Miguel Delibes
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Delibes, Miguel: Der Ketzer. Roman. Aus dem Spanischen von Lisa Grüneisen. - (=Fischer-Buch. Nr. 15175). Erste Auflage dieser Ausgabe. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verlag, 2002 (Mai). ISBN: 3596151759
Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. Sauber. - Auf gänzlich literarische Weise nähert sich der preisgekrönte Schriftsteller Miguel Delibes der Gotteslästerung. Der Ketzer heißt sein neuer Historienroman, in dem er seine Leser ins Spanien des 16. Jahrhunderts eintauchen lässt. Gewaltig in der Sprache und präzise in Charakterstudien schildert Delibes das Schicksal des Cipriano Salcedo: Der wohlhabende Kaufmann aus Valladolid, geboren am selben Tag, an dem Martin Luther seine Thesen an die Wittenberger Kirchentür hämmert, schließt sich heimlich der reformatorischen Bewegung an. Die Konfrontation mit der spanischen Inquisition schildert Delibes detailliert, spannend und psychologisch durchdacht. Quasi als Rechtfertigung stellt Delibes ein Zitat von Papst Johannes Paul II. seinem Buch voran. Die Kirche müsse "Religionskriege" und "Inquisitionstribunale", eben alle "dunklen Seiten ihrer Geschichte, überdenken und sie im Lichte der Gebote des Evangeliums beurteilen". Das ist eine Absage an Ketzerverfolgung mit Gewalt -- nicht aber an die Ausgrenzung vermeintlich unkatholischer Christen in den eigenen Reihen. - - Miguel Delibes (* 17. Oktober 1920 in Valladolid, Spanien) ist ein spanischer Schriftsteller, der in den letzten 50 Jahren zu einer festen Größe in der spanischen Literatur geworden ist. Manche seiner Romane zählen im spanischen Sprachraum zur Schullektüre. Sein Stil ist für breite Leserschichten ansprechend und unterhaltsam, ohne kritische Themen zu vermeiden. Leben: Miguel Delibes wuchs als drittes Kind von Adolfo Delibes und Maria Setien mit sieben weiteren Geschwistern auf. Sein Vater war Dozent in Handelsrecht an der Escuela de Comercio (Handelsschule) in Valladolid, sein Großvater väterlicherseits, Frederic Delibes Roux, war Neffe des französischen Komponisten Leo Delibes gewesen. Er war als Techniker nach Spanien gekommen, als die Eisenbahnlinie zwischen Reinosa und Santander gebaut worden war, hatte sich in eine Spanierin verliebt und war nie mehr nach Frankreich zurückgekehrt. Miguel Delibes besuchte christliche Schulen in Valladolid, zunächst bei den Karmelitinnen, später am Colegio de Lourdes, nahm Zeichenunterricht an der Escuela de Artes y Oficios und trat bei Ausbruch des Bürgerkrieges in die Escuela de Comercio ein. 1938 meldete er sich freiwillig für die Marine. Später studierte er Wirtschaftswissenschaften (er gelangte bis zum Titel eines "Intendente Mercantil"), Rechtswissenschaften (er absolvierte den Magister und begann das Doktoratsstudium, reichte jedoch nie eine Dissertation ein) und machte 1943 einen Schnellkurs in Journalismus in Madrid. Von 1941 an nutzte er sein Zeichentalent und begann als Karikaturist bei El Norte de Castilla; außerdem arbeitete er 1942 ein halbes Jahr als Bankangestellter bei Banco Castellano. Seit 1945 lehrte er Handelsrecht an der Escuela de Comercio in Valladolid und begann als Schriftsteller tätig zu werden (nach eigenen Angaben hatte er sich durch die Lektüre eines der Fachbücher, nach denen er sich für die Berufung vorbereitete, inspiriert und zur Literatur berufen gefühlt). Am 23. April 1946 heiratete er Angeles de Castro, mit der er sieben Kinder hat (der Erstgeborene Miguel wurde 1947 geboren). Sie starb am 22. November 1974, was einen schweren Verlust für ihn darstellte. 1991 sollte er Senora de rojo sobre fondo gris dem Andenken seiner Frau widmen. 1947 reichte er seinen ersten Roman, La sombra del cipres es alargada, für den renommierten Literaturpreis Premio Nadal ein, den er am 6. Januar 1948 zugesprochen erhielt. Der zweite Roman, Aun es de dia, stößt 1949 auf Schwierigkeiten mit der Zensur, die kräftig den Rotstift ansetzte. Im selben Jahr verfasst er für seine Schüler eine kurzgefasste Geschichte Spaniens (Sintesis de Historia de Espana), die aber ebenfalls das Missfallen der offiziellen Behörden erweckt und nur einen Kurs lang verwendet werden darf. 1955 erhielt sein Roman Diario de un cazador den Premio Nacional de Literatura (Staatspreis für Literatur). Für Siestas con viento sur, eine Sammlung von Erzählungen, bekam er 1957 den Premio Fastenrath. Er war lange Chefredakteur der Tageszeitung El Norte de Castilla (seit 1958), wo es ihm auch während der Franco-Diktatur gelang, kritische Themen zur Sprache zu bringen, bis er 1963 seines Amtes enthoben wurde. Zwischendurch reiste er viel, er lernte den Nordosten von Afrika, Osteuropa, Südamerika und die Vereinigten Staaten kennen, wo er unter anderem 1964 Gastprofessor an der University of Maryland war. Über seine Reisen hielt er in vielen wichtigen Universitäten Vorträge. Delibes ist auch erklärter Anhänger des Jagdsportes und hat darüber einige Bücher geschrieben. 1962 verfilmte Ana Mariscal seinen Roman El camino; dies wurde zum Ausgangspunkt einer Reihe von Romanverfilmungen (siehe unten). Ab 1964 wurden vom Verleger Josep Verges seine Gesammelten Werke herausgegeben. 1973 wurde er zum Mitglied der Real Academia de la Lengua Espanola (RAE) gewählt, wo er 1975 seine Antrittsrede hielt. 1982 wurde ihm zusammen mit Gonzalo Torrente Ballester der Premio Principe de Asturias de las Letras (Preis des Prinzen von Asturien) verliehen, 1984 erhielt er den Premio de las Letras der Junta de Castilla y Leon, ein Jahr später wurde er von der französischen Regierung zum Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres ernannt. 1992 bekam er den Staatspreis für Spanische Literatur (Premio Nacional de las Letras Espanolas), ein Jahr später die Goldene Ähre auf dem Filmfestival von Valladolid. 1993 wurde auch die Universität seiner Heimatstadt nach ihm benannt. Im Jahr darauf verlieh ihm der spanische König Juan Carlos den Cervantes-Preis. 1997 wird der nach ihm benannte Journalismuspreis "Premio de Periodismo Miguel Delibes" von der Asociacion de la Prensa de Valladolid ins Leben gerufen. 1998 erfährt der Schriftsteller, dass ein Krebsleiden an ihm diagnostiziert wurde - ein schwerer Schock für ihn. Durch eine Operation 1999 kann seine Gesundheit wieder hergestellt werden, er zieht sich aber seit damals zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück. Miguel Delibes hat drei seiner Romane als Theaterstücke bearbeitet: Cinco horas con Mario, La hoja roja und Las guerras de nuestros antepasados. Viele seiner Romane wurden verfilmt; siehe unten. Er hat mehr als 60 Bücher geschrieben; viele wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Seine ersten Werke (La sombra del cipres es alargada, Aun es de dia und El camino) hat er intuitiv geschrieben, beeinflusst wurde er nur durch das Gesetzbuch des Handelsrechts. Seine wichtigsten Werke sind El Camino (1950), La sombra del cipres es alargada (1947), Las ratas (1962), El principe destronado (1974), He dicho (1997) und El hereje (1998). http://de.wikipedia.org/wiki/Miguel_Delibes., ISBN-13: 9783596151752
440 Seiten. 19 x 12 cm. Taschenbuch. Kartoniert.; Erste Auflage dieser Ausgabe.
[SW: Spanien, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literaturepochen, Spanische Literatur des 20. Jahrhunderts, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Literaturkanon,]
Delibes, Miguel ; Celma Valero, MarIa Pilar (ed.). MIGUEL DELIBES, HOMENAJE ACADEMICO Y LITERARIO. [Valladolid] Universidad de Valladolid 2003 ISBN: 8484482103
Octavo in pale illus DJ: 214 p. , notes ; 23 cm Hardcover condition: Mint ; still sealed in original shrinkwrap In Spanish. || Delibes, Miguel -- Criticism and interpretation. Delibes, Miguel -- Cr'tica e interpretacion. Delibes, Miguel, 1920-; Aniversarios, centenarios, etc
[SW: Biography, Autobiography]
Miguel Delibes: Senora de rojo sobre fondo gris, 1999 ISBN: 8423331032
Über den Autor Miguel Delibes wurde 1920 in Valladolid geboren. Für seinen Roman "La sombra del cipres es alargada" (Der Schatten der Zypresse wird größer), erhielt er den "Premio Nadal". Sein umfangreiches literarisches Werk ist seither mit zahlreichen Preisen bedacht worden. 1973 wurde er Mitglied der Königlichen Akademie, 1999 erhielt er für seinen Roman "Der Ketzer" den "Premio Nacional de Narrativa". Miguel Delibes lebt in Vallodolid.
Taschenbuch 151 Seiten 8 gelesenes Buch in sehr guten Zustand,dezent gegilbt,
Delibes, Miguel : Tagebuch eines Jägers. -- - Romanerzählung um einen Jagdbesessenen ---. J. P. Bachem, Köln, 1964
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216 Seiten, Original-Balacroneinband, Größe 8°, Schutzumschlag, - Für dieses Buch erhielt Miguel Delibes den >Premio Nacional de Literatura 1955<. Er hat es seinen Jägerfreunden gewidmet, die, wie Lorenzo es in seinem Tagebuch von sich selbst berichtet, jeden Sonntag mit Waffe, Hund und lederner Weinflasche in den Bergen dem Waidwerk nachgehen. Für Lorenzo ist die Jagd das Höchste auf der Welt. Er vergißt darüber alles: seine Arbeit als Pedell und als Platzanweiser im Kino der Provinzstadt, seine Mutter, für die er zu sorgen hat, und das Mädchen Anita, das seinen Verlobten nicht mit den Jagdgenossen teilen will. Sie weiß genau, warum sie Lorenzo nicht aufgibt,denn er ist im Grunde trotz seiner Faulheit und seiner schlechten Launen ein sympathischer und gutmütiger Bursche. Naiv und offenherzig, ganz wie ihm der Schnabel gewachsen ist, erzählt er, was ihm begegnet und was ihn bewegt. Aber \\dchtiger als der Schuldirektor er Pfarrer, die Deutschlehrerin, die mit dem Französischlehrer flirtet, der ewig betrunkene Schwager und Melecio, dessen Kind ertrinkt, sind für Lorenzo Rebhühner und Wachteln, Hasen und Füchse, der Nervenkitzel der Pirsch und das Abenteuer der Treibjagd, das Freisein vom Alltag und das Ausbrechen in eine Welt von vitaler Ursprünlichkeit. Lorenzos Welt ist die Welt, die Miguel Delibes in seinen Büchern immer wieder und doch immer neu und anders einfängt, die Welt; des Menschen, ob er nun in Spanien lebt oder anderswo -Hellbraun-Jagd - Waidwerk 1. Auflage,
[SW: - Literatur -]




