Schaumburg Lippe
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Schaumburg-Lippe, Prinz Friedrich Christian zu: Damals fing das Neue an - Erlebnisse und Gedanke eines Gefangenen 1945-1948. Pfeiffer Hannover 1969
312 Seiten, mit Namen- und Inhaltsverzeichnis, einem Verfasserportrait, Einbanddeckel mit zwei kleinen Flecken, sonst gut Friedrich Christian Wilhelm Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe kam 1906 als sechster und jüngster Sohn des Fürsten Georg zu Schaumburg-Lippe (1846-1911) und der Maria Anna von Sachsen-Altenburg (1864-1918) in der Residenzstadt Bückeburg zur Welt und wurde nach dem Grafen Friedrich Christian benannt. Früh verwaist, wuchs er unter der Vormundschaft seines ältesten Bruders Adolf, des letzten regierenden Fürsten, zusammen mit seiner Schwester im Palais am Harrl auf. Er studierte Jura in Bonn, wo das Palais Schaumburg zum Familienbesitz zählte. Sein Studium setze er in Köln fort. 1928 suchte der frischvermählte 22-Jährige, der keiner Beschäftigung nachging und von seinem Bruder finanziert wurde, die Nähe Hitlers, welcher ihm aber zunächst von einem Beitritt in die NSDAP abriet. Schließlich wurde Friedrich Christian im September 1929 in die Partei aufgenommen, und war damit neben seinem Vetter zweiten Grades Josias zu Waldeck und Pyrmont und dem erst später eingetretenen, aber populäreren August Wilhelm von Preußen (1887-1949) einer der ersten Parteigenossen aus dem Kreise des deutschen Hochadels. Friedrich Christian war zunächst Mitarbeiter Robert Leys, des Gauleiters für Köln-Koblenz. Er gründete zusammen mit Ley die SA-Tagespresse; dann 1930 eine GmbH zur Herausgabe nationalsozialistischer Tageszeitungen. Des Weiteren diente Prinz zu Schaumburg-Lippe seiner Partei als einer der ersten Reichsredner und wurde auch in der SA aktiv. Unmittelbar nach der Gründung des Propagandaministeriums am 1. April 1933 wurde er Goebbels Adjutant, und hatte somit ständigen Zugang zu einem der mächtigsten Politiker des Deutschen Reiches. Am 1. November 1934 wurde er Referent in der Auslandsabteilung des Ministeriums. In seinen Publikationen griff er den deutschen Adel an, welcher den Nationalsozialismus zunächst zu wenig unterstützt habe und statt dessen in Reaktion und Monarchismus verfallen sei. Ab 1943 diente er als Panzergrenadier. Während des Dritten Reiches machte Friedrich Christian schnell Karriere und wurde somit nicht nur Ministerialrat im Propagandaministerium, sondern auch SA-Standartenführer der Standarte "Feldherrnhalle", Stellenleiter bei der Reichsleitung der NSDAP sowie der Hauptstellenleiter im Stabe des Gauleiters der Auslandsorganisation der NSDAP, sondern erhielt für seine langen Verdienste um die Partei schließlich von Hitler das goldene Ehrenabzeichen der NSDAP verliehen. 1939 wurde dem Prinzen angeblich von prodeutschen Isländern die Königskrone angetragen. Nachdem er das Ersuchen an Goebbels weitergeleitet habe, sei die Thronkandidatur schließlich an Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop gescheitert. Nach Kriegsende war Prinz zu Schaumburg-Lippe von 1945 bis 1948 interniert. In der Sowjetischen Besatzungszone wurden seine Schriften "Gegen eine Welt von Vorurteilen" (1937) und "Fahnen gegen Fetzen" (1938) sowie die von ihm herausgegebenen Werke "Wo war der Adel?" (1934) und "Deutsche Sozialisten am Werk. Ein sozialistisches Bekenntnis deutscher Männer" (1935) als die NS-Herrschaft verherrlichend auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt. Er wurde bei der Entnazifizierung aufgrund Beweismangels am 12. September 1950 durch Beschluß der Hauptkammer München gemäß § 1 des Gesetzes zum Abschluß der politischen Befreiung vom 27. Juli 1950 lediglich als Belasteter der Gruppe IV eingestuft. Auch nach dem Ende des Nationalsozialismus blieb Prinz zu Schaumburg-Lippe publizistisch tätig und veröffentlichte diverse Bücher, unter anderem in den nationalen Verlagen Druffel und Arndt, in welchen er unter anderem von seinem Vertrauensverhältnis zu Goebbels und anderen NS-Größen berichtete. Er distanzierte sich niemals von der NS-Ideologie und verfocht diese bis an sein Lebensende. Leinenband
Höing, Hubert: Schaumburger Profile Ein historisch-biographisches Handbuch, VERLAG FÜR REGIONALGESCHICHTE, September 2007 ISBN: 3895346667
Vorbemerkungen1. Konzept und Bearbeitungsgrundsätze2. Abkürzungen3. Bibliographische Hinweise3.1 Allgemeiner bibliographischer Nachweis von Biographien3.2 Spezieller Nachweis zur Geschichte einzelner Personen und Familien in Schaumburg bis ca. 19633.3 Seit dem Jahr 1964 erschienene biographische Nachschlagewerke, in denen Schaumburger Persönlichkeiten vorkommen (können) und die in der Schaumburgischen Bibliographie nicht erfasst sind (Auswahl)3.3.1 Allgemeine und verschiedene biographische Lexika3.3.2 Niedersächsische biographische Nachschlagewerke3.3.3 Schaumburgische Biographien4. Alphabetisches Verzeichnis der unter 3.3 erfassten PersonenBiografien (in alphabetischer Reihenfolge)Accum, FriedrichAlexander, HofmohrAnger, HansBach, FriedrichBach, WilhelmBallerstedt, MaximilianBehrendt, ItzigBensen, RudolfBerkemeier, ArnoldBömers, KarlBömers, OttoBövers, HeinrichBüsching, Anton FriedrichComes, AlbertCregut, PierreDincklage, Agnes vonDreier, KarlDücker, Franz vonEngel, FranzEtienne, Jean d'Faust, Bernhard ChristophFeilitzsch, Friedrich Rudolf Ernst vonGebbers, HermannGisenius, JohannesHerder, Caroline vonHerder, Johann Gottfried vonHinüber, Hilmar vonHolst, AdolfHolstein-Schaumburg, DynastengeschlechtHolstein-Schaumburg, Adolf XIII. Graf zuHolstein-Schaumburg, Ernst Fürst zuHolstein-Schaumburg, Otto IV. Graf zuHorstig, Carl GottliebKammeier, WilhelmKölling, JacobKönig, GeorgKönig, WernerKröner, ChristianKülz, WilhelmLehzen, Louise vonLeMaitre, Jean HenriLöns, HermannMeier, KarlMeyer-Steineg, TheodorMirabilis, EdelherrMolanus, GerardusMorgenbesser, HeleneMüller, August EberhardMünchhausen, AdelsgeschlechtMünchhausen, Börries vonMünchhausen, Clementine vonMünchhausen, Hilmar vonMünchhausen, Sophie vonOsterwald, GeorgRulmann, AntonSantersleben, Adolf vonScharnhorst, Gerhard vonSchaumburg-Lippe, AdelsgeschlechtSchaumburg-Lippe, Friedrich Christian Graf zuSchaumburg-Lippe, Georg Wilhelm Fürst zuSchaumburg-Lippe, Viktoria Prinzessin zuSchaumburg-Lippe, Wilhelm Graf zuSchroeter, Ludwig PhilippSteding, ChristophStrack, Anton WilhelmStrauß und Torney, Viktor vonSüs(s), GustavTorgler, ErnstTüxen, ReinholdVagedes, Clemens August vonWelge, FriedrichWeyhe, Eberhard vonWiegmann, WilhelmWietersheim, Anton vonIndex ausgewählter im Text genannter Orte und PersonenIndex der BerufeAutorinnen und Autoren
NEUBUCH! 2008. 320 S. m. 60 Abb. 24 cm 240 mm x 167 mm x 30 mm 60 schw.-w. Abb.; Schaumburger Studien Bd.66
[SW: Schaumburg (Grafschaft); Biografien]
Höing, Hubert (Hg.): Schaumburg und die Welt. Zu Schaumburgs auswärtigen Beziehungen in der Geschichte. Bielefeld: Vlg. f. Regionalgeschichte 2002.
Fremde in Schaumburg: Attraktion, Integration und Inspiration Hildegard Tiggemann: Hofmusik der Grafen zu Holstein-Schaumburg in ihrer Residenz Bückeburg (1563-1640) Silke Wagener-Fimpel: Fremde in Bückeburg. Das Beispiel der Hugenotten Silke Wagener-Fimpel: Mohren in Schaumburg-Lippe im 18. Jahrhundert Frederic Deloffre: Die Entstehung von Voltaire's Candide. Von Bückeburg bis Konstantinopel Thorsten Albrecht: Fremde Künstler und Kunsthandwerker in Schaumburg Schaumburg, die Region und die deutschen Länder Stefan Eick: Schaumburg und Holstein: "Up ewig gedeelt?" Zur Entstehung der Grafschaft Schaumburg im 12. und 13. Jahrhundert Bernd-Wilhelm Linnemeier: Jenseits der Weser. Der Schaumburger Hof in Minden Manfred Wolf: Die Grafen von Schaumburg und die Herrschaft Gemen Jörg Hillmann: Beziehungen zwischen Holstein-Schaumburg und Sachsen-Lauenburg im 16. und 17. Jahrhundert Gerd Steinwascher: Investition oder Innovation? Die frühe Besitzpolitik des Fürstenhauses Schaumburg-Lippe in Mecklenburg Annette v. Stieglitz: Hessen und Schaumburg. Die Landgrafschaft und ihre Exklave in ihrer verwaltungsorganisatorischen und personellen Verknüpfung Hermann Niebuhr: Ein Archivar zwischen den Fronten. Archivrat Arnold Berkemeier und der lippische Thronfolgestreit Schaumburg, das Reich und Europa Gudrun Husmeier: Schaumburg und die spanische Krone. Graf Otto IV. zu Holstein-Schaumburg (1517-1576) in Diensten einer Universalmacht Brage Bei der Wieden: Die Reise des Bückeburger Barbiergesellen Liborius Prange nach Konstantinopel (1588) Helge Bei der Wieden: Die Bedrohung der Grafschaft Schaumburg vor und zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges Gerd Steinwascher: Schaumburg und der Westfälische Frieden. Ein verwaistes Territorium als Spielball nicht nur benachbarter Kräfte Ulrich Bartels: Schaumburg-Lippe und die Niederlande. Die Utrechter Kavalierstour des Grafen Friedrich Christian 1669/70 Martin Fimpel: Abhängigkeit von der Außenwelt. Vier kaiserliche Kommissionen in Schaumburg-Lippe im 18. Jahrhundert Heinrich Herrmanns: Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe und die christliche Welt. Auftrag und Chance einer kleinen Landeskirche in überregionalen Organisationen und äußerer Mission
552 S., Reg. Kart. *neuwertig*
[SW: Orts- und Landeskunde]
Schaumburg-Lippe, Friedrich Christian Prinz zu, Souveräne Menschen. Kleine Lebensregeln - großgeschrieben. Leoni am Starnberger See Druffel-Verlag 1962, ; fester Einband / hard cover; sig.
Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe wurde am 5.1.1906 als jüngster von 6 Söhnen des regierenden Landesfürsten Stephan Albrecht Georg zu Schaumburg-Lippe geboren. Schon 1928 bat der Prinz Hitler persönlich um Aufnahme in die junge NSDAP, wovon dieser aber abriet, da Schaumburg-Lippe regierendes Fürstenhaus sei und die NSDAP eine Arbeiter-Partei. Der Prinz trat dennoch in die Partei ein und rückte bald in deren Führungsschicht auf. Als erster Göbbels-Adjutant war er maßgeblich an der Gestaltung und Verbreitung der NS-Propaganda beteiligt. Nach Kriegsende mußte er nur 3 Jahre Haft abbüßen. In dieser Zeit entstanden mehrere Schriften, in denen er sein NS-Engagement verteidigt, darunter auch das vorliegende Buch. Darin stellt er verschiedene Tugenden vor, die nach seiner Meinung die Souveränität des Menschen begründen: Haltung, Soldatentum, Bildung, Leistung und Erfolg, Idealismus, Treue usw. - Am 20.9.1983 starb er in Wasserburg am Inn, seine Schriften werden in einschlägigen Verlagen noch immer gedruckt. <br/>Schöne Handsignatur in schwarzer Tinte vom 11.5.1965 auf dem Vortitel.
140 S., 15x21 cm, Ganzleinen, gebunden mit Original-Schutzumschlag. Handsignisert vom Autor am 11. Mai 1965. Altersbedingt sehr gut erhalten.; 2. Auflage (1. Aufl. 1954)
[SW: NS-Propaganda, Schaumburg-Lippe,]




