Kierkegaard "Werke"

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Es wurden insgesamt 498 Einträge zu 'Kierkegaard "Werke"' gefunden (Stand: 29.02.2012).

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Sören,Kierkegaard: Gesammelte Werke und Tagebücher / Erbauliche Reden in verschiedenem Geist. 18. Abt. 18. Abteilung, Grevenberg Verlag, April 2004 ISBN: 3936762236
Die bedrückenden Erlebnisse im Corsarenstreit 1846 (s. 32. Abteilung der Gesammelten Werke) nötigten Kierkegaard, sein Verständnis der Aufgabe des Christen neu zu durchdenken. Zeugnisse dieses die nächsten Jahre füllenden Reflexionskampfes sind außer seinen Tagebüchern (s. 38. Abteilung der Gesammelten Werke und Tagebücher, insbes. II. und III. Band) zunächst eine Reihe erbaulicher Reden; sie beginnt mit diesem Band. Gerdes schreibt dazu in der Einleitung: Kierkegaard erkennt, daß Christentum sich nicht in verborgener, wahrer Innerlichkeit erschöpft, sondern als Nachfolge Jesu leidender Zusammenstoß mit dem geistfeindlichen und gottlosen Wesen des Bestehenden ist. - Die erste dieser Reden, über das Thema: Die Reinheit des Herzens ist, Eines zu wollen, und wer in Wahrheit nur Eines will, der kann nur das Gute wollen, wird von dem großen dänischen Kierkegaardforscher Eduard Geismar so gekennzeichnet: Mir scheint es, daß nichts von dem, was er geschrieben hat, so unmittelbar aus seinem Gottesverhältnis entsprungen ist, wie diese Rede. ... Es ist eine Beichtrede; und ihre Absicht ist, den Menschen zur inneren Selbstvertiefung und Reue vor Gott zu helfen. Kierkegaard betont, daß es bei der Verantwortung vor Gott kein Versteck in der Menge gibt, daß ein Handeln in Übereinstimmung mit dem Urteil anderer keine Entschuldigung für ein Verfehlen des Guten ist: Für sich selbst, also als Einzelner, soll jeder Mensch Gott Rechenschaft ablegen. Diese lange Beichtrede wird besonders empfohlen zur Ergänzung und Belebung des Bildes, das Climacus in der Abschließenden unwissenschaftlichen Nachschrift (16. Abteilung der Gesammelten Werke) von der höchsten, der christlich-religiösen Existenzsphäre (der Religiosität B) gegeben hat. - Zu demselben Zweck ist auch die letzte Redengruppe dieses Bandes, über Das Evangelium der Leiden, hilfreich. Das Leiden ist zugleich die von Gott gegebene Gabe des Wegs, der allein uns Vertiefung ins Gottesverhältnis, das Christus ähnlich Werden und ewiges Leben gewährt, und die von Gott gegebene Aufgabe des Wegs, an der wir ethisch-religiös das lernen, was wir von Christus als Glaubende lernen sollen: Selbstverleugnung, fröhliche Sanftmut, stillehaltenden Gehorsam, Anbetung, Gehen in dem von Gott Gewiesenen, Ewigkeitsrichtung und Freimut. ... Die vierte Rede, das Freudige darin, daß ein Mensch im Verhältnis zu Gott immer schuldig leidet, zeigt, daß das Leiden des Unschuldigen, ins Zentrum des Versöhnungsglaubens gestellt, der uns im Grundverhältnis als vor Gott schuldig und Sünder nimmt, zu einem Zeugnis der sich unser annehmenden göttlichen Liebe wird. (E. Hirsch in Kierkegaard-Studien 1930-33 Bd.2, Neuausgabe E. Hirsch, Gesammelte Werke Bd. 12, Waltrop 2004, S.865) Damit wird hier sogleich sehr eindrucksvoll erläutert, was Kierkegaard unter der nun mehr und mehr hervortretenden Forderung: Christentum heißt dem Herrn Nachfolgen versteht.

NEUBUCH! 213 mm x 144 mm x 32 mm 1 schwarz-weiße Abbildungen

[SW: Kierkegaard, Sören]

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Sören,Kierkegaard: Stadien auf des Lebens Weg. Gesammelte Werke und Tagebücher. 15. Abt. Bd. 9, Grevenberg Verlag, März 2004 ISBN: 3936762198
Im religionsphilosophischen Denken Kierkegaards spielt die Herausarbeitung verschiedener Typen ethischer und religiöser Lebensanschauungen oder Existenzsphären eine große Rolle. In seinem letzten rein religionsphilosophischen Werk, der Abschließenden unwissenschaftlichen Nachschrift (16. Abteilung der Gesammelten Werke), unterschied er vier Existenzsphären: die aesthetische, die schon im I. Teil von Entweder-Oder in großer Vielfalt dargestellt wurde, eine ethische mit nur geringem religiösen Tiefgang und zwei Stufen religiöser Vertiefung; deren erste scheitert bei ihrem Ringen um ein Gottesverhältnis an dem damit verbundenen, nicht verwundenen Schuldbewußtsein und bleibt in Schwermut gefangen; erst auf der zweiten, paradox-religiösen Stufe wird diese Krise im Erfahren der versöhnenden Gnade Gottes überwunden. Doch ist es der Denkweise Kierkegaards gemäß, Typen ethisch-religiöser Einstellungen und Fehlentwicklungen nicht nur abstrakt-begrifflich abzuleiten, sondern in der Vielfalt des Lebens dichterisch darzustellen; das letzte, sehr umfassende Werk mit diesem Ziel sind die Stadien auf des Lebens Weg. In der ersten der drei hier zusammengefaßten Schriften läßt er dichterische Gestalten vor allem aus seinen früheren Werken auf einem Gastmahl der Pseudonyme Reden auf das Weib und die Liebe halten und führt so verschiedene Spielarten aesthetischer Lebensanschauung vor; mit seinem Wirbel geistreicher, überraschender, oft frivoler Gedanken und Einfälle wie mit dem sehr stimmungsvollen Erzählungsrahmen hat dies Werk immer wieder starken Eindruck gemacht und wird als Gegenstück zu Platos berühmtem Symposion gepriesen. Dagegen stellt er dann ein neues Loblied des aus Entweder/Oder bekannten, hier allerdings verflachten Gerichtsrats auf die Ehe, die er damit gegen den Spott der Pseudonyme verteidigt, - ein Musterbild einer soliden ethischen Lebensanschauung, die jedoch tiefere religiöse Probleme kaum ahnt, wie sie gerade auch mit der Lebensbindung zweier Menschen verbunden sind. Schließlich bietet er in der Leidensgeschichte noch einmal ein Beispiel einer zerbrechenden Verlobung (dies Problem hatte er schon in der 1. und 5. Abteilung der Gesammelten Werke behandelt); sie scheitert in diesem Fall gerade daran, daß der sie durchleidende Quidam bei seinem Ringen mit solchen religiösen Problemen in Schwermut gefangen bleibt. Diese Darstellung kommt dem tatsächlichen Erleben Kierkegaards beim Zerbrechen seiner Verlobung sehr viel näher als die beiden früheren, enthält sogar ein Originaldokument seiner eigenen Geschichte, wenn auch der dargestellte Quidam das eigentliche religiöse Erleben Kierkegaards nicht erreicht. Besonders gerühmt werden sechs Einlagestücke, in denen Kierkegaard verschiedene Arten religiös bedingter Schwermut dichterisch eindrucksvoll darstellt. Schließlich bietet der fingierte Verfasser dieser Leidensgeschichte, Frater Taciturnus, der sie in einem umfangreichen Nachwort kommentiert, selbst ein Beispiel eines Menschen, der sich scharfsinnig um die Probleme religiöser Existenz und die Möglichkeiten ihrer dichterischen Darstellung bemüht, jedoch mit der eigenen Existenz an ihrer Grenze stehen bleibt. Seine Gedanken dürfen darum, obwohl Kierkegaard dies Pseudonym bald danach auch in persönlichen Stellungnahmen verwendet hat, nicht als Kierkegaards eigene letzte Überzeugung genommen werden. Diese findet man vielmehr in der Beichtrede der mit den Stadien gleichzeitig veröffentlichten Drei Reden bei gedachten Gelegenheiten (14. Abteilung der Gesammelten Werke); deren Grabrede ist zur Interpretation des Gastmahls der Pseudonyme heranzuziehen, die Traurede zur religiösen Korrektur des Allerleis über die Ehe des Gerichtsrats.

NEUBUCH! 228 mm x 143 mm x 43 mm

[SW: Kierkegaard, Sören, Philosophie / 19. Jahrhundert]

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Sören,Kierkegaard: Die Tagebücher 5. Gesammelte Werke und Tagebücher. 38/5. Abt. Bd. 32, Grevenberg Verlag, Januar 2004 ISBN: 3936762422
Der fünfte Band der Tagebücher Kierkegaards umfaßt die Zeit von April 1851 bis zu seinem Tod im November 1855. Sie zeigen vor allem seinen letzten inneren Kampf darum, wann und in welcher Gestalt er seinen Protest gegen den damaligen Kirchenbetrieb der bestehenden Christenheit öffentlich vortragen müsse, bis er dann am 18. Dezember 1854 mit dem Artikel War Bischof Mynster ein 'Wahrheitszeuge' ... die Reihe agressiv-kritischer Zeitungsartikel und Flugschriften begann, die sein letztes Lebensjahr füllte (s. 34. Abteilung der Gesammelten Werke). Den Weg zu diesem Entschluß kennzeichnet Gerdes in der Einleitung des Bandes so: Man kann sich die Seelenqual .., in die er durch Mynsters und des Bestehenden Zweideutigkeit und die sich daraus ergebende Unsicherheit über seine verbleibende Aufgabe gestürzt wurde, - geschärft dadurch, daß sich alles mit seinem Selbstverständnis und Gottesverhältnis ineinanderschlang -kaum zermürbend genug vorstellen. Die vielen Reflexionen .. über sich selbst, über das Wesen des außerordentlichen Zeugen, über die Nachfolge und über sein Verhältnis zum Bestehenden ... geben davon Zeugnis. In diesen Zusammenhang gehört auch Kierkegaards eindringliche Auseinandersetzung mit Luther in diesen Jahren, deren Einseitigkeiten und Verzerrungen nur daraus zu erklären sind, daß Kierkegaard die ihm gegenwärtige Gestalt des dänischen Protestantismus mitsamt der ihm daraus erwachsenden persönlichen Problematik weithin in Luther rückprojiziert. Sein religiöses Selbstverständnis zu der Zeit, als er den offenen Angriff begann, zeigt eindrucksvoll die Aufzeichnung Ein besonderes Gottesverhältnis in Unmittelbarkeit und Reflexion auf S.361f. - Von den mancherlei Reflexionen, die dieser Band außerdem bietet, sei besonders hingewiesen auf die Gedanken zum Verhältnis von Christentum und Naturwissenschaft (S.144ff, s. dazu 17. Abt. der Gesammelten Werke S.123ff), die Auseinandersetzung mit Rasmus Nielsen (S.154ff u.ö.), die Urteile über Schopenhauer (insbes. S.195ff, 264ff) und über den Staat (S.318f )

NEUBUCH! 203 mm x 146 mm x 35 mm

[SW: Kierkegaard, Sören]

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Sören,Kierkegaard: Vier erbauliche Reden 1844. Gesammelte Werke und Tagebücher. 13/14. Abt. Bd. 8 Drei Reden bei gedachten Gelegenheiten 1845, Grevenberg Verlag, Mai 2004 ISBN: 393676218X
Gottes Bedürfen ist des Menschen höchste Vollkommenheit, das Thema der ersten erbaulichen Rede dieses Bandes, könnte als Motto über Kierkegaards Gesamtwerk stehen. So bieten die Reden dieses Bandes wiederum sehr persönliche Zeugnisse seiner inneren Kämpfe; es sind eher Selbstgespräche, Meditationen, in denen er sich seine neuen Einsichten, insbesondere den Verzicht auf seine große Liebe und dessen religiöses Verständnis, abringt. Die zunächst befremdliche Rede etwa über das Gebet als Streit mit Gott, in dem die Niederlage ein Sieg ist, wird man besser und tiefer verstehen, wenn man sie als Zeugnis des Gebetskampfes liest, den Kierkegaard um Festhalten oder Opfern seiner Verlobung tatsächlich geführt hat; dann wird sie zu einem bewegenden Dokument seiner inneren Geschichte. -Die ersten vier dieser Reden sollen zugleich dazu helfen, die theoretischen Überlegungen und Einsichten des Begriffs Angst (11. Abteilung der Gesammelten Werke) religiös zu verarbeiten. Die letzten drei Reden sollen Entsprechendes für die Stadien auf des Lebens Weg (15. Abteilung der Gesammelten Werke) leisten; und zwar dient die Grabrede der Interpretation des Gastmahls der Pseudonyme; die Traurede soll den Gedanken des Gerichtsrats über die Ehe eine religiös vertiefte Auffassung gegenüberstellen, die Beichtrede dem Verständnis der Leidensgeschichte, wie Frater Taciturnus es vorträgt.

NEUBUCH! 208 mm x 144 mm x 34 mm

[SW: Kierkegaard, Sören, Philosophie / 19. Jahrhundert]

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