Lesage Hinkende Teufel

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Alain-Rene Lesage: [Art. 16286] Der hinkende Teufel [Alain-Rene Lesage: Der hinkende Teufel] Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung Leipzig 1953 ; weicher Einband / soft cover

1. Auflage Der hinkende Teufel, Roman. Aus dem Französischen übertragen von Walter Hoyer, der auch das Nachwort schrieb. Inhalt: Was treibt wohl ein Teufel namens Asmodeus, wenn er erst einmal aus der kläglichen Gefangenschaft in einer Phiole befreit ist? Er fliegt aus Dankbarkeit mit seinem Wohltäter, auf einen Turm, entfernt sämtliche Dächer Madrids sprich Paris, und stellt mit Witz und teuflischer Ironie die Gesellschaft von außen und innen bloß. Flexibler Leineneinband mit orig. Schutzumschlag, 323 Seiten, Standardbuchformat Zustand: Schutzumschlag an den Kanten beschädigt, etwas unfrisch, das Buch selbst geringe Gebrauchsspuren, gut

[SW: französische Literatur, Humor, Gesellschaftskritik, Satire, Gesellschaftssatire]

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Le Sage, Alain Rene: Der hinkende Teufel." Le diable boiteux". Mit dreizehn Wiedergaben zeitgenössischer Kupferstiche. Aus dem Französischen übertragen und mit einem Nachwort versehen von Walter Hoyer. (="Bibliothek des 18. Jahrhunderts"). Verlag C.H. Beck Erste Aufl. 1983 München ISBN: 3406094872
302S. 8°

Leinen Fadengehefteter, goldgeprägter Ganzleinenband mit goldener Deckelvignette, Lesebändchen und illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag minimal angerändert, ansonsten sehr guter Zustand. Leseprobe: Erstes Kapitel: Eine Oktobernacht hüllte die berühmte Stadt Madrid in dichte Finsterniß; schon hatte die Bevölkerung sich an den häuslichen Herd zurückgezogen und die Straßen den Verliebten freigelassen, die unter die Ballone ihrer Schönen von ihrem Glück oder ihren Schmerzen zu singen kamen; schon beunruhigte der Klang der Guitarren sorgliche Väter und erschreckte eifersüchtige Gatten; mit einem Wort, es war fast Mitternacht, als Don Cleophas Leandro Perez Zambullo, ein Student der hohen Schule von Alcala, zum Dachfenster eines Hauses hinausfloh, in das der ruchlose Sohn der Göttin von Cythere ihn gelockt hatte. Er suchte Ehre und Leben zu retten, indem er drei oder vier Raufbolden zu entwischen strebte, die ihm dicht auf den Fersen waren und ihn tödten oder ihn zwingen wollten, eine Donna zu heirathen, bei der sie ihn eben überrascht hatten. Wenn auch allein gegen sie, hatte er sich doch herzhaft zur Wehre gesetzt und nur die Flucht ergriffen, weil sie ihm im Kampfe seinen Degen entrissen hatten. Eine Zeit lang verfolgten sie ihn auf den Dächern, aber im Schutz der Dunkelheit entkam er ihnen. Er nahm nun seine Richtung auf ein Licht zu, welches er in der Ferne erblickte und das, so schwach es war, ihm als ein Leuchtthurm auf seinem gefährlichen Wege diente... Alain-Rene Lesage (* 6. Mai 1668 in Sarzeau, Bretagne; 17. November 1747 in Boulogne-sur-Mer) war ein französischer Schriftsteller. Er gilt als der erste Autor der französischen Literatur, der ganz vom Verkauf seiner Produkte am Literaturmarkt lebte, der sich um 1700 herauszubilden begann. Lesage stammte aus einer gutbürgerlichen Juristenfamilie, verlor mit 14 seinen Vater und büßte in den Folgejahren auch sein Erbe ein, das sein Vormund veruntreute. Nach Abschluss seiner Schulzeit bei den Jesuiten in Vannes (Morbihan/Bretagne) studierte er Recht in Paris, wurde als Anwalt zugelassen und erhielt einen Posten bei der Steuerpacht in der Bretagne, d.h. dem damals privat organisierten System der Steuereintreibung. Nachdem er aus unbekannten Gründen diesen Posten bald verloren hatte und sich als Anwalt nicht hatte etablieren können, ging er 1698 nach Paris, um dort als Autor tätig zu sein. Er begann seine Laufbahn mühsam mit wenig erfolgreichen Übertragungen und Bearbeitungen spanischer Theaterstücke. Sein Durchbruch war 1707 die eigene Komödie Crispin, rival de son maitre (C. als Rivale seines Herrn). Auch der auf einer spanischen Vorlage beruhende Roman Le Diable boiteux (Der hinkende Teufel), der im gleichen Jahr erschien, schlug sehr gut ein. 1709 erzielte Lesage einen Skandalerfolg mit der Komödie Turcaret, die in der Figur des Titelhelden das von allerlei neureichen Arrivisten durchsetzte Milieu der Pariser Bankiers und Steuerpächter, der "financiers", an den Pranger stellte. Das Stück, das schon während der Einstudierung an der Comedie Francaise von sich betroffen Fühlenden bekämpft wurde, kam nur dank eines Machtwortes des Dauphins zur Aufführung. Es gilt als eine der besten französischen Komödien des 18. Jahrhunderts. Nach seinen schlechten Erfahrungen mit dem Turcaret und der Comedie Francaise wandte sich Lesage dem volkstümlichen Pariser Theatre de la Foire zu. Für dieses verfasste er in den nächsten Jahrzehnten, z.T. mit Co-Autoren, wohl mehr als hundert witzig-satirische, wenn auch weniger aggressive Stücke. Daneben schrieb er einige heute vergessene Romane. Gegen 1715 begann er das Buch, das als sein Hauptwerk und als bester französischer Picaro-Roman gilt. Es ist die aktionsreiche, immer noch gut lesbare Histoire de Gil Blas de Santillane (4 Bde, 1715-1735). Die 100 Jahre zurück und nach Spanien verlegte Handlung spiegelt in Wahrheit zeitgenössische französische Verhältnisse, wobei aus der Perspektive des Ich-Erzählers und Protagonisten die verschiedensten Milieus von ganz unten bis ganz oben kritisch vorgeführt werden. Zugleich, und das ist neu für das Genre, ist Lesages Picaro eine relativ gebildete Person, die im Verlauf der Handlung auch eine charakterliche Reifung erfährt, womit Züge der späteren Gattung Bildungsroman vorweggenommen sind. Die Figur des Gil Blas war als Prototyp des scharfsichtigen, aber abgeklärten Spötters bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein allen gebildeten Franzosen geläufig, nicht zuletzt auch als Namenspatron der von 1879 bis 1914 existierenden satirischen Zeitschrift Gil Blas (in der z.B. Maupassant viele seiner Novellen publizierte).

[SW: Französische Literatur | Roman | Illustrierte Bücher | "Bibliothek des 18. Jahrhunderts"]

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Autorenkollektiv: 5 Bücher zum Thema Abenteuer aus der Reihe Kompass in dieser seltenen Sammlung: 1. Ich liebe das Risiko (Malgorzata Kondas, Band 389), 2. Der hinkende Teufel (Lesage, Band 380), 3. Die große Flatter (Leonie Ossowski, Band 348), 4. Die Leute auf Hemsö (August Strindberg, Band 273), 5. Der Dreimaster "Zukunft" (Jonas Lie, Band 252), Verlag Neues Leben Berlin,, 70er, 80er Jahre.
Aus unserer Reihe "Kleine Bibliotheken" eine seltene Sammlung aus folgenden Büchern: 1. Ich liebe das Risiko (Malgorzata Kondas, Band 389), 2. Der hinkende Teufel (Lesage, Band 380), 3. Die große Flatter (Leonie Ossowski, Band 348), 4. Die Leute auf Hemsö (August Strindberg, Band 273), 5. Der Dreimaster "Zukunft" (Jonas Lie, Band 252), -

eine erste Seite mit wenigen Schriftzügen, Buchdeckel mit wenigen leichten Gebrauchsspuren, ansonsten altersentsprechend gute Exemplare, 5x Paperback, Taschenbuchformat,

[SW: Literatur, Autor, Schriftsteller, Sammlung, Kompass, DDR, Abenteuer,]

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Autorenkollektiv: 4 Taschenbücher französischer Autoren in dieser seltenen Sammlung: 1. Der hinkende Teufel - Reclam 315 (Lesage) / 2. Dark Avenue (Loralyne Ashton) / 3. Mein großer Freund Augustin - Kompass 387 (Alain-Fournier) / 4. Boy (Christine de Rivoyre); diverse Verläge, 70er-80er Jahre.
Aus unserer Reihe "Kleine Bibliotheken" eine seltene Sammlung aus folgenden Titeln: 1. Der hinkende Teufel - Reclam 315 (Lesage) / 2. Dark Avenue (Loralyne Ashton) / 3. Mein großer Freund Augustin - Kompass 387 (Alain-Fournier) / 4. Boy (Christine de Rivoyre); -

4 altersentsprechend gute Exemplare mit etwas Gebrauchsspuren (Ecken/Kanten etwas abgenutzt, Deckel mit etwas Gebrauchsspuren, teils Seiten gebräunt, teils Seitenschnitt gering angeschmutzt, etc), 4x Paperback, 1x Standardbuchformat, 3x Taschenbuchformat,

[SW: Literatur, Autor, Schriftsteller, Sammlung, Frankreich, französische,]

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