Zweig Arnold Junge Frau von 1914

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Zweig, Arnold: Junge Frau von 1914. Roman. Büchergilde Gutenberg (Lizenz des Gustav Kiepenheuer Verlags) Erste Aufl. (Lizenzausgabe) 1932 Berlin
251S. Groß 8°

Leinen Auf der Kreisvertretertagung des Bildungsverbandes der deutschen Buchdrucker vom 28. bis 30. August 1924 im Volkshaus zu Leipzig wurde von den anwesenden Vertretern unter dem Vorsitz Bruno Dresslers am 29.08. einstimmig die Gründung der Büchergilde Gutenberg beschlossen. Dies war die Geburtsstunde der mit Abstand ambitioniertesten und progressivsten Buchgemeinschaft auf deutschem Boden. "Bücher voll guten Geistes" in handwerklich einwandfreier Qualität sollten es sein (und waren es), die zunächst von Leipzig und ab 1926 von Berlin aus ihren Weg in die Wohnstuben der Werktätigen, der sogenannten "Kleinen Leute" fand. Vom Tag ihrer Gründung bis zur vorläufigen Zerschlagung durch die Nazis durchlief die Büchergilde eine fulminante Entwicklung. So konnte sie ihre Mitgliederzahlen von anfangs 1200 Gründungsmitgliedern auf 85.000 im Jahr 1933, dem Jahr der Zwangseingliederung in die DAF steigern und war damit die mit Abstand größte proletarische Buchgemeinschaft der Weimarer Republik. Zum Vergleich: der sozialdemokratische Bücherkreis brachte es auf eine maximale Mitgliederzahl von 45.000. Fadengehefteter, geprägter Ganzleinenband mit Farbkopfschnitt. Der Einband gering fleckig, Exlibris auf Innendeckel, die letzten zehn Seiten mit diagonalem Knick des unteren Drittels, ansonsten guter Zustand. Junge Frau von 1914 ist ein Roman des Schriftstellers Arnold Zweig. Er entstand 1931 und ist Teil des Romanzyklus Der große Krieg der weißen Männer über den Ersten Weltkrieg, der mit Der Streit um den Sergeanten Grischa begann und dessen weitere Teile Erziehung vor Verdun (1935), Einsetzung eines Königs (1937), Die Feuerpause (1954) und Die Zeit ist reif (1957) sind. 1970 wurde der Roman von der DEFA unter der Regie von Egon Günther verfilmt. " Eine Tochter aus gutem Hause und ein armer Schlucker, der Schriftsteller Werner Bertin, getrauen es sich, über gesellschaftliche Konventionen hinauszugehen. Leonore [sic!] Wahl hat den Mut, Bertins Geliebte zu werden und setzt die Heirat durch. Beide Gestalten, anständig gebildet, menschenfreundlich und weltoffen, erleben, wie eine Ordnung, die sie für heil halten - von einigen Schönheitsfehlern abgesehen - aus einer langen Friedenszeit scheinbar urplötzlich in einen Weltkrieg umschlägt. In diesem historischen Vorgehen läuft das Schicksal der zwei prächtigen Menschen ab, die zunächst falsch denken und darum falsch handeln. Sie befürworten in gutem Glauben einen schmutzigen Krieg. [ ] Harte Schläge und viel Nachdenken waren nötig, um den Wirklichkeitssinn von Leonore [sic!] und Bertin zu schärfen, damit sie überhaupt ahnen, wofür man sie abgerichtet hatte. Sie wollen, daß die imperialistische Metzelei ein Ende habe. Aber sie wissen kaum etwas über die Männer an den Schalthebeln der Macht ." Der jüdische Student und Schriftsteller Werner Bertin wird im Frühjahr 1915 als Armierungssoldat in die Umgebung von Küstrin eingezogen. Seine Geliebte Lenore Wahl, Tochter eines jüdischen Bankiers, wird ungewollt schwanger. Da ihre Eltern eine eheliche Verbindung mit Bertin nicht billigen und aus Furcht, als ledige Mutter von der Gesellschaft stigmatisiert zu werden, läßt sie eine illegale Abtreibung vornehmen. Bertin läßt sich freiwillig an die Westfront versetzen. Zunächst dient er in Frankreich, später in Serbien, wo er die gegen das serbische Volk gerichtete Greuelpropaganda durchschaut. Sein Truppenteil wird nach Verdun versetzt. Lenore beginnt, als Lehrerin zu arbeiten. Um einen Kriegshelden in der Familie zu haben, stimmen Lenores Eltern einer Verlobung zu. Lenore will Bertin heiraten, auch, um ihm Heimaturlaub zu verschaffen. Ihr Vater Hugo Wahl ist mit der Heirat nicht einverstanden. Er steht inzwischen mit General Albert Schieffenzahn, dem Oberbefehlshaber Ost, in geschäftlichen Beziehungen, was der Familie ausreichend gesellschaftliches Ansehen verschafft. Gründe für die Ablehnung sind Bertins bescheidene soziale Verhältnisse und seine politischen Ansichten. Lenore setzt sich über seinen Widerstand hinweg und heiratet Bertin. Arnold Zweig (* 10. November 1887 in Glogau, Niederschlesien (heute Głogow, Polen); 26. November 1968 in Ost-Berlin) war ein deutscher Schriftsteller. Arnold Zweig wurde als Sohn eines jüdischen Sattlers geboren (er ist nicht verwandt mit Stefan Zweig). 1907 nahm er das Studium der Germanistik, Philosophie, Psychologie, Kunstgeschichte und Nationalökonomie an der Universität Breslau auf. Später wechselte er nach München, Berlin, Göttingen, Rostock und Tübingen. Während dieser Zeit wurde er stark von Nietzsches Philosophie beeinflusst. Sein literarisches Debüt war 1912 der Band Novellen um Claudia. 1915 erhielt er für die Tragödie Ritualmord in Ungarn den Kleist-Preis. 1915 wurde Zweig zum Militärdienst eingezogen. War er zuvor deutlich preußisch-national gesinnt, wandelte er sich unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs, wo er unter anderem in Serbien, Belgien und bei Verdun eingesetzt wurde, zum Pazifisten. Ab 1917 war Zweig Mitarbeiter der Presseabteilung des Oberbefehlshabers Ost. Dort kam der säkulare Jude Zweig in Kontakt mit dem Ostjudentum, das bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterließ. 1916 heiratete Zweig seine Cousine, die Malerin Beatrice Zweig. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor, Adam und Michael. Adam Zweig lebt in der Schweiz. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ sich Zweig als freier Schriftsteller am Starnberger See nieder. Es entwickelte sich eine Freundschaft mit Lion Feuchtwanger und Sigmund Freud (dem er auch seinen Sergeanten Grischa widmete). In Essays, Theaterstücken und Kurzprosa gestaltete Zweig seine Kriegserlebnisse und seine Auseinandersetzung mit dem Judentum. Zweig bekannte sich nun zu einem humanistisch geprägten Sozialismus. Nach dem Hitlerputsch 1923 musste Zweig Starnberg verlassen. Er zog nach Berlin, wo er als Redakteur für die Jüdische Rundschau arbeitete. Der Kontakt zu Martin Buber, der bereits während des Krieges begann, führte Zweig in die Nähe des Zionismus, dem er in den folgenden Jahren eng verbunden blieb. 1927 erschien Zweigs bekanntestes Werk, der Roman Der Streit um den Sergeanten Grischa. Das Buch behandelt einen militärischen Justizmord gegen Ende des Ersten Weltkriegs. Der Roman, stilistisch zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit, gestaltet den Zusammenprall zwischen säkularisiertem Judentum und ostjüdischer Frömmigkeit, zwischen aufgeklärter preußischer Tradition und wilhelminischem Kadavergehorsam - vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs des Kaiserreichs. Der Roman gehört zu dem Zyklus Der große Krieg der weißen Männer über den Ersten Weltkrieg, dessen weitere Teile Junge Frau von 1914 (1931), Erziehung vor Verdun (1935), Einsetzung eines Königs (1937), Die Feuerpause (1954) und Die Zeit ist reif (1957) sind. Nach der Übernahme der Macht durch die Nationalsozialisten wurden Zweigs Bücher im Rahmen von Bücherverbrennungen öffentlich verbrannt. Zweig emigrierte zuerst in die Tschechoslowakei, dann in die Schweiz und schließlich nach Sanary-sur-Mer (Frankreich). Seine zionistische Einstellung führte ihn von dort weiter ins Exil nach Palästina, wo er sich 1934 in Haifa niederließ. 1936 wurde ihm die deutsche Staatsangehörigkeit genommen und sein Vermögen beschlagnahmt. In Haifa geriet er bald schon in Konflikt mit national-jüdischen Gruppen, die sowohl die deutsche wie auch die jiddische Sprache ablehnten - während Zweig in der deutschsprachigen Zeitschrift Orient publizierte. Die Situation führte soweit, dass für eine "Hebräisierung" eintretende, anti-arabische Nationalisten einen Bombenanschlag auf die Redaktion des Orient ausführten - was zur Einstellung der Zeitschrift zwang. Bereits 1932, vor der Flucht ins Exil, hatte Zweig in seinem Roman De Vriendt kehrt heim eine ähnliche Situation geschildert; wie ein in Palästina lebender holländischer Jude durch einen neu einwandernden zionistisch orientierten Juden aus Osteuropa nach einer diffamierenden, zionistischen Pressekampagne ermordet wird, weil ersterer sich auf der Grundlage ort...

[SW: Büchergilde Gutenberg 1924-1933 | Roman]

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Zweig, Arnold: 8 Bücher vom Autor Arnold Zweig in dieser seltenen Sammlung: 1. Arnold Zweig - Monographien 16, 2. Furchen der Zeit (bb Band 251), 3. Novellen um Claudia (bb Band 375), 4. Junge Frau von 1914, 5. Die Zeit ist reif, 6. Erziehung vor Verdun, 7. Das Beil von Wandsbek, 8. Der Streit um den Serganten Grischa, diverse Verläge, 50er, 60er 70er Jahre.
Aus unserer Reihe "Kleine Bibliotheken" eine seltene Sammlung aus folgenden Büchern: 1. Arnold Zweig - Monographien 16, 2. Furchen der Zeit (bb Band 251), 3. Novellen um Claudia (bb Band 375), 4. Junge Frau von 1914, 5. Die Zeit ist reif, 6. Erziehung vor Verdun, 7. Das Beil von Wandsbek, 8. Der Streit um den Serganten Grischa, -

zwei Buchschnitte fleckig, ein Bibliotheksexemplar mit einem Stempel u. auf der ersten Seite mit wenigen Kleberesten, ein Buch mit einer Widmung auf der ersten unbeschriebenen Seite, Schutzumschlag mit einigen Gebrauchsspuren, drei Buchdeckel mit einigen leichten Gebrauchsspuren, ansonsten altersentsprechend gute Exemplare, 1x Leinwand mit Schutzumschlag, 4 Leinwand, 3x Paperback, 7x Standardbuchformat, 1x Taschenbuchformat,

[SW: Literatur, Autor, Schriftsteller, Sammlung, Zweig,]

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Zweig, Arnold: 10 Bücher vom Autor Arnold Zweig in dieser seltenen Sammlung: 1. Die Zeit ist Reif - Band I, 2. Die Feuerpause, 3. Erziehung vor Verdun, 4. Das Beil von Wandsbek, 5. Novellen um Claudia/ Verkungene Tage - Band VII, 6. De Vriendt kehrt heim - Band VIII, 7. Traum ist teuer - Band X, 8. Einsetzung eines Königs, 9. Junge Frau von 1914, 10. Der Streit um den Sergeanten Grischa, Aufbau-Verlag Berlin, ab 1953.
Aus unserer Reihe "Kleine Bibliotheken" eine seltene Sammlung aus folgenden Büchern: 1. Die Zeit ist Reif - Band I, 2. Die Feuerpause, 3. Erziehung vor Verdun, 4. Das Beil von Wandsbek, 5. Novellen um Claudia/ Verkungene Tage - Band VII, 6. De Vriendt kehrt heim - Band VIII, 7. Traum ist teuer - Band X, 8. Einsetzung eines Königs, 9. Junge Frau von 1914, 10. Der Streit um den Sergeanten Grischa, -

RARITÄT!!!, Titel am Buchrücken teils abgenutzt, Leinwände mit einigen leichten Gebrauchsspuren, ansonsten altersentsprechend gute Exemplare, braune Leinwand, Standardbuchformat,

[SW: Sammlung, Kleine Bibliothek, Zweig, DDR, Rarität,]

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Zweig, Arnold: Konvolut aus 15 Bänden.
Früchtekorb. Jüngste Ernte. Aufsätze. (1956), Greifenverlag zu Rudolstadt, 192 Seiten. / Mädchen und Frauen. 14 Erzählungen. (1931), Gustav Kiepenheuer Verlag, Berlin, 407 Seiten. / Stufen. Fünf Erzählungen aus der Übergangswelt. (1949), Alfred Kantorowicz Verlag, Berlin, 240 Seiten. / Allerleirauh. Geschichten aus dem gestrigen Zeitalter. (1949), Büchergilde Gutenberg, Berlin, 268 Seiten, mit Zeichnungen von Max Schwimmer. / Pont und Anna. (1928), Gustav Kiepenheuer Verlag, Berlin, 211 Seiten. / De Vriendt kehrt heim. (1932, Gustav Kiepenheuer Verlag, Berlin, 346 Seiten. / Die Novellen um Claudia. (um 1920, 50.-63. Auflage), 304 Seiten. / Westlandsaga. (1952), Rütten & Loening, Berlin, 136 Seiten. / Frühe Fährten. Geschichten von Kindern und jungen Leuten. (1949), Mitteldeutscher Verlag, Halle/ Saale, 136 Seiten. / Soldatenspiele. Drei dramatische Historien. (1956), Aufbau-Verlag, Berlin, 252 Seiten. / Über den Nebeln. (1967), Aufbau-Verlag, Berlin und Weimar, 168 Seiten, mit lavierten Federzeichnungen von Karl-Georg Hirsch. / Der Streit um den Sergeanten Grischa. (1929), Büchergilde Gutenberg, Berlin, 406 Seiten. / Junge Frau von 1914. (1932), Büchergilde Gutenberg, Berlin, 253 Seiten. / Arnold Zweig - Ein Almanach. Briefe, Glückwünsche, Aufsätze. (1962), Aufbau-Verlag, Berlin, 200 Seiten. / Zweig, Arnold, Beatrice Zweig, Helene Weyl: Komm her, wir lieben Dich. Briefe einer ungewöhnlichen Freundschaft zu dritt. (1996), Aufbau-Verlag, Berlin, 472 Seiten, mit zahlreichen schwarz-weiß Fotos im Text, ISBN 3351034393.

3 Leinenbände mit Schutzumschlag, 6 Leinenbände, 3 Halbleinenbände, 2 Pappbände, 1 Pappband mit Schutzumschlag. Gelesene Exemplare mit Gebrauchsspuren. Früchtekorb: gestempeltes B auf Vorsatz. Mädchen und Frauen: Besitzervermerk auf Vortitel. Stufen: Besitzervermerk auf Titelseite. Pont und Anna: im Gelenk gebrochen, Kopierstift-Krakel auf den Seiten 128-129. De Vriendt kehrt heim: mit Rasurstellen auf Vortitel. Soldatenspiele: Besitzerstempel auf Vorsatz. Junge Frau von 1914: Einbandvorderseite wasserrandig.

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