Verne Reise Zum Mittelpunkt Erde
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Verne, Jules/ Wells, Herbert George: Reise zum Mittelpunkt der Erde. / Der Krieg der Welten. (="Unterwegs in die Welt von morgen" Utopische Geschichten und Science-fiction-Romane Band 102). Mit einem illustr. Anhang: "Krieg der Welten"- ein Buch und seine Wirkung, Das Beste (Lizenz der Verlage Herder (Das Neue) und Diogenes) Lizenzausgabe 1987 Stuttgart, Zürich, Wien ISBN: 3870702532
351S. 8°
Pappe Illustrierter Pappband. Der Einband leicht berieben, Papier allg. nachgedunkelt, Fußschnitt leicht angestoßen, ansonsten rundum guter Zustand. Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (Voyage au centre de la terre) ist einer der bekanntesten Romane des französischen Schriftstellers Jules Verne. Das Buch wurde erstmals 1864 von dem Verleger Pierre-Jules Hetzel unter dem französischen Titel Voyage au centre de la terre veröffentlicht. Die erste deutschsprachige Ausgabe erschien 1873 unter dem Titel Reise nach dem Mittelpunkt der Erde. Der englische Titel des Romans lautet A Journey to the Center of the Earth. Hauptfigur ist der eigenwillige Professor Otto Lidenbrock (~58), der in Hamburg lebt und dort am Johanneum Mineralogie und Geologie unterrichtet. Die Geschichte beginnt am 24. Mai 1863. In einem gerade erworbenen Manuskript, geschrieben in Runen von Snorri Sturluson (12. Jahrhundert) findet Professor Lidenbrock eine verschlüsselte Mitteilung des (fiktiven) isländischen Alchemisten Arne Saknussemm (der Name ist wohl eine Anspielung auf Arni Magnusson), der im 16. Jahrhundert gelebt haben soll. Da er davon ausgeht, dass Saknussemm eine wissenschaftliche Entdeckung mitteilen will, zwingt der Professor seinen Neffen und Assistenten Axel (19), den Ich-Erzähler des Romans, ihm bei der Entzifferung der Geheimschrift zu helfen. Zu diesem Zweck schließt er die Haushälterin Martha, Axel und sich selbst in seinem Haus ein. Durch Zufall kann Axel das Dokument entziffern, schweigt aber zunächst. Erst als ihn der Hunger zermürbt hat, teilt er dem Professor seine Entdeckung mit. Arne Saknussemm schreibt, dass ein Reisender, wenn er in genau den Krater des isländischen Vulkans "Sneffels Yocul/Snäfields Jöcul" (Snaefellsjökull) "welchen der Schatten des Skartaris vor dem ersten Juli liebkoset" steigt, zum Mittelpunkt der Erde gelangt; er habe die Reise selbst gemacht. Professor Lidenbrock als echter Geologe beschließt, ebenfalls zum Mittelpunkt der Erde zu reisen, Axel soll ihn begleiten. Der ungeduldige Professor Lidenbrock und der ängstliche Axel verlassen Hamburg. Nach einem Aufenthalt in Kopenhagen gelangen sie nach Island. In Reykjavik engagieren sie den Eiderentenjäger Hans Bjelke als Führer. Zu dritt besteigen sie den Snaefellsjökull, klettern in den Krater und finden auf dem Kraterboden den Eingang einer Höhle. Sie gelangen immer tiefer ins Erdinnere. Als sie eine Weggabelung erreichen, wählen sie zunächst den falschen Weg. Als der Gang jedoch endet, müssen sie zur Gabelung zurückkehren. Unterdessen ist aber der Wasservorrat zur Neige gegangen und die Expedition droht zu scheitern. Hans verlässt während des Nachtlagers die Gefährten, um Wasser zu suchen. Als er eine Wasserader findet, die hinter der Höhlenwand vorbeifließt, holt er seine Gefährten. Sie hauen mit der Spitzhacke ein Loch in die Wand, sodass nun ein kleiner Bach durch die Höhle fließt. Zu Ehren ihres Führers wird er "Hansbach" genannt. Während des weiteren Abstieges verliert Axel seine Gefährten. Sie finden sich jedoch nach einigen Tagen mit Hilfe eines Schall-Phänomens ähnlich dem in der Kuppel der Saint Paul's Cathedral wieder. Sie gelangen an das Ufer eines unterirdischen Meeres, das sie auf einem Floß überqueren. Sie stoßen auf riesige Pilze, die sie als monströse Champignons identifizieren. Sie finden weitere urzeitliche Pflanzen und entdecken eine kleine Insel mit einem Geysir. Nachdem sie anfangs nur wenige kleine Fische zu Gesicht bekommen, werden sie im Verlauf der Floßfahrt Zeugen eines Kampfes zwischen einem Ichthyosaurus und einem Plesiosaurus. Kurz darauf gerät das Floß in einen Sturm. Während des Sturms rollt ein Kugelblitz über das Floß. Der Sturm jagt sie über das Meer, bis sie an seinem Ufer Schiffbruch erleiden. Als sie die unbekannte Küste erkunden, stoßen Axel und der Professor auf weitere heute ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten, Muschelschalen der "ersten Erdperiode" und Überreste von Urmenschen. Sie finden Spuren Saknussemms und einen weiteren Höhleneingang. Die Höhle endet nach wenigen Metern. Als die Reisenden den Weg freisprengen, stürzt das Wasser des unterirdischen Meeres in einen Abgrund und reißt sie auf ihrem Floß mit. Sie gelangen zuerst auf Wasser, dann auf Lava in den Krater des ausbrechenden Vulkans auf der italienischen Insel Stromboli nördlich von Sizilien. Durch den Krater werden sie zurück auf die Erdoberfläche geschleudert. Der Roman wurde nicht vorher als Fortsetzung in einer Zeitung gedruckt. Die Buchausgabe wurde am 25. November 1864 unter dem Titel Voyage au centre de la Terre im Verlag von Pierre-Jules Hetzel veröffentlicht. Am 13. Mai 1867 folgte eine illustrierte Ausgabe mit 56 Zeichnungen von Edouard Riou. Die deutsche Erstausgabe Die Reise zum Mittelpunkt der Erde wurde 1873 im Verlag der Gebrüder Legrady in Pest publiziert. Der Krieg der Welten (engl. Originaltitel: The War of the Worlds) ist eines der bekanntesten und bedeutendsten Werke von H. G. Wells. Das Buch wurde 1898 veröffentlicht, die deutsche Übersetzung von Gottlieb August Crüwell erschien 1901. Berühmt wurde Krieg der Welten als Hörspiel und in mehreren Verfilmungen. In diesem 1898 erschienenen, für die Science-Fiction-Literatur grundlegenden Werk von H. G. Wells greifen Marsianer in dreibeinigen Kampfmaschinen das Vereinigte Königreich an, um von hier aus die rohstoff- und wasserreiche Erde zu erobern. Das irdische Militär ist den außerirdischen Invasoren hoffnungslos unterlegen und muss bei der Zerstörung der Städte zusehen. Erst die Bakterien der Erde können die Marsianer durch deren nicht angepasstes Immunsystem besiegen. Krieg der Welten war als Satire auf die Kolonialpolitik des Empires angelegt und vertauschte hierzu die Rollen von Eroberern und Opfern zu Ungunsten der Briten. Ein zusätzlich böser Seitenhieb war die Tatsache, dass die primitivsten damals bekannten Lebensformen das britische Weltreich retteten. Das Buch wurde von Orson Welles und dem Mercury Theatre als Hörspiel in Form einer fiktiven Reportage nach einer Adaption von Howard Koch inszeniert, das der amerikanische Radiosender CBS am Abend vor Halloween am 30. Oktober 1938 ausstrahlte. Dazu wurde der Handlungsort von England nach Grover's Mill (New Jersey) in den USA verlegt und die Geschichte entsprechend angepasst. Das Hörspiel führte Zeitungsberichten zufolge zu heftigen Irritationen bei der Bevölkerung von New York und New Jersey, die teilweise das Hörspiel für eine authentische Reportage hielt und einen tatsächlichen Angriff Außerirdischer befürchtete. Die Berichterstattung über diese Vorfälle machte die Sendung und damit auch den jungen Orson Welles weltberühmt. Einige Beschreibungen einer landesweiten Massenpanik sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Die kommunikations- und literaturwissenschaftliche Forschungsliteratur, allen voran eine Feld-Untersuchung von Hadley Cantril aus dem Jahr 1940, stellen die allzu gerne geäußerte kopflose Hysterie in Frage. Heute wird davon ausgegangen, dass die immer wieder kolportierte Massenpanik ausschließlich medial existierte. Allenfalls einige wenige Zuhörer sollen auf das Hörspiel hereingefallen sein. Auch das Anrufaufkommen im Sender CBS war lediglich etwas höher als sonst. Offenbar war Orson Welles mitten in einen Medienkrieg geraten, in dem sich die Zeitungen gegenseitig mit sensationellen Berichten zu übertrumpfen versuchten. Die von Welles im Vorfeld den Medien zugespielten Informationen über seinen Hoax (Halloweenstreich) wurden zu Berichten über Massenpaniken aufgebauscht. Ein Bericht unterstellte Orson Welles sogar, für den Tod eines Menschen verantwortlich gewesen zu sein. Orson Welles und sein Drehbuchautor Howard Koch nutzten das Spektakel als Karrierechance. Welles gab später zu Protokoll, er habe nicht mit dem Erfolg des Hörspiels gerechnet und daher den Bezug zu Halloween hergestellt, um wenigstens irgendwie aufzufallen. Howard Koch, der schon 1938 das Drehbuch für das Hörspiel geschrieben hatte, bearbeitete auch 1975 das Sujet für den dokumentarischen Spielfilm The Night That Panicked America, der die Radiosendung und die Reaktionen in der Öffentlichkeit beschreibt. 1997 folgte eine Neueinspielung des Hörspieles unter der Regie von John de Lancie und Sprechern aus der Fernsehserie Star Trek (unter anderem Leonard Nimoy, Gates McFadden) im Rahmen der LA Theatre Works. 1977 sendete der WDR eine deutsche Bearbeitung des Hörspiels von Klaus Schöning. Das englische Originalhörspiel wurde hierbei durch damals bekannte Radiojournalisten (Dieter Thoma, Lothar Dombrowski) unterbrochen, die die englischen Texte "übersetzten" und so scheinbar echte Nachrichten über die Invasion brachten. Trotz der mehrfach eingestreuten Hinweise auf den fiktionalen Charakter und trotz des deutlich hörbaren Alters der Originalaufnahme gab es bei der Erstausstrahlung viele besorgte Anrufe. Zu Halloween 2010 sendete der Hamburger Radiosender Oldie 95 eine deutsche Version der US-Urfassung. Bei "Ufos über der Elbe" wurde die Story auf Hamburg übertragen. Sowohl original Schauplätze der Hansestadt als auch original Moderatoren und On-Air-Elemente wurden dabei verwertet, sodass tatsächlich besorgte Hamburger nach Ausstrahlung auf UKW 95.0 die Polizei alarmierten.
[SW: Fantastische Literatur | Science-Fiction | Romane | "Unterwegs in die Welt von morgen"]
Verne, Jules ; Abenteuer ; Jugendbuch ; Reise zum Mittelpunkt der Erde ; Island, Vulkan, Wasserader; Kugelblitz, Floss; Entdeckung, Geheimschrift; Phantasie, Fantasie; Fiktion; Krater, Höhle, Gysir; Wasserader geschöpfe, leben; Dinosaurier Verne, Jules: Reise zum Mittelpunkt der Erde, o. Verlagsangabe (o.J.)
18 Seitenblock vorn locker, guter Zustand - " Professor Otto Lindenbrock traut seinen augen kaum, als er in dem Manuskribt von Snorri Sturluson, eine geheime Nachricht des isländischen Alchimisten Arne Sakussemm. Der Professor ist sich sicher wenn er die geheimschrift entziffern kann, wird das eine wissenschaftliche Sensation. Zusammen mit seinem Neffen und assisten Axel versucht er die Geheimschift zu dekodieren. Als Sie es schaffen, lesen sie das es auf Island einen Vulkan gibt über dessen Krater man zum Mittelpunkt der erde gelangen kann. Der Professor ist ausser sich vor Fruede und will selbst die reise zum Mittelpunkt der Erde machen. so machen sich der Professor und sein Assistent auf die Reise, und was sie dort erleben hätten sie sich nicht mal im Traum ausgemalt...."
Verne, Jules: Die Erfindung des Verderbens. "Face au drapeau". Illustriert mit 42 Bildern von L. Benett nach der französischen Erstausgabe. Ins Deutsche übertragen von Karl Wittlinger. Büchergilde Gutenberg (Lizenz des Diogenes Verlags) Erste Auflage dieser Ausgabe (Lizenzausgabe)flage dieser Ausgabe 1979 Frankfurt am Main Wien und Zürich ISBN: 3763223223
235S. Groß 8°
Leinen Fadengehefteter, geprägter Ganzleinenband mit illustriertem Schutzumschlag, dieser feinsäuberlich in nichtgilbende, transparente und selbstklebende Buchbindefolie eingeschlagen. Ex-Libris auf Innendeckel, der Umschlag (unter der Folie) mit einigen Randbereibungen, auf der Rückseite zwei Kratzer, die unteren Buchecken mit deutlicher Stauchung, die teilweise auch die Seiten betrifft, kleines Fleckchen auf Innendeckel, sonst gute Erhaltung dieser sehr schönen Ausgabe in der Gestaltung von Juergen Seuss. Die Erfindung des Verderbens (auch Der fliegende Tod, Hoch die Flagge des Vaterlands! oder Vor der Flagge des Vaterlands) ist ein technisch-wissenschaftlicher Zukunftsroman des französischen Schriftstellers Jules Verne. Der Roman wurde erstmals 1896 als Buch von dem Verlag Pierre-Jules Hetzel in Paris unter dem französischen Titel Face au Drapeau (dt. = Angesichts der Flagge) und vorab vom 1. Januar bis zum 15. Juni 1896 im Magasin d'Education et de Recreation veröffentlicht. Die erste deutschsprachige Ausgabe erschien bei Hartleben 1897 unter dem Titel Vor der Flagge des Vaterlands in der Reihe Bekannte und unerkannte Welten. Der englische Titel des Romans lautet Facing the Flag. Der französische Erfinder Thomas Roch hat einen neuartigen Sprengstoff von riesiger Zerstörungskraft entwickelt, den er diversen Staaten vergeblich zum Kauf angeboten hat. Zerbrochen an dieser Entwicklung wird er in dem Nervensanatorium Healthful House in North Carolina untergebracht. Hier wird er durch den unter einer falschen Identität arbeitenden ebenfalls französischen Ingenieur Simon Hart gepflegt. Da es sich um ein Vorzeigesanatorium handelt, wird es immer wieder von interessierten Personen besucht, so auch durch einen Grafen d'Artigas. Dieser nutzt den Besuch jedoch, um zusammen mit seinen Gehilfen die Entführung des Erfinders und seines Pflegers durchzuführen. Im weiteren Verlauf der Handlung werden die Entwicklungen aus der Sicht des Simon Hart wiedergegeben. Dieser hat zunächst für sich das Rätsel zu lösen, wie die Goelette des Grafen trotz nicht gesetzter Segel und nicht vorhandenem Motor bewegt wird. Die Lösung wird ihm erst am Ziel der Reise, der Insel Back Cup auf den Bermudas, klar, als er mit einem U-Boot in das Innere dieser Insel gebracht wird. Die Insel ist dem Ich-Erzähler bekannt, da er sie aufgrund von Gerüchten, dass es sich um einen wiedererwachten Vulkan handeln solle, bereits aufgesucht hat. Während seines Aufenthaltes stellt Hart fest, daß es sich bei dem angeblichen Grafen um den Seeräuber Ker Karraje handelt. Dieser hat sich die Insel als Unterschlupf für seine Bande gewählt und die vulkanischen Tätigkeiten durch gezielte Explosionen vorgetäuscht. Das Ziel Karrajes ist der Besitz der von Roch entwickelten Waffe, um hiermit endgültig unangreifbar zu sein. Karraje scheint tatsächlich Zugang zu dem Erfinder Roch zu finden, dieser entwickelt für ihn den gewünschten Sprengstoff und die Raketen. Da Hart keine andere Möglichkeit sieht, sendet er eine Flaschenpost mit allen gewonnen Fakten in die Außenwelt. Diese wird tatsächlich am Strand der Bermudainsel Saint Georges gefunden. Nach einem zunächst gescheiterten Befreiungsversuch, der von einem U-Boot der britischen Marine durchgeführt wurde, wird die Insel durch fünf Marineschiffe verschiedener Staaten angegriffen. Nachdem Roch zunächst eines der Schiffe versenkt hat, reagiert er offensichtlich auf das Setzen der französischen Trikolore auf einem der verbliebenen Schiffe und sprengt sich und die gesamte Insel in die Luft. Lediglich der Pfleger und Ingenieur Hart überlebt. Dieser Roman brachte Jules Verne einen Prozess gegen den (in der damaligen Öffentlichkeit als suspekt dargestellten und zeitweise unter Verfolgungswahn leidenden) Chemiker Eugene Turpin (1848-1927) ein, den er gewann. Der Chemiker sah sich in dem Roman verleumdet und lächerlich dargestellt. Aber Verne scheint den Chemiker in seinem Roman doch dargestellt zu haben, wie man später in seinem Briefwechsel feststellte. Jules-Gabriel Verne (* 8. Februar 1828 in Nantes; 24. März 1905 in Amiens) war ein französischer Schriftsteller. Bekannt wurde er vor allem durch seine Romane Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (1864), 20.000 Meilen unter dem Meer (1869-1870) sowie Reise um die Erde in 80 Tagen (1873). Neben Hugo Gernsback und H. G. Wells gilt Jules Verne als einer der Begründer der Science-Fiction-Literatur. Verne wuchs auf im Reederviertel der Hafenstadt Nantes als ältestes von fünf Kindern eines Anwalts und seiner aus Reederkreisen stammenden Frau. Mit elf soll er heimlich versucht haben, eine Seereise als Schiffsjunge anzutreten, sei aber im letzten Moment von Bord geholt worden. Seine Schulzeit verbrachte er auf katholischen Privatschulen seiner Heimatstadt und beendete sie dort 1846 auf dem staatlichen Gymnasium. Anschließend ging er zum Jurastudium nach Paris, weil er die väterliche Anwaltspraxis übernehmen sollte. Spätestens als Student begann er jedoch zu schreiben und erhielt Kontakt zur Welt der Pariser Literaten, u.a. zu Alexandre Dumas, der ihn etwas protegierte, und zu dessen Sohn Alexandre Dumas, mit dem er sich befreundete. Er blieb deshalb nach Abschluss des Studiums (1849) in Paris und versuchte sich zunächst vor allem in verschiedenen dramatischen Genres, von der Tragödie bis zum Opernlibretto. 1851 wurde ein erstes Stück von einer literarischen Zeitschrift angenommen, wo im selben Jahr auch zwei Erzählungen von ihm erschienen. Deren Sujets Seefahrt' bzw. Ballonfahrt', ließen Verne nicht mehr los, auch wenn er noch längere Zeit vorwiegend Texte mit ganz anderer Thematik verfasste. 1852 wurde er Sekretär des Intendanten des Pariser Theatre lyrique, für das er in den nächsten Jahren, teils allein, teils in einem Autorenteam, Stücke produzierte. Zugleich schrieb er weiterhin Erzählungen mit diverser Thematik, darunter 1855 die Reise-Abenteuer-Erzählung Un hivernage dans les glaces (Eine Überwinterung im Eis). 1857 heiratete er eine Witwe mit zwei Kindern (mit der er 1861 ein weiteres, Michel, bekam) und betätigte sich danach einige Jahre zwecks Broterwerb mäßig erfolgreich in dem bürgerlichen Beruf eines Börsenmaklers. Nebenher (1859 und 1861) machte er mit einem befreundeten Reedersohn Schiffsreisen nach Schottland und nach Norwegen, die ihm die Welt der Seefahrt erschlossen. Doch versuchte er auch weiterhin zu schreiben. Entscheidend war schließlich, dass er 1862 den umtriebigen Jugendbuchverleger Pierre-Jules Hetzel kennenlernte. Dieser brachte seinen gerade fertigen ersten Science fiction-Reiseroman Cinq semaines en ballon (Fünf Wochen im Ballon) heraus, nahm ihn für weitere Romane derselben Machart unter Vertrag und leitete ihn zum publikumswirksamen Schreiben an. Spätestens über Hetzel auch kam Verne in Kontakt mit Naturforschern und Erfindern, die seine Kenntnisse erweiterten, ihn fachlich berieten und ihm zu Ideen verhalfen, die er in einem immensen Zettelkasten sammelte. Nach dem Erfolg der Cinq semaines hatte Verne seinen Durchbruch als Autor geschafft und konnte gut von seiner Feder leben. In den folgenden Jahren schrieb er zahllose Romane, die meist fortsetzungsweise in Hetzels 1864 gegründeter Jugendzeitschrift Magazin illustre d'education et de recreation (Illustrierte für Erziehung und Erholung) erschienen, ehe sie auch als Buch herauskamen. Seine eigentliche Domäne hierbei waren und blieben Reise- und Abenteuerromane mit mehr oder weniger großem Science fiction-Anteil, die von Hetzel deshalb unter der Rubrik Voyages extraordinaires (Außergewöhnliche Reisen) vermarktet wurden. Hierin nahm Verne mit viel wissenschaftlicher und technischer Intuition manche später realisierte Entwicklung vorweg. Seine bekanntesten Romane sind: Voyages et aventures du capitaine Hatteras (Abenteuer des Kapitän Hatteras, 1864/65); Voyage au centre de la Terre (Reise zum Mittelpunkt der Erde, 1864); De la Terre a la Lune (Von der Erde zum Mond, 1865); Autour de la Lune (Reise um den Mond, 1869); Vingt mille lieues sous les m...
[SW: Büchergilde Gutenberg | Illustrierte Bücher | Französische Literatur | Jules Verne]
Verne, Jules: Die Erfindung des Verderbens. "Face au drapeau". Illustriert mit 42 Bildern von L. Benett nach der französischen Erstausgabe. Ins Deutsche übertragen von Karl Wittlinger. Büchergilde Gutenberg (Lizenz des Diogenes Verlags) Erste Auflage dieser Ausgabe (Lizenzausgabe) 1979 Frankfurt am Main, Wien und Zürich
235S. Groß 8°
Leinen Fadengehefteter, geprägter Ganzleinenband mit illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag mit leichter Kantenbereibung, Kopfschnitt staubdunkel, ansonsten guter bis sehr guter Zustand. Die Erfindung des Verderbens (auch Der fliegende Tod, Hoch die Flagge des Vaterlands! oder Vor der Flagge des Vaterlands) ist ein technisch-wissenschaftlicher Zukunftsroman des französischen Schriftstellers Jules Verne. Der Roman wurde erstmals 1896 als Buch von dem Verlag Pierre-Jules Hetzel in Paris unter dem französischen Titel Face au Drapeau (dt. = Angesichts der Flagge) und vorab vom 1. Januar bis zum 15. Juni 1896 im Magasin d'Education et de Recreation veröffentlicht. Die erste deutschsprachige Ausgabe erschien bei Hartleben 1897 unter dem Titel Vor der Flagge des Vaterlands in der Reihe Bekannte und unerkannte Welten. Der englische Titel des Romans lautet Facing the Flag. Der französische Erfinder Thomas Roch hat einen neuartigen Sprengstoff von riesiger Zerstörungskraft entwickelt, den er diversen Staaten vergeblich zum Kauf angeboten hat. Zerbrochen an dieser Entwicklung wird er in dem Nervensanatorium Healthful House in North Carolina untergebracht. Hier wird er durch den unter einer falschen Identität arbeitenden ebenfalls französischen Ingenieur Simon Hart gepflegt. Da es sich um ein Vorzeigesanatorium handelt, wird es immer wieder von interessierten Personen besucht, so auch durch einen Grafen d'Artigas. Dieser nutzt den Besuch jedoch, um zusammen mit seinen Gehilfen die Entführung des Erfinders und seines Pflegers durchzuführen. Im weiteren Verlauf der Handlung werden die Entwicklungen aus der Sicht des Simon Hart wiedergegeben. Dieser hat zunächst für sich das Rätsel zu lösen, wie die Goelette des Grafen trotz nicht gesetzter Segel und nicht vorhandenem Motor bewegt wird. Die Lösung wird ihm erst am Ziel der Reise, der Insel Back Cup auf den Bermudas, klar, als er mit einem U-Boot in das Innere dieser Insel gebracht wird. Die Insel ist dem Ich-Erzähler bekannt, da er sie aufgrund von Gerüchten, dass es sich um einen wiedererwachten Vulkan handeln solle, bereits aufgesucht hat. Während seines Aufenthaltes stellt Hart fest, daß es sich bei dem angeblichen Grafen um den Seeräuber Ker Karraje handelt. Dieser hat sich die Insel als Unterschlupf für seine Bande gewählt und die vulkanischen Tätigkeiten durch gezielte Explosionen vorgetäuscht. Das Ziel Karrajes ist der Besitz der von Roch entwickelten Waffe, um hiermit endgültig unangreifbar zu sein. Karraje scheint tatsächlich Zugang zu dem Erfinder Roch zu finden, dieser entwickelt für ihn den gewünschten Sprengstoff und die Raketen. Da Hart keine andere Möglichkeit sieht, sendet er eine Flaschenpost mit allen gewonnen Fakten in die Außenwelt. Diese wird tatsächlich am Strand der Bermudainsel Saint Georges gefunden. Nach einem zunächst gescheiterten Befreiungsversuch, der von einem U-Boot der britischen Marine durchgeführt wurde, wird die Insel durch fünf Marineschiffe verschiedener Staaten angegriffen. Nachdem Roch zunächst eines der Schiffe versenkt hat, reagiert er offensichtlich auf das Setzen der französischen Trikolore auf einem der verbliebenen Schiffe und sprengt sich und die gesamte Insel in die Luft. Lediglich der Pfleger und Ingenieur Hart überlebt. Dieser Roman brachte Jules Verne einen Prozess gegen den (in der damaligen Öffentlichkeit als suspekt dargestellten und zeitweise unter Verfolgungswahn leidenden) Chemiker Eugene Turpin (1848-1927) ein, den er gewann. Der Chemiker sah sich in dem Roman verleumdet und lächerlich dargestellt. Aber Verne scheint den Chemiker in seinem Roman doch dargestellt zu haben, wie man später in seinem Briefwechsel feststellte. Jules-Gabriel Verne (* 8. Februar 1828 in Nantes; 24. März 1905 in Amiens) war ein französischer Schriftsteller. Bekannt wurde er vor allem durch seine Romane Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (1864), 20.000 Meilen unter dem Meer (1869-1870) sowie Reise um die Erde in 80 Tagen (1873). Neben Hugo Gernsback und H. G. Wells gilt Jules Verne als einer der Begründer der Science-Fiction-Literatur. Verne wuchs auf im Reederviertel der Hafenstadt Nantes als ältestes von fünf Kindern eines Anwalts und seiner aus Reederkreisen stammenden Frau. Mit elf soll er heimlich versucht haben, eine Seereise als Schiffsjunge anzutreten, sei aber im letzten Moment von Bord geholt worden. Seine Schulzeit verbrachte er auf katholischen Privatschulen seiner Heimatstadt und beendete sie dort 1846 auf dem staatlichen Gymnasium. Anschließend ging er zum Jurastudium nach Paris, weil er die väterliche Anwaltspraxis übernehmen sollte. Spätestens als Student begann er jedoch zu schreiben und erhielt Kontakt zur Welt der Pariser Literaten, u.a. zu Alexandre Dumas, der ihn etwas protegierte, und zu dessen Sohn Alexandre Dumas, mit dem er sich befreundete. Er blieb deshalb nach Abschluss des Studiums (1849) in Paris und versuchte sich zunächst vor allem in verschiedenen dramatischen Genres, von der Tragödie bis zum Opernlibretto. 1851 wurde ein erstes Stück von einer literarischen Zeitschrift angenommen, wo im selben Jahr auch zwei Erzählungen von ihm erschienen. Deren Sujets Seefahrt' bzw. Ballonfahrt', ließen Verne nicht mehr los, auch wenn er noch längere Zeit vorwiegend Texte mit ganz anderer Thematik verfasste. 1852 wurde er Sekretär des Intendanten des Pariser Theatre lyrique, für das er in den nächsten Jahren, teils allein, teils in einem Autorenteam, Stücke produzierte. Zugleich schrieb er weiterhin Erzählungen mit diverser Thematik, darunter 1855 die Reise-Abenteuer-Erzählung Un hivernage dans les glaces (Eine Überwinterung im Eis). 1857 heiratete er eine Witwe mit zwei Kindern (mit der er 1861 ein weiteres, Michel, bekam) und betätigte sich danach einige Jahre zwecks Broterwerb mäßig erfolgreich in dem bürgerlichen Beruf eines Börsenmaklers. Nebenher (1859 und 1861) machte er mit einem befreundeten Reedersohn Schiffsreisen nach Schottland und nach Norwegen, die ihm die Welt der Seefahrt erschlossen. Doch versuchte er auch weiterhin zu schreiben. Entscheidend war schließlich, dass er 1862 den umtriebigen Jugendbuchverleger Pierre-Jules Hetzel kennenlernte. Dieser brachte seinen gerade fertigen ersten Science fiction-Reiseroman Cinq semaines en ballon (Fünf Wochen im Ballon) heraus, nahm ihn für weitere Romane derselben Machart unter Vertrag und leitete ihn zum publikumswirksamen Schreiben an. Spätestens über Hetzel auch kam Verne in Kontakt mit Naturforschern und Erfindern, die seine Kenntnisse erweiterten, ihn fachlich berieten und ihm zu Ideen verhalfen, die er in einem immensen Zettelkasten sammelte. Nach dem Erfolg der Cinq semaines hatte Verne seinen Durchbruch als Autor geschafft und konnte gut von seiner Feder leben. In den folgenden Jahren schrieb er zahllose Romane, die meist fortsetzungsweise in Hetzels 1864 gegründeter Jugendzeitschrift Magazin illustre d'education et de recreation (Illustrierte für Erziehung und Erholung) erschienen, ehe sie auch als Buch herauskamen. Seine eigentliche Domäne hierbei waren und blieben Reise- und Abenteuerromane mit mehr oder weniger großem Science fiction-Anteil, die von Hetzel deshalb unter der Rubrik Voyages extraordinaires (Außergewöhnliche Reisen) vermarktet wurden. Hierin nahm Verne mit viel wissenschaftlicher und technischer Intuition manche später realisierte Entwicklung vorweg. Seine bekanntesten Romane sind: Voyages et aventures du capitaine Hatteras (Abenteuer des Kapitän Hatteras, 1864/65); Voyage au centre de la Terre (Reise zum Mittelpunkt der Erde, 1864); De la Terre a la Lune (Von der Erde zum Mond, 1865); Autour de la Lune (Reise um den Mond, 1869); Vingt mille lieues sous les mers (Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer, 1869). 1872 kam als sein größter Erfolg Le Tour du monde en 80 jours (Reise um die Erde in 80 Tagen) heraus, das er mit Adolphe d'Ennery als Co-Autor auch für das Theater adaptierte. 1876 erschien, ähnlich erfolgreich, der in Sibirien spielende Abenteuer-Politkrimi Michel Strogo...
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