Scheerbart Immer Mutig
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Scheerbart, Paul: Immer mutig! Ein phantastischer Nilpferderoman mit dreiundachtzig merkwürdigen Geschichten. 2 Bände (komplett). Blaue OPpbde mit kleinen eingepr. Goldvignetten. Erstausgabe. - Raabe 260, 10; Wilpert/G. 9. - 2 illustr. OKart. (geringe Läsuren). 1 Bl. mit kleinen Vignetten von Scheerbart. - Exlibris. Papierbedingt gebräunt, vereinzelt minimale Randläsuren. - Selten. J.C.C.Bruns,Minden 1902.
Einbände sauber, feine Exemplare, minimalst schiefer Rücken, sicher ungelesen - keine Einträge. "Es werden - worauf wir hierdurch gleich aufmerksam machen - von diesem Werke zehn Exemplare auf gegerbter Menschenhaut gedruckt werden; der Preis wird sich für den Band auf nur fünfzigtausend Reichsmark stellen...". - Die Sammlung phantastischer Erzählungen wurde den Dadaisten und Expressionisten zum Vorbild. - Paul (Paulemann) Scheerbart ist sicherlich einer der skurilsten und seltsamsten Schriftsteller in der an seltsamen und skurilen Persönlichkeiten nicht gerade armen Literaturszene zu Beginn dieses Jahrhunderts. 1863 in Danzig geboren, studierte er zunächst Philosophie und Kunstgeschichte in Leibzig, Halle, München und Wien, bevor er sich als 24jähriger dauerhaft in Berlin niederließ. 1832 gründete er hier den "Verlag deutscher Phantasten", der ihm - wie später viele seiner Projekte - zwar keinen Erfolg brachte, ihn aber dafür, wie er selber schrieb, "ein paar hundert Mark" zusetzen ließ. Er arbeitete mit bei Waldens expressionistischer Zeitschrift Der Sturm und veröffentlichte 1896 seinen ersten Roman Tarub, Bagdads berühmte Köchin. Wie dieser verkünden auch seine weiteren Romane schon im Titel, was den Leser erwartet. So zum Beispiel Na Prost! (1898), in dem drei Germanisten in einer Schnapsflasche durch das Weltall fliegen und die "seit Schopenhauer trübsinnige Literatur" mit "Na Prost!" kommentieren. Weitere Titel aus dieser Zeit sind Rakkox der Billionär. Ein Protzen Roman oder Immer mutig! Phantastischer Nilpferd-Roman. Viele seiner "Romane" sind von erfrischender Kürze, der Rakkox beispielsweise ist gerade einmal 22 Druckseiten lang. - Von 1986 bis 1996 erschienen in der Edition die Gesammelten Werke von Paul Scheerbart, des wohl am meisten unterschätzten Autors der deutschsprachigen Phantastik. Ein Außenseiter war er in seiner Zeit, eine singuläre Gestalt ist er auch nach seinem Tod geblieben. Dies ist bedauerlich, schuf Paul Scheerbart doch in seiner rund fünfundzwanzigjährigen Tätigkeit als Künstler eine faszinierende Welt, eine wahrhaft phantastische Literatur. Mehrere große Werke Scheerbarts gelten als verschollen. Darüber hinaus liegen aber, in entlegenen Zeitschriften verborgen, noch unbekannte Texte, die teilweise für die Gesamtausgabe gesichert werden konnten. Die Suche nach verschollenen Stücken wird weiter fortgesetzt.- Da Scheerbarts Ehe mit Anna Sommer ohne Kinder blieb, und seine Frau völlig verarmt in einem Berliner Armenhaus starb, existiert kein handschriftlicher Nachlaß. Zu Scheerbart sind nur wenige gesicherte biographische Daten bekannt. Durch Informationen aus seinen Briefen und den Berichten seiner Kollegen läßt sich ein etwas genaueres Bild zeichnen.
235, 250 S.
Scheerbart, Paul: Immer mutig! Ein phantastischer Nilpferdroman mit dreiundachtzig merkwürdigen Geschichten. Minden. J. C. C. Bruns Hofverlagsbuchhandlung. 1902.
Erste Ausgabe: Raabe 260 / 10; WG 9. Mit zahlreichen kleinen kapiteltrennenden Vignetten des Verfassers.
2 Bände. KLein 8°. 235; 250 S., 1 Blatt. Blaue OPappbände mit goldgesprenkelten Motiven. Von feinster, makelloser Erhaltung.
[SW: 20. Jahrhundert / 20th Century; Deutschland / Germany; Literatur / Literature; Phantastische Literatur / Fantasy Literature, Erstausgaben]
Scheerbart, Paul. Immer mutig! Ein phantastischer Nilpferderoman mit dreiundachtzig merkwürdigen Geschichten. 2 Bände (komplett). Minden, Bruns 1902.
Name auf Vorsatzs., kl. Gebrauchsspuren, Rücken stockfleckig. Erstausgabe (EA - vgl. Wilpert/Gühring 9). BR453
235 und 250 Seiten. 17*12,5cm. OHalbleinenbände.Mit Vignetten nach Zeichnungen des Autors. Deckel-und Rückengolddr.
Scheerbart, Paul: Katerpoesie. 2.-4. Auflage. Facsimile Reprint der Rowohlt-EA -Ausgabe von 1909 - bis auf Namenseintrag vorn verlagsfrisch, feiner OPpbd.. Ernst Rowohlt,Berlin/- 1987.
isbn 3498062190 - Paul (Paulemann) Scheerbart ist sicherlich einer der skurilsten und seltsamsten Schriftsteller in der an seltsamen und skurilen Persönlichkeiten nicht gerade armen Literaturszene zu Beginn dieses Jahrhunderts. 1863 in Danzig geboren, studierte er zunächst Philosophie und Kunstgeschichte in Leibzig, Halle, München und Wien, bevor er sich als 24jähriger dauerhaft in Berlin niederließ. 1832 gründete er hier den Verlag deutscher Phantasten, der ihm - wie später viele seiner Projekte - zwar keinen Erfolg brachte, ihn aber dafür, wie er selber schrieb, ein paar hundert Mark zusetzen ließ. Er arbeitete mit bei Waldens expressionistischer Zeitschrift Der Sturm und veröffentlichte 1896 seinen ersten Roman Tarub, Bagdads berühmte Köchin. Wie dieser verkünden auch seine weiteren Romane schon im Titel, was den Leser erwartet. So zum Beispiel Na Prost! (1898), in dem drei Germanisten in einer Schnapsflasche durch das Weltall fliegen und die "seit Schopenhauer trübsinnige Literatur" mit Na Prost! kommentieren. Weitere Titel aus dieser Zeit sind Rakkox der Billionär. Ein Protzen Roman oder Immer mutig! Phantastischer Nilpferd-Roman. Viele seiner "Romane" sind von erfrischender Kürze, der Rakkox beispielsweise ist gerade einmal 22 Druckseiten lang. - Von 1986 bis 1996 erschienen in der Edition die Gesammelten Werke von Paul Scheerbart, des wohl am meisten unterschätzten Autors der deutschsprachigen Phantastik. Ein Außenseiter war er in seiner Zeit, eine singuläre Gestalt ist er auch nach seinem Tod geblieben. Dies ist bedauerlich, schuf Paul Scheerbart doch in seiner rund fünfundzwanzigjährigen Tätigkeit als Künstler eine faszinierende Welt, eine wahrhaft phantastische Literatur. Mehrere große Werke Scheerbarts gelten als verschollen. Darüber hinaus liegen aber, in entlegenen Zeitschriften verborgen, noch unbekannte Texte, die teilweise für die Gesamtausgabe gesichert werden konnten. Die Suche nach verschollenen Stücken wird weiter fortgesetzt.- Da Scheerbarts Ehe mit Anna Sommer ohne Kinder blieb, und seine Frau völlig verarmt in einem Berliner Armenhaus starb, existiert kein handschriftlicher Nachlaß. Zu Scheerbart sind nur wenige gesicherte biographische Daten bekannt. Durch Informationen aus seinen Briefen und den Berichten seiner Kollegen läßt sich ein etwas genaueres Bild zeichnen.
62 S.




