Vilhelm Moberg

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Moberg, Vilhelm: Dein Augenblick. Roman. Übersetzung aus dem Schwedischen von Inge und Martin Barnutz. Gestaltung und Herstellung Angelika Richter. Deutsche Erstausgabe. Büchergilde Gutenberg Erste Aufl. 1991 Frankfurt am Main, Wien ISBN: 3763238700
271S. 8°

Leinen Fadengehefteter Ganzleineneinband mit illustriertem Schutzumschlag. Der Umschlag berieben und angerändert, Kopfschnitt leicht angestaubt, ansonsten guter Zustand. "Albert Carlson, vierundsechzig Jahre alt, gebürtig aus dem Kirchspiel Sjöhult in Smäland, sitzt in einem Hotelzimmer in Kalifornien und überdenkt sein Leben. Seine Geschäfte hat er abgewickelt, er ist bereit, Bilanz zu ziehen. Auf der einen Seite des Hotels zieht ein endloser Strom von Autos vorbei, auf der anderen hebt sich die Dünung des Stillen Ozeans. Auf dieser schmalen Landzunge zwischen dem Veränderlichen und dem Unveränderlichen betrachtet er sein Leben. Was ist daraus geworden, was war der Sinn, wie hat er seine Zeit "als Gast auf dieser Erde" genutzt? Über 40 Jahre lang hat Albert Carlson als Einwanderer in den USA gelebt, die Heimat besuchte er während dieser Zeit nur flüchtig einige Male. Doch nun, vor dem Aufbruch, wandert er in Gedanken wieder und wieder dorthin zurück. Er erlebt seine smaländische Jugend: durch das Brausen der Brandung des Stillen Ozeans hört er das Gemurmel des Bachs, der an der heimatlichen Kate vorbeifloß, wo er und sein älterer Bruder angelten. Episode auf Episode aus dem langen und unruhigen Leben des Schweden-Amerikaners Albert Carlson tritt lebendig hervor, aus dem armen Smaland und aus Kalifornien." (Vorwort) Vilhelm Moberg (* 20. August 1898 in Moshultamala, Smaland; 8. August 1973 in Grisslehamn) war ein schwedischer Schriftsteller. Vilhelm Moberg wurde in Moshultamala (Gemeinde Emmaboda) geboren, wo er auch aufwuchs. Sein Vater war eingeteilter Soldat und später Kleinbauer. Moberg begann schon als Kind zu arbeiten, als Elfjähriger u. a. in einer Glashütte, wo er in Kontakt zur Arbeiterbewegung und zum Sozialismus kam, denen er später im Leben allerdings skeptisch gegenüberstand. Die neuen Bildungswege, die die Arbeiterbewegung schuf, ermöglichten es ihm, sich weiterzubilden, und schließlich wurde er Journalist und arbeitete in den folgenden Jahren bei mehreren Lokalzeitungen. Er begann auch, Volksstücke zu schreiben. Der literarische Durchbruch kam 1927 mit dem Roman Raskens, in dem das Leben einer Soldatenfamilie auf dem Lande zwischen 1870 und kurz nach 1900 geschildert wird. Er verarbeitete dabei die Erzählungen seines Großvaters und dessen Kameraden und schilderte ein Milieu, das er aus eigener Anschauung kannte. Auch die nächsten Romane Langt fran landsvägen (1929) und De knutna händerna (1930) spielen im bäuerlichen Milieu und schildern den Kampf zwischen Tradition und Veränderung. Die zweite Hälfte der 1930er Jahre dominierte eine Romantrilogie mit autobiographischem Einschlag. Sänkt sedebetyg 1935, Sömnlös 1937 und Giv oss jorden! 1939 schildern den Lebensweg Knut Torings, der als Bauernsohn in die Stadt kommt, um als Journalist zu arbeiten, aber schließlich enttäuscht und desillusioniert wieder auf das Land zurückkehrt, um einen Bauernhof zu bewirtschaften. Der größte Erfolg der 1940er Jahre wurde der historische Roman Rid i natt! von 1941, die Schilderung des Kampfes smaländischer Bauern gegen die Unterdrückung durch einen deutschen Adligen, die deutlich zeitbezogene Züge aufweist und zum Widerstand gegenüber dem Nationalsozialismus aufruft. Mobergs Bücher wurden daraufhin im Deutschen Reich verboten. Während des Zweiten Weltkriegs erschien sein antimilitaristischer und wiederum autobiographisch geprägter Roman Soldat med brutet gevär, ohne jedoch an den Erfolg von Raskens anzuknüpfen. Mit der Geschichte um den Soldatensohn Valter Sträng, der vom Kinderarbeiter in einer Glashütte zum Mitglied einer linkssozialistischen Jugendorganisation aufsteigt und später Politiker wird, traf Moberg offenbar nicht den Nerv der Zeit: Schweden stand mit einem Bein im Krieg gegen das Deutsche Reich, viele junge Männer hatten sich freiwillig zum Kriegsdienst beim finnischen, britischen oder amerikanischen Militär gemeldet. Am Beginn der 1950er Jahre erschien Mobergs Hauptwerk, ein Epos über die Emigration in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als ein Viertel der Bevölkerung Schwedens in die USA auswanderte. In dieser Tetralogie, die aus den Romanen Utvandrarna (1949), Invandrarna (1952), Nybyggarna (1956) und Sista brevet till Sverige (1959) besteht, schilderte er nach einem umfassenden Quellenstudium das Schicksal mehrerer Emigranten, die um 1850 Schweden verlassen und sich schließlich in Minnesota niederlassen. Der Erfolg war enorm, nicht nur was die Auflageziffern und Übersetzungen betrifft. Das Epos wurde von Jan Troell verfilmt und 1995 zum Musical Kristina fran Duvemala verarbeitet. Obwohl die Serie viele Werke der internationalen Migrationsliteratur überragt und von "Book of the Month" ausgewählt wurde, wurden die Bücher in den USA selbst nur ein mäßiger Erfolg. Ein Grund war, daß Moberg sich nicht vorstellen mochte, bei der kommerziellen Markteinführung mitzuwirken. In den 1950er Jahren trat Moberg auch als scharfer Gesellschaftskritiker in der öffentlichen Debatte über die Fäulnis des Rechtswesens auf. Das Drama Domaren (Der Richter) von 1957 griff einen zeitgenössischen Rechtsfall auf. In seinem letzten Projekt versuchte Moberg, die schwedische Geschichte aus der Sicht von unten zu beschreiben. Min svenska historia (Meine schwedische Geschichte), deren erste zwei Bände 1970 und 1971 erschienen, nimmt bewusst eine oppositionelle Haltung zur akademischen Geschichtsschreibung ein. Doch überstieg dieses Projekt Mobergs Kräfte, und es folgten keine weiteren Bände. Mobergs Beiträge zur Literatur und öffentlichen Debatte schildern immer wieder den Konflikt zwischen Individualismus und Kollektivismus und zeigen deutlich Moberg als einen klaren Gegner totalitärer Vorstellungen, aber auch als scharfer Kritiker der schwedischen Sozialdemokratie und ihrer Idee vom "starken Staat". 1973 beging Vilhelm Moberg Suizid.

[SW: Büchergilde Gutenberg | Schwedische Literatur | Roman | Deutsche Erstausgaben]

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(Moberg - Delblanc) - Ahlbom, Lars - Nettervik, Ingrid (red.): Broder Ville, Käre snälle Sven. 26 växlade brev mellan Vilhelm Moberg och Sven Delblanc. Samt texter med anknytning till ett seminarium pa Väddö folkhögskola. Carlssons 2006.
(Vilhelm Moberg-sällskapets skriftserie 18)

249 s Förlagsband med skyddsomslag.

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(Moberg, Vilhelm) - Eidevall, Gunnar: Vilhelm Mobergs emigrantepos. Studier i verkets tillkomsthistoria, dokumentära bakgrund och konstnärliga gestaltning. Norstedts 1974.
Akad. avh.

359 s. Häftad.

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Moberg, Vilhelm & Sallberg, Harald; Rid i natt. Roman fran Värend 1650. Med trägravyrer av Harald Sallberg. Dedicerad av Sallberg med samtliga helsides-gravyrer signerade.

Albert Bonniers förlag, Stoxkholm, 1942. Första illustrerade upplagan. 8vo i ett välbundet rött halvmarokäng- band. Ryggens fem upphöjda bind med förgyllda streck samt förgylld titeltext. Vertikalt marmorerat pärmpapper samt övre guldsnitt. Bada omslagen medbundna. P. g. a. en till synes lätt stöt mot övre snitt har flera sidor en liten inbuktning pa ett par cm. ytterst i övre marginalen. Ett blad har utsatts för insektsangrepp i yttre marginalen med nagra sma hal som följd utan textförlust. Stämningsfullt illustrerad av Harald Sallberg med fem helsides träsnitt och smakfulla vinjetter och cul-de-lamps. Ett unikt exemplar dedicerat till Sture Petersson av Harald Sallberg pa halvtitel-bladet samt med samtliga fem helsides träsnitt handsignerade av Harald Sallberg. Med Sture Peterssons exlibris pa främre pärms insida. 333 sid. , (V) Detta är inte en av den bibliofila utgavans 150 numrerade ex. som är signerade av bade Moberg och Sallberg. Det här exemplaret är dedicerat och signerat av Sallberg pa eget initiativ.

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