrsg. und mit einem Nachwort von Walter Muschg. Frankfurt, Europäische Verlagsanstalt (1961).
Erste Ausgabe (WG 14). Der "Epilog" schließt das große Romanwerk "Fluß ohne Ufer" mit den beiden Roman "Das Holzschiff" und "Die Niederschrift des Gustav Anias Horn", ab. - Umschlag minimal angerändert, gutes Exemplar.
8°. 432 S. Gelber Original-Leinenband mit OUmschlag. (=Fluß ohne Ufer. Roman in drei Teilen; 3).
[SW: Autoren A-Z]
Jahnn, Hans Henny: Fluß ohne Ufer. - Hamburg : Hoffmann und Campe Dritter Teil EPILOG BORNHOLMER AUFZEICHNUNGEN ERZÄHLUNGEN UND TEXTE AUS DEM UMKREIS VON "FLUSS OHNE UFER" Herausgegeben VON Uwe Schweikert UND Ulrich Bitz, - Hamburg, Hoffmann & Campe, 1986. ISBN: 3455036341
Enth.: Teil 3. Epilog. Bornholmer Aufzeichnungen. Erzählungen und Texte aus dem Umkreis von "Fluß ohne Ufer".Es handelt sich hier um ein Verlagsexempar von Hoffmann und Campe mit kleinen Verlagsstempeln im Vorsatz und auf dum Kopfschnitt und auch unten auf dem Schnitt. Der Umschlag hat am Rücken zwei Falten und am Buchschnitt einen minimalen kleinen braunen Fleck. C1/74 - , ISBN-13: 9783455036343
1te 1044 S. Leinen
Jahnn, Hans Henny: Die Niederschrift des Gustav Horn nachdem er neunundvierzig Jahre alt geworden war. 2 Bände. Fluß ohne Ufer Teil 2. Frankfurt a. M., Europäische Verlagsanstalt, 1959.
Guter Zustand. - Hans Henny Jahnn eigtl. Hans Henry Jahn (* 17. Dezember 1894 in Stellingen; 29. November 1959 in Hamburg) war ein deutscher Schriftsteller, Orgelreformer und Musikverleger. Leben: Der Sohn eines Schiffbauers besuchte ab 1904 die Realschule in St. Pauli, wo er auch Gottlieb Harms (1893-1931, später Musikschriftsteller) kennenlernte, dann ab 1911 die Oberrealschule Kaiser-Friedrich-Ufer in Hamburg-Eimsbüttel, auf der er 1914 sein Abitur machte. Jahnn emigrierte 1915 zusammen mit Harms nach Norwegen, um dem Ersten Weltkrieg zu entgehen. Ende 1918 kehrte er zunächst nach Hamburg zurück, zog dann für kurze Zeit aufs Land bei Eckel. Hier lebte er mit Gottlieb Harms und Franz Buse (1900-1971, damals Bildhauer). Auch andere Personen, wie Ellinor Philips (1893-1970), Jahnns spätere Ehefrau, wohnten dort. Obwohl sich Jahnn öffentlich nie dazu bekannte und heiratete, gilt als eindeutig erwiesen, dass er von Jugend an homosexuelle Beziehungen unterhielt,[1] unter anderem zu Harms, der seine große Liebe war und neben dem er bestattet liegt. 1919 gründeten Jahnn, Harms und Buse gemeinsam die Künstlergemeinschaft Ugrino. Sie entstand - wie viele ähnliche Gruppen in der Weimarer Republik - aus dem Bedürfnis nach neuer Sinnstiftung und als Alternative der von vielen als enttäuschend empfundenen Situation nach dem Ersten Weltkrieg. Die Gemeinschaft Ugrino wollte Kunstwerke aller Art erhalten und neue schaffen. Insbesondere sollten auf einem eigenen Grundstück, das teilweise auch gekauft wurde, Sakralbauten errichtet werden (Architekt: Jahnn). Letztlich blieben aber die meisten Pläne der Gemeinschaft Ugrino unausgeführt. Erfolgreich war die Gründung des Ugrino-Verlags (1921) zusammen mit Gottlieb Harms, in dem Werke barocker und vorbarocker Komponisten erschienen, die von der Fachwelt anerkannt werden. Gleichfalls im Jahr 1919 veröffentlichte Jahnn das Drama Pastor Ephraim Magnus, für das er 1920 mit dem renommierten Kleist-Preis ausgezeichnet wurde (UA 1923). Weitere Dramen folgten. Manche Presseorgane taten sich schwer mit Jahnns Stücken, stellten sie doch oft extreme Gefühlslagen und Handlungen dar (Inzest, Homosexualität, Verstümmelung ). Die Stücke wurden teils heftig kritisiert, teils aber auch aus berufenem Munde (Thomas Mann) aufs höchste gelobt. Obwohl Jahnn seit Beginn der 1930er Jahre vor der NSDAP gewarnt hatte und der linksliberalen DDP-Abspaltung Radikaldemokratischen Partei (RDP) beigetreten war,[2] wollte er doch nicht endgültig emigrieren und den Kontakt mit Deutschland nicht verlieren. Er war überzeugt, dass er als Schriftsteller nur in Deutschland seinen Lebensunterhalt sichern konnte. Darum blieb er z.B. Mitglied der Reichsschrifttumskammer. Die Nationalsozialisten standen ihm feindlich gegenüber (aufgrund seiner Stücke wurde er in der Presse u. a. als "Kommunist und Pornograph" bezeichnet) und durchsuchten mehrfach seine Wohnung in Hamburg. Darum verließ Jahnn im Frühjahr 1933 Deutschland und hielt sich während der nationalsozialistischen Diktatur meist im Ausland auf, kehrte aber immer wieder für kurze Zeit nach Deutschland zurück. Seit 1934 wohnte er auf Bornholm in Dänemark, wo seine Schwägerin Sibylle, gen. Monna Harms, auf Jahnns Rat einen Bauernhof erworben hatte, den er bis 1950 bewirtschaftete. Auf Bornholm verfasste er auch den größten Teil seines Hauptwerkes Fluß ohne Ufer, einer gewaltigen Trilogie von über 2000 Seiten, deren letzten Band Epilog er nicht abschloss. Seine Dramen "Spur des dunklen Engels" und "Neuer Lübecker Totentanz" wurden von seinem Patensohn Yngve Jan Trede vertont, dessen musikalische Hochbegabung Jahnn erkannte und förderte. 1950 kehrte er zurück nach Hamburg und setzte sich vor allem gegen die Entwicklung von Atombomben und die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik ein. Jahnn war Mitbegründer und erster Präsident der Freien Akademie der Künste in Hamburg. 1956 reiste er nach Moskau, am 29. November 1959 erlag er einem Herzleiden im Blankeneser Krankenhaus Tabea. Der Freund und Arzt Prof. Dr. Gotthold Möckel war in den letzten Stunden bei ihm. Sein Grab befindet sich auf dem Nienstedtener Friedhof. Die Grabanlage hat Jahnn gemäß den Vorgaben der Ugrino-Satzung entworfen. Auch seinen schweren, wachsversiegelten, mit Metall ausgekleidete Sarg aus überdickem Holz hatte er sich zu Lebzeiten nach der Ugrino-Satzung konstruieren lassen. Bei der Beerdigung mussten die Träger den Sarg auf dem Weg zum Grab alle drei Schritte absetzen.[3] Sein letzter, wiederum unvollendeter Roman Jeden ereilt es erschien erst postum 1968, die Erzählung Die Nacht aus Blei, ein Auszug daraus, erschien schon im Jahr 1956. Literarisches Werk: Jahnn, der ein bedingungsloser Pazifist war, hat einmal den Menschen als "Schöpfungsfehler" bezeichnet. In seinen Aufsätzen, Reden und in seinen Romanen beobachtet er mit wachsendem Entsetzen das Ausmaß an Grausamkeit und Destruktivität, dessen der Mensch fähig ist. Rettung sucht er in der Natur, deren Schönheit und Harmonie er in grandiosen Landschaftsschilderungen (etwa in seinem Roman Fluß ohne Ufer) unermüdlich schildert. Zugleich kann er nicht übersehen, dass auch die Natur grausam sein kann. Versöhnung, so seine Hoffnung und der Antrieb seines Schreibens, kann allein die Kunst bewirken. Jahnns in vieler Hinsicht ungewöhnliches literarisches Werk lässt sich durch die folgenden Strukturmerkmale näher bestimmen: Reduktion des Menschen: Jahnn versteht die simple Wahrheit, dass der Mensch Teil der Natur sei, wörtlich und radikal. Der Mensch ist nicht über das Tier erhaben. Beiden gleich ist die Empfindung des Schmerzes, und das Leben ist ein universaler und permanenter Schmerz, mit dem Unterschied freilich, dass die Tiere den Schmerz ohnmächtig erdulden, während der Mensch planvoll und umsichtig Schmerz zufügt: sich selber und seinesgleichen, den Tieren und der gesamten Natur. Schlachthof und Krieg sind die beiden Seiten eines unbegreiflichen Willens zur Lebensvernichtung. Im ersten Kapitel der "Niederschrift" (Band II des Romans Fluß ohne Ufer) geht der Komponist Gustav Anias Horn in den Stall, bettet sein Haupt an den Hals der Stute Ilok und weint. Perrudja (Held des gleichnamigen Romans) liebt ein Pferd: "Perrudja kroch heran, biß lose in das samtene Fell, barg seinen Kopf zwischen den Schenkeln und träumte, träumte sich alle Stürze der Welt." Weil das Tier nicht unter, sondern neben dem Menschen steht, als ein rätselhaft Anderes, ist jene Tierliebe, die gemeinhin Sodomie heißt, weder obszön noch lächerlich, sondern allenfalls auf bestürzende Weise vergeblich. In dem Drama Medea berichtet Jasons Sohn von seiner ersten Begegnung mit Kreons Tochter. Er reitet auf einer Stute, sie auf einem Hengst. Die Reiterin holt ihn ein. Ehe er sich's versieht, besteigt der Hengst die Stute und bringt den Reiter in die drangvollste Lage. Was in dieser Szene an Männerängsten und Menschenphantasien drinsteckt, ist klar. Deshalb eignet sich Jahnns Werk nicht für die Psychoanalyse. Auf fast unschuldige Weise ist es offenkundig und folgt allen Triebregungen. Jahnn reduziert den Menschen auf das biologische Material, weil das Kreatürliche die Basis ist und der geistige Überbau eine Übersteigerung, die den Ruin der Schöpfung bedeutet. Jahnns Werk ist ein Protest gegen das anthropozentrische Weltbild. Verweigerung der Moral: Der Leichtmatrose Alfred Tutein ermordet Ellena, die Verlobte Gustavs (im Holzschiff, Band I von Fluß ohne Ufer). Er stößt ihr das Knie in den Mund und erdrosselt sie. Den Leichnam versteckt er in den Laderäumen der "Lais". Aus Furcht, der Verwesungsgeruch könnte zur Aufdeckung des Verbrechens führen, übergießt er die Tote mit Holzteer. "Über das Antlitz Teer. Über die Brüste Teer. In den unordentlich bekleideten, aufgedunsenen Schoß Teer. Er behing die Wehrlose mit den groben Fetzen, zog ihr einen weiten Mehlsack über den Oberkörper. Und entleerte den Rest der Kanne über das hingestauchte Bündel aus Sacktuch, Papier und Fleisch." Die Tat hat kein Motiv. "Alfred Tutein sagte...
Erstausgabe. WG 12,2. 830 und 742 Seiten. Teil der Erstausgabe des Willi Weismann Verlags, der von der Europäischen Verlagsanstalt übernommen wurde. Erkennbar an dem Verlagssignet "WWW" auf dem Leineneinband und der Ankündigung des Epilogbandes für das Jahr 1951 am Ende des 2. Teils. Originalleinen mit Schutzumschlag und mit Deckelvignette (Monogramm des Autors). Schutzumschlag von Teil 1 in schlechtem Zustand. Beide Teile das Papier zeitbedingt etwas gebräunt.
[SW: Willi Weismann Verlag, Erstausgaben, Verlagsgeschichte, Buchwesen, Deutsche Literatur der 50 er Jahre, Deutsche Literatur der 50-er Jahre, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften]




