Lenz Siegfried Deutschstunde

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Lenz, Siegfried/Brandenburg, Andre: Siegfried Lenz 'Deutschstunde' Kommentare, Diskussionsaspekte und Anregungen für produktionsorientiertes Lesen - Blickpunkt, Text im Unterricht, BEYER, Januar 2006 ISBN: 3888055121
An Siegfried Lenz scheiden sich immer noch viele Geister. Für die einen zählt er mit Böll und Grass zu den drei bedeutendsten Schriftstellern der deutschen Nachkriegsliteratur, für die anderen ist er ein provinzieller Geschichtenerzähler. Lenz hat sich seinen (guten) Namen erarbeitet; ein Mann der Schlagzeilen ist er nie geworden. Er hat nichts wirklich Spektakuläres veröffentlicht. Seine Deutschstunde war zwar so etwas wie ein Bestseller, alles in allem jedoch, so kann man sagen, hält sich Lenz eher im Hintergrund auf und überzeugt seine Leser mit Büchern, die er auf einem gleichbleibend hohen Niveau in ziemlicher Beständigkeit schreibt. Im vergangenen Jahr ist er siebzig Jahre alt geworden. Heute, beinahe drei Jahrzehnte nach dem Erscheinen der Deutschstunde, greift der Leser gern wieder einmal zurück auf die frühen Romane (Es waren Habichte in der Luft, Der Mann im Strom oder Duell mit dem Schatten), mit denen Siegfried Lenz seine Schriftsteller-Laufbahn begründete. Anderes, weitaus Jüngeres aus seinem Werk steht gewichtig daneben (Die Klangprobe, Die Auflehnung), das sich aber nicht so recht behaupten kann. Nach wie vor ist die Deutschstunde Pflichtlektüre im Kanon moderner deutschsprachiger Literatur der Oberstufe. Vielleicht nicht mehr ganz so häufig und selbstverständlich wie noch in den Siebzigern; auch weniger oft als Grass' Die Blechtrommel oder Frischs Homo faber. Unterrichtende, die ihre Schülerinnen und Schüler mit dem Roman von Siegfried Lenz konfrontieren, haben unsere volle Zustimmung. Uns erscheint der Roman nach wie vor sehr lesenswert und in seiner Thematik aktuell. Mit den für den Lernenden (und Unterrichtenden) arrangierten Materialien dieses BLICKPUNKT-Bandes wollen wir helfen, die Deutschstunde facettenreich, dennoch ökonomisch, zugleich aber auch wissenschaftsorientiert und lesernah anzugehen. Das Arrangement unseres BLICKPUNKT-Bandes unterscheidet sich deshalb von anderen Lernhilfen zu diesem Roman durch einen überwiegend impulsgebenden Charakter.

NEUBUCH! 2. Aufl. 2006. 57 S. 16,5 cm 165 mm x 116 mm x 3 mm 3 Skizz., Tab.; Blickpunkt, Text im Unterricht Bd.512

[SW: Lenz, Siegfried; Unterrichtsmaterialien, Deutschstunde (Lenz)]

Details

Lenz, Siegfried: Deutschstunde. Roman. Stuttgart, Hamburg: Deutscher Bücherbund (DBB), ohne Jahresangabe, ca. 1969.
Lesetipp des Bouquinisten! Sehr guter Zustand. - Der Roman Deutschstunde von Siegfried Lenz erschien 1968. Lenz bringt in diesem Werk das zentrale Thema der deutschen Nachkriegsliteratur auf den Punkt: Die Verquickung von Schuld und Pflicht in der Zeit des Nationalsozialismus. Die oft gehörte Entschuldigung, man habe ja nur "seine Pflicht getan", wird hier kritisch durchleuchtet. Formal ist der Roman durch zwei verschiedene Zeitebenen strukturiert: Die erste Ebene ist die Gegenwart des Ich-Erzählers Siggi Jepsen, der sich in einer Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche befindet; die zweite Ebene ist Siggis "Aufsatz", in dem er in Rückblenden seine Geschichte erzählt. Hinzu kommen außerdem gelegentliche Perspektivewechsel durch psychologische Studien über Siggi, die von ihm gelesen und skeptisch kommentiert werden. ... Aus: wikipedia-Deutschstunde. - - Siegfried Lenz (* 17. März 1926 in Lyck, Ostpreußen) ist ein deutscher Schriftsteller und einer der bekanntesten deutschsprachigen Erzähler der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Leben: Siegfried Lenz wurde 1926 als Sohn eines Zollbeamten in Lyck geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters zog seine Mutter samt Tochter von Lyck weg und ließ den gerade schulpflichtig gewordenen Siegfried bei der Großmutter zurück. Nach dem Notabitur 1943 wurde er zur Kriegsmarine eingezogen. Nach Unterlagen des Berliner Bundesarchivs ist Lenz in der Zentralkartei der NSDAP mit dem Antragsdatum 12. Juli 1943/Beitrittsdatum 20. April 1944 verzeichnet. Lenz wusste davon nach eigenem Bekunden nichts und geht davon aus, dass er ohne sein Wissen in einem Sammelverfahren in die NSDAP aufgenommen wurde. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs desertierte er in Dänemark und geriet auf seiner Flucht in Schleswig-Holstein in britische Kriegsgefangenschaft. Dort wurde Lenz zum Dolmetscher einer britischen Entlassungskommission. Nach seiner Entlassung besuchte er die Universität Hamburg, um dort Philosophie, Anglistik und Literaturwissenschaft zu studieren. Sein Studium brach er allerdings vorzeitig ab und wurde Volontär bei der Tageszeitung Die Welt und von 1950 bis 1951 Redakteur dieser Zeitung. Dort lernte er auch seine zukünftige Ehefrau Liselotte ( 5. Februar 2006) kennen, die einige seiner Bücher illustrierte. Die Ehe wurde 1949 geschlossen. 1951 unternahm Siegfried Lenz eine von dem Honorar für seinen ersten Roman, Es waren Habichte in der Luft, finanzierte Reise nach Kenia. Über das, was er in dieser Zeit erlebte, unter anderem den Mau-Mau-Aufstand, schreibt er in seiner Erzählung Lukas, sanftmütiger Knecht. Siegfried Lenz lebt seit 1951 als freier Schriftsteller in Hamburg und war regelmäßiger Gast des Literatentreffens Gruppe 47. Gemeinsam mit Günter Grass engagierte er sich für die SPD und unterstützte die Ostpolitik Willy Brandts. Zur Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrages wurde er 1970 sogar nach Warschau eingeladen. Er ist Ehrenmitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. Seit 2003 ist er Gastprofessor an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität. ... Aus wikipedia-Siegfried_Lenz

Lizenzausgabe. 479 Seiten. 22,3 cm. Braunes Leinen mit einer geprägten Deckelvignette und Kopffarbschnitt.

[SW: Deutsche Literatur der 60er Jahre, 20. Jahrhundert, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Erstausgaben, Nationalsozialismus, Deutsche Literatur der sechziger Jahre, Nationalsozialistische Verbrechen, Schleswig-Holstein , Sohn , Vater , Nationalsozialist , Geschichte 1943-1946, Filmkritiken, Filmkunst, Filmpublikum, Cineasten, Filmliteratur, Kino, Filmschauspieler, Film, Filme, Filmliteratur, Filmdrehbücher, Filmbuch, Verfilmte Literatur, Filmromane, Filmschauspielerin, Filmschauspieler, Filmliteratur, Filmvorlage, Filmgeschichte, Filmromane, Verfilmte Literatur,]

Details

Lenz, Siegfried: Das serbische Mädchen : Erzählungen / Siegfried Lenz, München : Dt. Taschenbuch-Verlag ISBN: 3423112905

Ausgabe: Ungekürzte Ausg. Umfang/Format: 230 Seiten , 18 cm Anmerkungen: Lizenz des Hoffmann-und-Campe-Verlag, Hamburg Erscheinungsjahr: 1990 Gesamttitel: dtv , 11290 Einbandart und Originalverkaufspreis: kartoniert : DM 9.80 Sachgebiet: Belletristik Wenn wir nicht wüßten, daß wir diese fünfzehn Geschichten einem der behutsamsten und menschlichsten Schriftsteller unserer Tage verdanken, dann könnten wir glauben, sie von unseren Freunden oder Nachbarn gehört zu haben. Nicht die Prahlereien der Sieger sind hier zu vernehmen, sondern die leiseren Töne derer, die nicht immer im Vordergrund stehen. Natürlich fehlen auch der hintersinnige Humor und die köstliche Ironie nicht, für die Lenz so berühmt ist. Siegfried Lenz, der am 17. März 1926 in Lyck, einer kleinen Stadt im masurischen Ostpreußen geboren wurde, zählt seit langem zu den bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Nachdem Lenz aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, ging er nach Hamburg und studierte Philosophie, Anglistik und deutsche Literaturgeschichte, ehe er 1950/51 als Redakteur für die Welt arbeitete. Seit 1951 lebt er als freier Schriftsteller in Hamburg. Bereits mit seinem ersten Roman gelang es ihm, die Kritik und die Leser für sich einzunehmen, und bis heute zeichnet sich Lenz, Werk dadurch aus, daß es menschliche Schicksale und aktuelle gesellschaftliche Fragen auf eine Weise verknüpft, die literarisch ambitioniert die Bedürfnisse breiter Leserschichten nicht vernachlässigt. Weite Teile des Lenzschen Werkes sind geprägt durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (etwa die Romane Der Mann im Strom , 1957, oder Brot und Spiele , 1959, einer der wenigen geglückten Sportromane der deutschen Literatur) und mit dem Dritten Reich bzw. seiner Verarbeitung. Zu Lenz, größtem Erfolg wurde dabei der 1968 erschienene Roman Deutschstunde , der auch internationalen bahnbrechend wurde. Wie der junge Siggi Jepsen darin die Geschichte seines Vaters, eines norddeutschen Polizisten, der es im Nationalsozialismus für seine Pflicht hält, das Malverbot seines Freundes Nansen zu überwachen, erzählt, ist eine bis heute bestechende Demaskierung eines pervertierten Pflichtbegriffs und wurde von vielen als befreiende künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema verstanden. Der Deutschstunde folgten viele große Romane ( Heimatmuseum , 1978, Der Verlust , 1981, Exerzierplatz , 1985 oder Die Auflehnung , 1994), die Lenz unverrückbar an die Seite der großen, deutschen Gegenwartsautoren wie Heinrich Böll, Günter Graß oder Martin Walser stellten. Sein Werk umfaßt alle literarische Gattungen: Lenz arbeitete für das Theater ( Zeit der Schuldlosen , 1961), schrieb Hörspiele ( Haußuchung , 1967) und Essays ( über den Schmerz , 1997), und für viele Leser ist er nicht zuletzt ein Meister der kleinen Form . Seine oft humoristisch grundierten Erzählbände wie So zärtlich war Suleyken (1955), Lehmanns Erzählungen (1964) und Der Geist der Mirabelle (1975) belegen dies trefflich. Siegfried Lenz wurde für sein uvre mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, darunter der Gerhart-Hauptmann-Preis, der Bayerische Staatspreis für Literatur, der Thomas-Mann-Preis, der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und zuletzt, 1999, der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main. Seine Auszeichnungen galten dem literarisch unvergleichlichen Werk, und sie rühmten immer auch das unerschrockene Engagement des Autors. gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren, Buchblock altersgemäß gebräunt, SEHR SCHÖN!!!

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Lenz, Siegfried: Lehmanns Erzählungen oder So schön war mein Markt. Aus den Bekenntnissen eines Schwarzhändlers. Mit Illustrationen von Helmut Hellmessen. Hoffmann und Campe Verlag 7.Aufl. 71.-80. Tausend 1970 Hamburg ISBN: 3455042244
125S. Klein 8°

Leinen Fadengehefteter, blauer Ganzleinenband. Der Einband dezent fleckig, Papier und Schnitte allg. leicht nachgedunkelt, ansonsten guter Zustand. Mit den kritisch-ironischen Memoiren des Schwarzhändlers Lehmann, dessen Talent einst Denkmäler versetzte und in Zeiten des Überflusses verkümmert, hat Lenz ein Buch von zeitloser Aktualität geschrieben. Siegfried Lenz, 1926 in Lyck (Ostpreußen) geboren, wurde nach dem Studium Redakteur und zählt zu den profiliertesten deutschen Autoren. Er lebt als freier Schriftsteller in Hamburg. Über den Autor Siegfried Lenz, der am 17. März 1926 in Lyck, einer kleinen Stadt im masurischen Ostpreußen geboren wurde, zählt seit langem zu den bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Nachdem Lenz aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, ging er nach Hamburg und studierte Philosophie, Anglistik und deutsche Literaturgeschichte, ehe er 1950/51 als Redakteur für die "Welt" arbeitete. Seit 1951 lebt er als freier Schriftsteller in Hamburg. Bereits mit seinem ersten Roman gelang es ihm, die Kritik und die Leser für sich einzunehmen, und bis heute zeichnet sich Lenz' Werk dadurch aus, daß es menschliche Schicksale und aktuelle gesellschaftliche Fragen auf eine Weise verknüpft, die literarisch ambitioniert die Bedürfnisse breiter Leserschichten nicht vernachlässigt. Weite Teile des Lenzschen Werkes sind geprägt durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (etwa die Romane "Der Mann im Strom", 1957, oder "Brot und Spiele", 1959, einer der wenigen geglückten Sportromane der deutschen Literatur) und mit dem Dritten Reich bzw. seiner Verarbeitung. Zu Lenz' größtem Erfolg wurde dabei der 1968 erschienene Roman "Deutschstunde", der auch internationalen bahnbrechend wurde. Wie der junge Siggi Jepsen darin die Geschichte seines Vaters, eines norddeutschen Polizisten, der es im Nationalsozialismus für seine Pflicht hält, das Malverbot seines Freundes Nansen zu überwachen, erzählt, ist eine bis heute bestechende Demaskierung eines pervertierten Pflichtbegriffs und wurde von vielen als befreiende künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema verstanden. Der "Deutschstunde" folgten viele große Romane ("Heimatmuseum", 1978, "Der Verlust", 1981, "Exerzierplatz", 1985 oder "Die Auflehnung", 1994), die Lenz unverrückbar an die Seite der großen' deutschen Gegenwartsautoren wie Heinrich Böll, Günter Graß oder Martin Walser stellten. Sein Werk umfaßt alle literarische Gattungen: Lenz arbeitete für das Theater ("Zeit der Schuldlosen", 1961), schrieb Hörspiele ("Haußuchung", 1967) und Essays ("über den Schmerz", 1997), und für viele Leser ist er nicht zuletzt ein Meister der "kleinen Form". Seine oft humoristisch grundierten Erzählbände wie "So zärtlich war Suleyken" (1955), "Lehmanns Erzählungen" (1964) und "Der Geist der Mirabelle" (1975) belegen dies trefflich. Siegfried Lenz wurde für sein OEuvre mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, darunter der Gerhart-Hauptmann-Preis, der Bayerische Staatspreis für Literatur, der Thomas-Mann-Preis, der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und zuletzt, 1999, der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main. Seine Auszeichnungen galten dem literarisch unvergleichlichen Werk, und sie rühmten immer auch das unerschrockene Engagement des Autors.

[SW: Deutsche Literatur | Erzählung | Illustrierte Ausgaben]

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