Peter Singer Title

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Ravel, Maurice: Pavane pour une infante defunte (1899) Fassung für kleines Orchester (1910)

Maurice Ravel (geb. Ciboure bei Saint-Jean-de-Luz, 7. März 1875 - gest. Paris, 28. Dezember 1937) Pavane pour une infante defunte (1899) Fassung für kleines Orchester (1910) Vorwort Unter den großen französischen Komponisten, die nie in den Genuß kamen, den Prix de Rome des Conservatoire de Paris zu gewinnen, war wohl keiner bedeutender als Maurice Ravel. Zwischen 1900 und 1905 reichte er tapfer, letztendlich aber erfolglos, acht großangelegte, jedoch farblose Chorwerke und Kantaten ein, um schliesslich wegen Überschreitung der Altersgrenze vom Conser-vatoire verwiesen zu werden. Bis dahin jedoch hatte der erfolglose Kandidat mit einer Reihe von Kompositionen längst Weltruhm erlangt: dem brillanten Klavierwerk Jeux d'eau (1901), dem Streich-quartett (1902/03), dem bahnbrechenden Klavierzyklus Miroirs (1904/05) sowie einem eher bescheiden wirkenden Klavierstück, das jedoch zu den beliebtesten Werken des 20. Jahrhunderts gehören sollte: Pavane pour une infante defunte. Die "Pavane für eine verstorbene Prinzessin" - so der Titel - entstand 1899 auf Anregung der amerikanischen Großerbin Winnaretta Singer (von der Nähmaschinendynastie), die in den französischen Adel hineingeheiratet hatte und nun unter dem Namen Princesse Edmond de Polignac einen bedeutenden künstlerischen Salon in Paris führte. Ravel nutzte diese Gelegenheit, um sich einige seiner neuesten harmonischen Entdeckungen - Nonakkordparallelen, erniedrigte Leittöne, unkonventionelle Schlußformeln - zu gönnen, die er dann in die strenge formale Anlage des ruhig-schreitenden Renaissancetanzes - der Pavane - integrierte. Der Untertitel "pour une infante defunte" wurde zwar - so der Komponist - nur wegen seiner wohlklingenden Alliteration ausgesucht, es fällt jedoch auf, daß Ravel statt des französischen Begriffs princesse das spanisch-portugiesische Gegenstück infante wählte, das auf seine eigene spanisch-baskische Herkunft hinweist. Nicht weniger augenfällig ist die dem ursprünglichen Tanzgestus der Pavane gar nicht eigene weltabgewandte Entrückung der Komposition - eine Eigenschaft, die das Stück mit Ravels zweitem Beitrag zu dieser Gattung teilt, der Pavane pour la Belle au Bois dormant ("Dorn-röschen-Pavane") aus Ma Mere l'Oye für Klavier zu vier Händen. Beide Stücke versetzen die Renaissance-Tanzform in eine quasi zeit - und regungslose Welt voller stilisierter Traumbilder, in denen sich junge Mädchen die Tanzbewegungen der Pavane schlafend bzw. im Tode erträumen. Die Pavane fand rasch einen Verleger in der Pariser Firma E. Demets, die das Stück 1900 mit einer Widmung an die Princesse de Polignac veröffentlichte. Die erste öffentliche Aufführung fand am 5. April 1902 im Pariser Salle Pleyel statt, wobei der brillante Pianist und Jugendfreund Ravels Ricardo Vines das Werk bei einem Konzert der Societe Nationale aus der Taufe hob. Das nur gemäßigt avantgardistische Stück, das überdies von besseren Amateuren leicht bewältigt werden kann, wurde sofort beliebt und gewann bald ein weltweites Ansehen unter Pianisten aller Leistungsstufen. Im Jahre 1910, zu einem Zeitpunkt, als Ravel seine Klavierwerke eifrig in Orchesterfassungen umwandelte (Ma Mere l'Oye, Valse nobles et sentimentales, Une barque sur l'ocean), schrieb er auch eine Bearbeitung der Pavane für kleines Orchester, die den Beliebtheitsgrad des Originals noch übertraf. Auch diese Fassung wurde unverzüglich 1910 vom Pariser Verlag Demets veröffentlicht und kurz darauf am ersten Weihnachtstag 1911 unter der Leitung des befreundeten Dirigenten Alfredo Casella bei den Pariser Concerts Hasselmanns uraufgeführt. Ravel selber hat diese Fassung des öfteren dirigiert, noch wichtiger jedoch: Bald fand sie international Eingang ins Repertoire der großen Orchester, wo sie bis zum heutigen Tag auch geblieben ist und von den namhaften Dirigenten von Monteux bis Bychkov und von Szell bis Nagano - nicht zu vergessen Bernstein, Karajan und vor allem Pierre Boulez - mit Vorliebe aufgeführt und aufgezeichnet wurde. Bereits 1921 erlebte die Pavane die erste akustische Tonaufnahme unter der Leitung von Francis Touche. Dieser Schallplattenaufnahme gingen jedoch noch frühere Aufnahmen auf Klavierwalze voraus, von denen die erste 1912 und die zweite (von keinem geringeren als Rudolph Ganz gestanzt) 1913 erschien. Ravel selber spielte 1922 eine Klavierrolle nach dem Duo-Art-Verfahren ein, die auch 2004 auf CD nachgepreßt wurde. Weitere frühe Tonaufnahmen erschienen mit verschiedenen Bearbeitungen wie etwa Violoncello und Klavier (1923), Kammeroktett (1928) sowie sogar Saxophon (1928). Zu den unzähligen späteren Aufnahmen für die verschiedensten Besetzungen gehört u.a. eine berühmte Einspielung als Gitarrenduo mit Julian Bream und John Williams (1972). In späteren Jahren hat sich Ravel von der Pavane deutlich distanziert, wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, der Rachmaninow dazu bewog, sein Präludium cis-Moll nicht mehr spielen zu wollen: Das Werk wurde durch seine allzugroße Beliebtheit zusehends zu einem kulturellen Allgemeinplatz. Der Komponist beanstandete am Werk den "exzessiven Einfluß Chabriers" (vgl. beispielsweise die Idylle aus Chabriers Dix pieces pittoresques von 1881, Orchesterfassung 1888) sowie die "etwas armselige formale Anlage", die umso deutlicher zum Vorschein kommt, wenn man die Pavane etwa mit den geschliffenen Übergängen des Mouvement de menuet aus der kurz darauf entstandenen Sonatine (1903-05) vergleicht. Verschmitzt führte Ravel die Beliebtheit des Stücks lediglich auf die bemerkenswerten Interpretationen zurück, die ihm die großen Klavierkünstler jahrelang haben angedeihen lassen. Tatsächlich erwies sich die Pavane mittlerweile jedoch als unverwüstlich. Im Jahre 1939 - zwei Jahre nach dem frühen Tod Ravels - wurde die auffallende erste Vollkadenz durch Peter de Rose und Bert A. Shefter in eine Schlagermelodie verarbeitet, die mit einem Text von Mitchell Parish unter dem Titel The Lamp Is Low zum Evergreen wurde. Seitdem ist die Melodie der Pavane mit ihrer markanten Zweideutigkeit zwischen G-Dur und e-Moll sowie ihrer eindringlichen äolisch anmutenden Schlußkadenz zu den Worten "Dream beside me in the midnight glow: the lamp is low" indirekt zum Gemeingut der Popsänger (Frank Sinatra, Dorothy Lamour, Doris Day, Patti Page), Jazzsängerinnen (Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan), Swingbands (Tommy Dorsey, Harry James, Glenn Miller) und Jazzmusiker auf der ganzen Welt geworden. Die vorliegende Studienpartitur wurde auf der Grundlage der ursprünglichen Orchesterfassung Ravels im Computersatz neu erstellt, wobei lediglich geringfügige Änderungen im Interesse eines günstigeren Schriftbilds vorgenommen wurden. Bradford Robinson, 2009 Notensatz: Tom Zelle & Tyler Sampson Aufführungsmaterial ist von mph, Munich (www.musikmph.de) zu beziehen. top of page Maurice Ravel (b. Ciboure bei Saint-Jean-de-Luz, 7 March 1875 - d. Paris, 28 December 1937) Pavane pour une infante defunte (1899) Version for small orchestra (1910) Preface Of all the great French composers who never won the Paris Conservatoire's Prix de Rome, perhaps none was more distinguished than Maurice Ravel. Between 1900 and 1905 he gamely wrote eight large-scale but bland choruses and cantatas in a fruitless attempt to win the Prize, only to find at the end that he had overstepped the age limit and had to be dropped from the school's register. By that time the undeserving applicant had already achieved world-wide fame as the composer of the brilliant Jeux d'eau (1901), the String Quartet (1902-3), the revolutionary Miroirs (1904-5), and a modest piano piece destined to become one of the most popular works of the twentieth century: Pavane pour une infante defunte. The "Pavane for a deceased princess" - thus the work's title - was composed in 1899 at the invitation of the American heiress Winna-retta Singer (of the sewing machine dynasty), who had married into the French aristocracy and established a noteworthy artistic salon under the...

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Gutkind, Lee (Ed): CREATIVE NONFICTION, VOLUME 1, NUMBER 1, 1993 Pittsburgh, PA The Creative Nonfiction Foundation ; weicher Einband / soft cover
0963765604

Softcover Very Good Inaugural issue of magazine helping to define the term "creative nonfiction" and giving it a good home. Contents include a profile of John McPhee by Michael Perason and essays by Mimi Schwartz, Natalia Rachel Singer, and Peter Chilson. Slight edgewear, owner name in red felt pen on half-title page. Interior clean, binding tight. ; 8vo 8" - 9" tall; 87 pages; Journals (basement) kvk green & white fictcat

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Guralnick, Peter: Last Train to Memphis. The Rise of Elvis Presley. Canada, Little, Brown and Company ltd., 1994. ISBN: 0316332208
English Edition. Condition: Very good. / Englische Ausgabe. Zustand: Sehr gut. Geschenk - Geschenkidee ? - Wir wünschen allen Bücherfreunden entspannte Lesestunden!

560 S., mit Abb., sowie Karten in den Vorsätzen, Portrait Presleys als Frontispiz. / 560 p. with images, and maps in flyleafs. Portrait of Presley for frontispice. 24x17cm, Orig.-Halbleinen mit goldgeprägtem Rückentitel, sowie illustr. Schutzumschlag. / original half-linen, with golden imprinted back title.

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