Kierkegaard die Tagebuecher
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Sören,Kierkegaard: Die Tagebücher 1. Gesammelte Werke und Tagebücher. 38/1. Abt. Bd. 28, Grevenberg Verlag, Juli 2003 ISBN: 3936762384
Die Tagebücher Kierkegaards sind eines der bemerkenswertesten Dokumente der Weltliteratur. Einer der geistvollsten und ideenreichsten, aber auch tiefsinnigsten Schriftsteller Europas, bedeutend als Dichter, als Philosoph und als religiöser Denker, hat in den 20 Jahren seines geistig aktiven Lebens - er wurde nur 42 Jahre alt - fast ständig, mit nur wenigen Unterbrechungen, das, was ihn bewegte und beschäftigte, Tagebüchern anvertraut. Aus einer Sammlung geistreicher und tiefschürfender Einfälle und eindrucksvoll geschilderter Beobachtungen entwickeln sich diese durch zwei seelische Katastrophen zu einem ständigen Kommentar seines inneren Erlebens, und wir erhalten so von diesem so unglaublich produktiven und reflektierten Denker einen die Wendungen seines Denkens und Empfindens verarbeitenden Einblick in seine innere Geschichte; die äußeren Tatsachen des Lebens spiegeln sich darin allerdings fast immer in einer durch intensive Reflexion verwandelten Gestalt. - Hayo Gerdes gibt uns dieses Dokument in einer Auswahl, die - zusammen mit den schon den Gesammelten Werken beigegebenen Auszügen - alles erfaßt, was für das Verständnis von Leben und Werk Kierkegaards wichtig sein könnte oder aber in sich bedeutungsvoll ist; eine derart umfassende Auswahl gibt es bisher sonst in keiner der großen europäischen Sprachen. In der Einleitung zum ersten Band erhalten wir eine sehr wertvolle Einführung in die Eigenart dieser Tagebücher, mit wichtigen Beobachtungen darüber, wie darin die eigenen Erlebnisse Kierkegaards verarbeitet und verwandelt werden, und daraus sich ergebenden Hinweisen auf Gefahren der Fehlinterpretation. Diese Einleitung sowie die den einzelnen Abschnitten beigegebenen Erläuterungen geben dem Leser alle die Hilfen, die zum Verständnis wie zur wissenschaftlich verantwortlichen Benutzung der Tagebücher erforderlich sind. - Der erste Band umfaßt mit den Jahren von 1835 bis 1844 die Zeit, in der Kierkegaard durch innere Katastrophen auf den Weg des eigenwilligen religiösen Denkers und Mahners geführt wurde, den er dann als seine Lebensaufgabe erkannte: zuerst die Zeit des jugendlichen Protestes gegen das strenge, bedrückende Christentum des Vaters, mit einer Protesthandlung im Jahre 1836, deren Schmerz er nie ganz verwunden hat, dann im Jahre 1838 das beseligende Erlebnis der Bekehrung und die Versöhnung mit dem Vater, schließlich 1840/41 die Verlobung mit Regine Olsen und deren Zerbrechen, ein aufwühlendes Geschehen, durch das der erste große Schub genialer dichterischer und religiöser Schriften ausgelöst wurde.
NEUBUCH! 213 mm x 144 mm x 35 mm
[SW: Kierkegaard, Sören]
Sören,Kierkegaard: Die Tagebücher 5. Gesammelte Werke und Tagebücher. 38/5. Abt. Bd. 32, Grevenberg Verlag, Januar 2004 ISBN: 3936762422
Der fünfte Band der Tagebücher Kierkegaards umfaßt die Zeit von April 1851 bis zu seinem Tod im November 1855. Sie zeigen vor allem seinen letzten inneren Kampf darum, wann und in welcher Gestalt er seinen Protest gegen den damaligen Kirchenbetrieb der bestehenden Christenheit öffentlich vortragen müsse, bis er dann am 18. Dezember 1854 mit dem Artikel War Bischof Mynster ein 'Wahrheitszeuge' ... die Reihe agressiv-kritischer Zeitungsartikel und Flugschriften begann, die sein letztes Lebensjahr füllte (s. 34. Abteilung der Gesammelten Werke). Den Weg zu diesem Entschluß kennzeichnet Gerdes in der Einleitung des Bandes so: Man kann sich die Seelenqual .., in die er durch Mynsters und des Bestehenden Zweideutigkeit und die sich daraus ergebende Unsicherheit über seine verbleibende Aufgabe gestürzt wurde, - geschärft dadurch, daß sich alles mit seinem Selbstverständnis und Gottesverhältnis ineinanderschlang -kaum zermürbend genug vorstellen. Die vielen Reflexionen .. über sich selbst, über das Wesen des außerordentlichen Zeugen, über die Nachfolge und über sein Verhältnis zum Bestehenden ... geben davon Zeugnis. In diesen Zusammenhang gehört auch Kierkegaards eindringliche Auseinandersetzung mit Luther in diesen Jahren, deren Einseitigkeiten und Verzerrungen nur daraus zu erklären sind, daß Kierkegaard die ihm gegenwärtige Gestalt des dänischen Protestantismus mitsamt der ihm daraus erwachsenden persönlichen Problematik weithin in Luther rückprojiziert. Sein religiöses Selbstverständnis zu der Zeit, als er den offenen Angriff begann, zeigt eindrucksvoll die Aufzeichnung Ein besonderes Gottesverhältnis in Unmittelbarkeit und Reflexion auf S.361f. - Von den mancherlei Reflexionen, die dieser Band außerdem bietet, sei besonders hingewiesen auf die Gedanken zum Verhältnis von Christentum und Naturwissenschaft (S.144ff, s. dazu 17. Abt. der Gesammelten Werke S.123ff), die Auseinandersetzung mit Rasmus Nielsen (S.154ff u.ö.), die Urteile über Schopenhauer (insbes. S.195ff, 264ff) und über den Staat (S.318f )
NEUBUCH! 203 mm x 146 mm x 35 mm
[SW: Kierkegaard, Sören]
Kierkegaard, Sören: Gesammelte Werke [komplett, einschließlich der Tagebücher]. Düsseldorf & Köln, Diederichs 1950-1974.
Die Titel im Einzelnen (Erscheinungsjahr in Klammern): Band 1: Abt.1, Entweder-Oder, Erster Teil (1956) - Band 2: Abt. 2/3, Entweder-Oder, Zweiter Teil, Erbauliche Reden (1957). - Band 3: Abt. 4, Furcht und Zittern (1950). - Band 4: Abt. 5/6, Die Wiederholung. Drei erbauliche Reden 1843 (1955). - Band 5: Abt. 7/9 Erbauliche Reden 1843/44 (1956). - Band 6: Abt. 10 Philosophische Brocken. De omnibus dubitandum est (1960). - Band 7: Abt. 11/12. Der Begriff Angst. Vorworte. Erbauliche Reden 1843/44 (1958). - Band 8: Abt. 13/14. Vier erbauliche Reden 1844. Drei Reden bei gedachten Gelegenheiten 1845 (1964). - Band 9: Abt. 15. Stadien auf des Lebens Weg (1958). - Band 10: Abt. 16. Abschließende unwissenschaftliche Nachschrift zu den Philosophischen Brocken, Erster Teil (1957). - Band 11: Abt. 16. Abschliessende unwissenschaftliche Nachschrift, Zweiter Teil (1958). - Band 12: Abt. 17, Eine literarische Anzeige (1954). - Band 13: Abt. 18, Erbauliche Reden in verschiedenem Geist (ohne Jahr). - Band 14: Abt.19, Der Liebe Tun (Ohne Jahr, nach 1966). - Band 15: Abt. 20, Christliche Reden 1848 (1959). - Band 16: Abt. 21/23, Kleine Schriften 1848/49 (1960). - Band 17: Abt. 24/25, Die Krankheit zum Tode. Der Hohepriester - der Zöllner - die Sünderin (1957). - Band 18: Abt. 26, Einübung im Christentum (ohne Jahr). Band 19: Abt. 27/28/29, Erbauliche Reden 1850/51. Zur Selbstprüfung der Gegenwart anbefohlen. Urteilt selbst (1953). - Band 20: Abt. 30, Erstlingsschriften (1960). - Band 21: Abt. 31, Über den Begriff der Ironie mit ständiger Rücksicht auf Sokrates (1961). - Band 22: Abt. 32, Der Corsarenstreit (1960). - Band 23: Abt. 33, Die Schriften über sich selbst (1951). - Band 24: Abt. 34, Der Augenblick. Aufsätze und Schriften des letzten Streites (1959). - Band 25: Abt. 35, Briefe (1955). - Band 26: Abt. 36, Das Buch über Adler (1962). - Band 27: Abt. 37, Registerband (ohne Jahr, nach 1968). - Die Tagebücher: Band 1 (1962), - Band 2 (1963), - Band 3 (1968), - Band 4 (1970), - Band 5 (1974). -Zustandsbeschreibung: Ehemalige Bibliotheksexemplare mit entfernten Rückensignaturen und Stempeln. Außengelenk des 1., 3. und 7. Bandes sowie des 1. Tagebuchs angeplatzt, bei 2 Bänden Rücken oben mit kleiner Fehlstelle. Einbände sonst nur leicht berieben, bestoßen und fleckig, am Rücken etwas ausgebleicht (Lichtkante). Band 24 ist mit Kunststoff kaschiert. 3 Bände mit wenigen Anstreichungen in Buntstift und Bleistift, 1 Band mit leicht angerissenem Innengelenk. Sonst innen durchgehend guter und sauberer Zustand. Seitenzahl: XVI, 510 Seiten; XIV, 448 Seiten; XIV, 164 Seiten; XII, 168 Seiten; X, 220 Seiten; XII, 192 Seiten; XII, 282 Seiten; VIII, 228 Seiten; XVI, 570 Seiten; 356 Seiten; XII, 420 Seiten; XXXII, 164 Seiten; XII, 378 Seiten; XII, 460 Seiten; X, 344 Seiten; XVIII, 148 Seiten; XII, 186 Seiten; XII, 300 Seiten; XII, 266 Seiten; XX, 196 Seiten; XIV, 374 Seiten; XII, 238 Seiten; XVI, 176 Seiten; XVI, 366 Seiten; XVI, 280 Seiten; XXIV, 234 Seiten; 176 Seiten; XVI, 446 Seiten; X, 298 Seiten; X, 358 Seiten; VIII, 348 Seiten, X, 422 Seiten. -
Mischauflage. 36 Abteilungen in 26 Bänden sowie 1 Registerband und 5 Bände der Tagebücher, insgesamt 32 Bände; die Gesammelten Werke von Kierkegaard sind somit vollständig. 8° (21 x 13,5 cm), goldgeprägte Orig.-Leineneinbände.
[SW: Philosophie philosophy,]
Sören,Kierkegaard: Die Tagebücher 2. Gesammelte Werke und Tagebücher. 38/2. Abt. Bd. 29, Grevenberg Verlag, Juli 2012 ISBN: 3936762392
Der zweite Band der Tagebücher Kierkegaards umfaßt die Zeit von Dezember 1844 bis Mai 1848. In dieser Zeit verfaßte er zwei große Werke, mit denen sein Wirken als Dichter und als philosophischer Schriftsteller im eigentlichen Sinn seinen Abschluß findet: die Stadien auf des Lebens Weg und die Abschließende unwissenschaftliche Nachschrift zu den Philosophischen Brocken. Dann sehen wir in seinem Lebensgang einen weiteren tiefen Einschnitt: Empört über die Tyrannei, die ein gewissenloses Witzblatt, der Corsar, in der dänischen Öffentlichkeit übte, provozierte er einen Angriff dieses Blatts auf sich selbst; er erzielte schließlich den Erfolg, daß das Hetzblatt seine Arbeit einstellen mußte, aber um den Preis, daß er selbst ein halbes Jahr lang schlimmste Anpöbelungen und Diffamierungen zu erdulden hatte, während die Masse der Gebildeten sich duckte, viele mit Schadenfreude (vgl. hierzu die 32. Abteilung der Gesammelten Werke). Diese deprimierenden Erlebnisse drängten ihm die Folgerung auf, daß das im ganzen Land mit den Lippen bekannte Christentum nur die Fassade eines weltlichen Egoismus sei und daß vom Christen die Nachfolge Christi im Konflikt mit dieser getarnten Weltlichkeit gefordert werde. Sein Ringen darum, seine Aufgabe als christlicher Schriftsteller von dieser Einsicht her neu zu verstehen, spiegelt sich wie in der damals beginnenden Reihe umfangreicherer Bände erbaulicher und christlicher Reden so auch in diesen Tagebüchern.
NEUBUCH! 212 mm x 141 mm x 27 mm
[SW: Kierkegaard, Sören]




