Kasimir Edschmid
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Edschmid, Kasimir,
Kasimir Edschmid (1890-1966), Schriftsteller. E. Albumblatt mit alt montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt) und U. O. O., 13. Oktober 1942. 1 S. Qu.-32°. - "Kasimir Edschmid | mit guten Wünschen". - Die Unterschrift mit kleinen Tintenwischern. - Beiliegend einige Zeitungsausschnitte.
Kasimir Edschmid (1890-1966), Schriftsteller. E. Albumblatt mit alt montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt) und U. O. O., 13. Oktober 1942. 1 S. Qu.-32°. - "Kasimir Edschmid | mit guten Wünschen". - Die Unterschrift mit kleinen Tintenwischern. - Beiliegend einige Zeitungsausschnitte.
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Edschmid, Kasimir: Im Spiegel des Rheins. Westdeutsche Fahrten. Mit zahlreichen s/w-Fotografien auf Tafeln. Erstausgabe. Societäts-Verlag Erste Aufl. 1933 Frankfurt am Main
233S. 8°
Halbleinen Fadengehefteter, geprägter und illustrierter Halbleineneinband'mit farbigem Heftfaden. Der Einband fleckig bzw. leimschattig, kleiner Einriss am unteren Rand des vorderen Gelenks, private Widmung aus dem Jahr 1944 auf Vorsatz, das Papier allg. nachgedunkelt, im Inneren ansonsten durchweg guter Zustand. Kasimir Edschmid (* 5. Oktober 1890 in Darmstadt; 31. August 1966 in Vulpera, Engadin; eigentlich Eduard Schmid) war ein deutscher Schriftsteller, der zu den Vorkämpfern des Expressionismus zählte. Nach dem Zweiten Weltkrieg bekleidete er hohe literarische Ämter. Um 2000 stieß Edschmids Werdegang erneut auf Interesse, weil seine Schwiegertochter den Briefwechsel Edschmids mit seiner Vorkriegsgefährtin Erna Pinner veröffentlichte. Nach dem Besuch des Ludwig-Georgs-Gymnasiums in Darmstadt studierte Edschmid in München, Paris, Gießen und Straßburg Romanistik, was ihm vor allem wertvolle Kontakte zur Boheme und den Auftakt einer Serie von Gedichten, Erzählungen und Abhandlungen oder Manifesten der neuen expressionistischen Machart einbrachte. Tatsachen, Moralpredigten, Charakterzeichnungen galten nun als Plunder, der blumigen Phantasiegebilden zu weichen hatte. Als 1919 die Darmstädter Sezession aus der Taufe gehoben wird, ist Edschmid noch federführend dabei. Die Goldenen Zwanziger Jahre sehen ihn jedoch als Überfläufer zum vorher geschmähten Realismus. Folgt man einer Weltbühne-Glosse Kurt Tucholskys, hat der Realismus nicht unbedingt auf Edschmid gewartet. Einen beachtlichen Treffer erzielt Edschmid 1928 mit Sport um Gagaly - einem Prototyp des sogenannten Sportromans. Ausgedehnte Reisen in den Mittelmeerraum, nach Afrika und Südamerika verhelfen ihm zu umfangreichen Publikationen, die zwar Interesse für andere Länder und Sitten wecken, aber zumindest stellenweise von nationalistischen und rassistischen Vorurteilen ihres Autors zeugen. Gleichwohl landen 1933 auch Werke von Edschmid auf den Scheiterhaufen der Bücherverbrennung; es folgen Rede- und Rundfunkverbot, zum Teil auch Schreibverbot, was ihn veranlasst, sich mit "leidlich unverdächtigen Veröffentlichungen im Dritten Reich über Wasser zu halten". Somit wählt er die berüchtigte Innere Emigration, zu der in Darmstadt auch Ernst Kreuder zählt, dem Edschmid später die Büchnerpreisrede halten wird. 1945 kehrt Edschmid aus Oberbayern nach Darmstadt zurück. 1949 wird er Generalsekretär des P.E.N.-Zentrums der BRD, 1960 Ehrenpräsident. Daneben hat der "Schriftstellerfunktionär" zahlreiche andere Ämter inne, so dass er sich ein Auto und, auf der berühmten Darmstädter Mathildenhöhe, eine Hausangestellte leisten kann. Vermutlich 1966 unterzeichnet er mit 1.200 weiteren "Geistesschaffenden" eine Petition gegen die drohende Verabschiedung der Notstandsgesetze. 1916 ergriff der selbstbewußte und gutaussehende junge Edschmid die Chance, mit der Jüdin Erna Pinner ein schillerndes und produktives Liebespaar zu bilden. "Sie sind eine Art Romeo und Julia der Weimarer Zeit." Pinner begleitet ihn auf seinen zahlreichen Reisen, illustriert seine Bücher und entwirft Bühnenkostüme für seine Theaterstücke. 1935 flüchtet sie sich vor dem Nazi-Regime nach England. Edschmid selbst hält sich ab 1933 längere Zeit in Italien auf. 1941 heiratet er die 20 Jahre jüngere Elisabeth von Harnier. Gemeinsam mit seinen beiden kleinen Kindern zieht sich das Ehepaar auf einen Berghof in Ruhpolding zurück. Erna Pinner dagegen engagiert sich mit Freunden wie Anna Mahler in der Flüchtlingshilfe und baut sich mühsam, aber schließlich überaus erfolgreich eine Karriere als naturwissenschaftliche Zeichnerin und Autorin auf. Nach dem Krieg nimmt Edschmid den Kontakt mit Pinner brieflich wieder auf. Die alte Herzlichkeit stellt sich allerdings nicht mehr ein. Edschmid ist zudem darauf bedacht, heikle politische Fragen lieber auszuklammern. Aus diesem Briefwechsel entstand das Buch Wir wollen nicht mehr darüber reden ... Erna Pinner und Kasimir Edschmid: Eine Geschichte in Briefen (München 1999). Der Haupttitel gibt eine Bemerkung von Edschmid wieder - die sich auf die Zeit des Faschismus bezog. Die Rolle von Kasimir Edschmids Schwiegertochter Ulrike Edschmid als Autorin oder Herausgeberin dieses Briefbandes ist übrigens umstritten. Dagegen scheint Edschmid mit seinem autobiographisch geprägten Roman Das gute Recht von 1946 in die Offensive zu gehen. Er schildert hier die Kriegsjahre einer Künstlerfamilie in einem abgelegenen Bergdorf. Karen Fuchs erwähnt jedoch, Pinner habe sich über diese Darstellung befremdet gezeigt. "Im Kleinkrieg mit einigen überzeugten Nationalsozialisten, die im Haus zwangseinquartiert sind, beweisen die Eheleute aufrechte moralische Gesinnung. Nicht nur aus heutiger Sicht liest sich der Roman wie eine ungeschickte Rechtfertigung".
[SW: Deutsche Literatur | Reiseberichte | Regionalia | Rhein | Erstausgaben]
Geleitet von Heinz Herald, herausgegeben vom Deutschen Theater; Kasimir Edschmid: Blätter des Deutschen Theaters, Jgg. 8, Heft 1, August/September 1921. Programmheft KEAN von Kasimir Edschmid. Insz.: Gustav Hartung, Bühnenarchitektur: T. C. Pilartz, Kostüme: Erna Pinner. Mit Sita Staub, Käte Nevill, Elsa Tiedemann, Dore Steidl, Berlin Paul Speier & Co. G.m.b.H. 1921
Weitere Mitwirkende u.a.: Esther Hagan, Albert Bassermann, Erich Pabst, Hans Schweikart, Aribert Wäscher. Fortl. Pag. S. 1 - 8, beigeheft. 4 S. Stab, Besetzung u. Werbeannoncen, geheft. OBroschur, 8°. Beiträge: Dumas (Paul Wiegler). Kean (Heinrich Heine). Der Schauspieler Kean (Paul Landau). Kasimir Edschmid (Carlo Mierendorff). Zur Entstehungsgeschichte von Edschmids "Kean" (Dietrich Diestelmann). Opfer der Schauspielkunst, Gedicht (Hellmuth Krüger). Heftzustand: leichte vertikale Knickspur, Ecken gering bestossen. Schönes, gutes Exemplar.
[SW: Theater, Theaterzeitschriften, Zeitschriften, Bühnenblätter, Programmhefte, Theatergeschichte, Deutsches Theater, Berlin, Kean, Kasimir Edschmid, Sita Staub, Albert Bassermann]
Edschmid, Kasimir: Lord Byron. Roman einer Leidenschaft. Mit einem Nachwort des Verfassers. Wien München Basel, Kurt Desch Verlag, 1955.
Guter Zustand. Letzte Seite mit einem Einriß. - Kasimir Edschmid (* 5. Oktober 1890 in Darmstadt; 31. August 1966 in Vulpera, Engadin; eigentlich Eduard Schmid) war ein deutscher Schriftsteller. Leben: Nach dem Besuch des Ludwig-Georgs-Gymnasiums in Darmstadt studierte Edschmid in München, Paris, Gießen und Straßburg. Er war bis 1920 ein Vorkämpfer des Expressionismus, für dessen Entwicklung nicht nur seine Novellen und theoretischen Schriften beachtlich waren. Er erzielte hohe Auflagen, wurde aber von seinen Schriftstellerkollegen teilweise heftig abgelehnt, so unter anderem von Kurt Tucholsky. Nach ausgedehnten Reisen in den Mittelmeerraum, nach Afrika und Südamerika kam es zu umfangreichen Publikationen, von denen Teile während des Nationalsozialismus im Deutschen Reich verboten wurden. Es folgten Redeverbot und Rundfunkverbot, auch teilweise Schreibverbot, was Edschmid veranlasste, sich mit leidlich unverdächtigen Veröffentlichungen im Dritten Reich "über Wasser zu halten". Doch trotz dieser Einschränkungen ist Edschmid nach mehreren Meinungen als rechts einzustufen. 1945 kehrte Edschmid nach Darmstadt aus Ruhpolding zurück. Er wurde 1949 Generalsekretär des P.E.N.-Zentrums der BRD, 1960 deren Ehrenpräsident. 1965 hielt er anlässlich des Büchner-Preises für Günter Grass die Laudatio. Zudem war er Mitbegründer der Darmstädter Sezession. Seine Freundin und Partnerin Erna Pinner war, da sie Jüdin war, in den 1930er Jahren nach England geflohen. Edschmid selbst hielt sich ab 1933 längere Zeit in Italien auf. Nach dem Krieg nahm der inzwischen verheiratete Edschmid, der in dieser Ehe zwei Kinder hatte, den Kontakt brieflich wieder auf. Aus diesem Briefwechsel entstand das Buch Wir wollen nicht mehr darüber reden... Erna Pinner und Kasimir Edschmid: Eine Geschichte in Briefen (München 1999). Aus wikipedia-Kasimir_Edschmid
Lizenzausgabe. Welt im Buch. 334 Seiten. 18,8 cm. Halbleder mit goldgeprägten Rückentiteln, goldgeprägten Rückenverzierungen und einer goldgeprägten Deckelillustration.
[SW: Deutsche Literatur der vierziger Jahre, Zeitgeschichte, Erstausgaben, Reisen, Deutsche Literatur der 40 er Jahre, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Literatursoziologie, Sprachwissenschaft, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik, Englische Literatur des 18. Jahrhunderts, Englische Literatur des 19. Jahrhunderts, Anglistik, Englische Sprach- und Literaturwissenschaft, Britain]




