Ludwig Meidner

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Meidner, Ludwig,
Ludwig Meidner (1884-1966), Maler, Graphiker und Schriftsteller. E. Brief mit U. Marxheim bei Hofheim am Taunus, 23. März 1962. 1 S. 4°. - An [Ralf] Busch: "Vielen Dank für Ihre Mitteilung, die leider nur Trauriges enthielt. Auch ich beklage den Tod von Walter Polzenhagen und bitte, meine herzliche Teilnahme auch seiner Frau zu übermitteln. Der Dahingeschiedene war ein begabter und anständiger Mensch, aber er hatte kein Glück und darin ist sein Schicksal sehr ähnlich gewesen dem seiner alten Kollegin u. Freundin von der Kunstschule, Frau Else Meidner, meiner Frau, die verlassen u. verarmt in London lebt, einer hochbegabten Malerin, deren Gaben vom englischen Kunstpublikum ignoriert werden, weil sie keine Engländerin (oder Französin) ist. Walter schrieb mir neulich erst einen Brief, der aber so unleserlich war, namentlich auch die Adresse, daß ich zögerte, ihn zu beantworten. Nun ist es zu spät [...]". - Ludwig Meidner studierte in Breslau und Paris, wo er u. a. Amedeo Modigliani begegnete, und lebte seit 1908 zumeist in Berlin, wo ihm als Mitglied der Malergruppe "Die Pathetiker" 1912 der künstlerische Durchbruch gelang. "Seine Selbstbildnisse und Portraits von Zeitgenossen (u. a. für Kurt Pinthus' Anthologie Die Menschheitsdämmerung') sowie seine visionären Landschafts- und Städtebilder ( Apokalyptische Landschaften', 1912-16) weisen ihn als bedeutenden expressionistischen Zeichner und Maler aus. In seinen Dichtungen wird die Sprache hymnisch gesteigert [...] Mit der Hinwendung zu biblischen Themen setzte um 1922 eine neue Phase im künstlerischen Schaffen Meidners ein. Als Jude und entarteter Künstler' im Dritten Reich' verfolgt, unterrichtete er seit 1935 an einer jüdischen Schule in Köln und emigrierte 1939 nach Großbritannien" (DBE). 1962 kehrte Meidner nach Deutschland zurück, seine Gattin Else hingegen blieb bis zu ihrem Tod in London, wo sie an die 140 Gemälde und über tausend Zeichnungen schuf, die zeitlebens aber ohne Anerkennung blieben. - Ralf Busch veröffentlichte i. J. 2000 eine Monographie über den Maler Walter Polzenhagen (Unterlüß, Albert-König-Museum).

Ludwig Meidner (1884-1966), Maler, Graphiker und Schriftsteller. E. Brief mit U. Marxheim bei Hofheim am Taunus, 23. März 1962. 1 S. 4°. - An [Ralf] Busch: "Vielen Dank für Ihre Mitteilung, die leider nur Trauriges enthielt. Auch ich beklage den Tod von Walter Polzenhagen und bitte, meine herzliche Teilnahme auch seiner Frau zu übermitteln. Der Dahingeschiedene war ein begabter und anständiger Mensch, aber er hatte kein Glück und darin ist sein Schicksal sehr ähnlich gewesen dem seiner alten Kollegin u. Freundin von der Kunstschule, Frau Else Meidner, meiner Frau, die verlassen u. verarmt in London lebt, einer hochbegabten Malerin, deren Gaben vom englischen Kunstpublikum ignoriert werden, weil sie keine Engländerin (oder Französin) ist. Walter schrieb mir neulich erst einen Brief, der aber so unleserlich war, namentlich auch die Adresse, daß ich zögerte, ihn zu beantworten. Nun ist es zu spät [...]". - Ludwig Meidner studierte in Breslau und Paris, wo er u. a. Amedeo Modigliani begegnete, und lebte seit 1908 zumeist in Berlin, wo ihm als Mitglied der Malergruppe "Die Pathetiker" 1912 der künstlerische Durchbruch gelang. "Seine Selbstbildnisse und Portraits von Zeitgenossen (u. a. für Kurt Pinthus' Anthologie Die Menschheitsdämmerung') sowie seine visionären Landschafts- und Städtebilder ( Apokalyptische Landschaften', 1912-16) weisen ihn als bedeutenden expressionistischen Zeichner und Maler aus. In seinen Dichtungen wird die Sprache hymnisch gesteigert [...] Mit der Hinwendung zu biblischen Themen setzte um 1922 eine neue Phase im künstlerischen Schaffen Meidners ein. Als Jude und entarteter Künstler' im Dritten Reich' verfolgt, unterrichtete er seit 1935 an einer jüdischen Schule in Köln und emigrierte 1939 nach Großbritannien" (DBE). 1962 kehrte Meidner nach Deutschland zurück, seine Gattin Else hingegen blieb bis zu ihrem Tod in London, wo sie an die 140 Gemälde und über tausend Zeichnungen schuf, die zeitlebens aber ohne Anerkennung blieben. - Ralf Busch veröffentlichte i. J. 2000 eine Monographie über den Maler Walter Polzenhagen (Unterlüß, Albert-König-Museum).

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Meidner, Ludwig,
Ludwig Meidner (1884-1966), Maler, Graphiker und Schriftsteller. 5 e. Postkarten mit U. Marxheim bei Hofheim am Taunus und Darmstadt, 1962 und 63. Zusammen 5 SS. auf 5 Bll. 8°. Jeweils mit e. Adresse. Beiliegend eine gedr. Dankeskarte an Gratulanten zu seinem 80. Geburtstag (1 S. Qu.-8°. Mit e. adr. Kuvert, Poststempel v. 7. Mai 1964). - An Ralf Busch: "Leider kann ich Ihren Wunsch nicht erfüllen. Ich besitze weder die Platte jener Radierung noch einen Abzug. Es ging so manches verloren, als ich im August 1939 fluchtartig Deutschland verließ u. ich ca. 180 Zink- und Kupferplatten zurücklassen mußte, auf Nimmerwiedersehen [...]" (Karte v. 6. Mai 1962). - "Auf Ihre Anfrage teile ich Ihnen mit, daß Polzenhagen nie mein Schüler gewesen ist. Ich lernte ihn erst kennen, als seine Kunstschulzeit schon hinter ihm lag. Durch den Verkehr mit ihm hat er gewisse Einflüsse empfangen. Meine Frau war mit ihm lange befreundet, sie weiß um P. Bescheid [...]" (Karte v. 10. Oktober 1962). - "Ich empfing Ihren Brief u. auch einen meiner Frau. Sie kann Ihnen nicht selber schreiben, weil sie krank ist. Sie teilte mit, daß sie mit P[olzenhagen] an den Abend-Akt-Kursen teilnahm, an der Akademie Hardenbergstraße in Charlottenburg, die Peter Fischer leitete. Dort hat sie ihn wohl auch kennengelernt. Fischer hat sich auch später für Polzenhagen interessiert [...]" (Karte v. 8. November 1962). - Ludwig Meidner studierte in Breslau und Paris, wo er u. a. Amedeo Modigliani begegnete, und lebte seit 1908 zumeist in Berlin, wo ihm als Mitglied der Malergruppe "Die Pathetiker" 1912 der künstlerische Durchbruch gelang. "Seine Selbstbildnisse und Portraits von Zeitgenossen (u. a. für Kurt Pinthus' Anthologie Die Menschheitsdämmerung') sowie seine visionären Landschafts- und Städtebilder ( Apokalyptische Landschaften', 1912-16) weisen ihn als bedeutenden expressionistischen Zeichner und Maler aus. In seinen Dichtungen wird die Sprache hymnisch gesteigert [...] Mit der Hinwendung zu biblischen Themen setzte um 1922 eine neue Phase im künstlerischen Schaffen Meidners ein. Als Jude und entarteter Künstler' im Dritten Reich' verfolgt, unterrichtete er seit 1935 an einer jüdischen Schule in Köln und emigrierte 1939 nach Großbritannien" (DBE). 1962 kehrte Meidner nach Deutschland zurück, seine Gattin Else hingegen blieb bis zu ihrem Tod in London, wo sie an die 140 Gemälde und über tausend Zeichnungen schuf, die zeitlebens aber ohne Anerkennung blieben. - Ralf Busch veröffentlichte i. J. 2000 eine Monographie über den Maler Walter Polzenhagen (Unterlüß, Albert-König-Museum). - Beiliegend zwei Kuverts d. Adressaten.

Ludwig Meidner (1884-1966), Maler, Graphiker und Schriftsteller. 5 e. Postkarten mit U. Marxheim bei Hofheim am Taunus und Darmstadt, 1962 und 63. Zusammen 5 SS. auf 5 Bll. 8°. Jeweils mit e. Adresse. Beiliegend eine gedr. Dankeskarte an Gratulanten zu seinem 80. Geburtstag (1 S. Qu.-8°. Mit e. adr. Kuvert, Poststempel v. 7. Mai 1964). - An Ralf Busch: "Leider kann ich Ihren Wunsch nicht erfüllen. Ich besitze weder die Platte jener Radierung noch einen Abzug. Es ging so manches verloren, als ich im August 1939 fluchtartig Deutschland verließ u. ich ca. 180 Zink- und Kupferplatten zurücklassen mußte, auf Nimmerwiedersehen [...]" (Karte v. 6. Mai 1962). - "Auf Ihre Anfrage teile ich Ihnen mit, daß Polzenhagen nie mein Schüler gewesen ist. Ich lernte ihn erst kennen, als seine Kunstschulzeit schon hinter ihm lag. Durch den Verkehr mit ihm hat er gewisse Einflüsse empfangen. Meine Frau war mit ihm lange befreundet, sie weiß um P. Bescheid [...]" (Karte v. 10. Oktober 1962). - "Ich empfing Ihren Brief u. auch einen meiner Frau. Sie kann Ihnen nicht selber schreiben, weil sie krank ist. Sie teilte mit, daß sie mit P[olzenhagen] an den Abend-Akt-Kursen teilnahm, an der Akademie Hardenbergstraße in Charlottenburg, die Peter Fischer leitete. Dort hat sie ihn wohl auch kennengelernt. Fischer hat sich auch später für Polzenhagen interessiert [...]" (Karte v. 8. November 1962). - Ludwig Meidner studierte in Breslau und Paris, wo er u. a. Amedeo Modigliani begegnete, und lebte seit 1908 zumeist in Berlin, wo ihm als Mitglied der Malergruppe "Die Pathetiker" 1912 der künstlerische Durchbruch gelang. "Seine Selbstbildnisse und Portraits von Zeitgenossen (u. a. für Kurt Pinthus' Anthologie Die Menschheitsdämmerung') sowie seine visionären Landschafts- und Städtebilder ( Apokalyptische Landschaften', 1912-16) weisen ihn als bedeutenden expressionistischen Zeichner und Maler aus. In seinen Dichtungen wird die Sprache hymnisch gesteigert [...] Mit der Hinwendung zu biblischen Themen setzte um 1922 eine neue Phase im künstlerischen Schaffen Meidners ein. Als Jude und entarteter Künstler' im Dritten Reich' verfolgt, unterrichtete er seit 1935 an einer jüdischen Schule in Köln und emigrierte 1939 nach Großbritannien" (DBE). 1962 kehrte Meidner nach Deutschland zurück, seine Gattin Else hingegen blieb bis zu ihrem Tod in London, wo sie an die 140 Gemälde und über tausend Zeichnungen schuf, die zeitlebens aber ohne Anerkennung blieben. - Ralf Busch veröffentlichte i. J. 2000 eine Monographie über den Maler Walter Polzenhagen (Unterlüß, Albert-König-Museum). - Beiliegend zwei Kuverts d. Adressaten.

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Ludwig MEIDNER, Expressionismus, Maler, Grafiker, Dichter, Kunst, Deutsche Kunst 20. Jh., Kulturgeschichte, Monografie, Katalogbuch, Berliner Situation, Vorabend des Ersten Weltkrieges - Meidner, Ludwig: LUDWIG MEIDNER. Apokalyptische Landschaften. (Katalogbuch zur Ausstellung). Hrsg. v. C. S. Eliel. Mit Beiträgen v. C. S. Eliel u. E. Roters. Ludwig Meidner (* 18. April 1884 in Bernstadt an der Weide (Schlesien); 14. Mai 1966 in Darmstadt) war ein deutscher Maler des Expressionismus sowie Dichter und Grafiker. München, Prestel / Berlin, Martin-Gropius-Bau, 1990. ISBN: 3791310526
Sprache : de OLnBd. mit farbig illustr. OUmschlag, kaum Gebrauchsspuren. Ein sehr sauberes, gutes Exemplar. - , ISBN-13: 9783791310527

EA Frontispiz: Ludwig Meidner, Apokalyptische Landschaft, 103 S. mit 79 Abb. in s/w + farbig im Text u. auf Tafeln 24 x 26,5cm Quer 4°

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Barlach, Ernst/Meidner, Ludwig: Unter unerforschlichen Meteoren Ludwig Meidner - Ernst Barlach Katalog zur Ausstellung im Ernst Barlach Haus, 2009/10, in der Stiftung Hermann F. Reemtsma, Hamburg, 2010 und in der Kunsthalle Recklinghausen, 2010, KERBER, Oktober 2009 ISBN: 3866783361
Der Maler, Zeichner und Dichter Ludwig Meidner zählt zu den faszinierenden Grenzgängern der klassischen Moderne. Sein Werk, Spiegel gesellschaftlicher Umbrüche und persönlicher Krisen, besticht durch Leidenschaft, Sensibilität und Eigensinn. Die Publikation präsentiert Meidners Kunst der 1910er Jahre - eruptive Apokalyptische Landschaften, eindringliche Porträts und Selbstbildnisse, spannungsreiche Straßen- und Cafehausszenen, rätselhafte Prophetendarstellungen - im Dialog mit Hauptwerken Ernst Barlachs und stellt das literarische Schaffen beider Künstler vor; so führt sie zwei Meister des deutschen Expressionismus zusammen, die meist als Antipoden gelten. Jenseits der Klischees vom Großstadtrebellen Meidner und frommen Einsiedler Barlach öffnet das Buch den Blick auf das vielschichtige Menschenbild beider Künstler - und offenbart bemerkenswerte Parallelen.

NEUBUCH! 2009. 176 S. m. 115 Farb- u. 6 SW-Abb. 25 cm 258 mm x 235 mm x 29 mm zahlreiche meist farbige Abbildungen

[SW: Recklinghausen; Museen, Meidner, Ludwig, Kunsthalle Recklinghausen, Hamburg; Museen, Ernst Barlach Haus Hamburg, Barlach, Ernst, Ausstellungskataloge; Kunst]

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